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Babel
Brad Pitt, Cate Blanchett

Ufa/DVD, 2007

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 90 Bewertungen
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... aber warum "Babel" und nicht "Dominoeffekt"?

Also zuerst einmal hat mich der Film gefesselt und auch nachhaltig beeindruckt. Überzeugende Darsteller, ein ungewöhnlicher Plot und eine dichte Atmosphäre. Leider ist mir verborgen geblieben, warum der Film eigentlich "Babel" heisst, denn es geht in keinem der Handlungsstränge um Sprachverwirrung, das einander nicht-verstehen aufgrund unterschiedlicher Sprachen. Nicht einmal im übertragenen Sinne. Vielmehr geht es um Verkettungen unglücklicher Umstände und die Folgen daraus. Wie auch immer, trotzdem ein Film, den man ruhig mal gesehen haben kann.


Anspruchsvolles Kino mit Botschaft

Der Film verbindet vier Geschichten die auf den ersten Blick nicht wirklich viel miteindander zu tun haben. Im Unterschied zu ähnlichen Verknüpfungsfilmen wie z. Bsp. Amores Perros oder Magnolia, die in einer Stadt spielen, spielen diese 4 Geschichten verteilt auf dem ganzen Erdball.
Die Geschichten ähneln sich dabei vor allem in einer Hinsicht: Die jeweiligen Protagonisten manövrieren sich, ob selbstverschuldet oder nicht, in eine mißliche Lage: 2 marrokanische Jungs schießen beim Bewachen ihrer Ziegenherde auf einen Touristenbus,dabei wird die Touristin Susan (Cate Blanchett) in die Schulter getroffen. Ihr Ehemann Richard (Brad Pitt) muss nun versuchen in der kargen, verlassenen Gegend Hilfe aufzutreiben. Da die Haushälterin der beiden zur Hochzeit ihres Sohnes, die in Mexiko stattfindet nicht freibekommen hat, nimmt sie Debbie und Mike, die Kinder von Richard und Susan kurzerhand mit auf eine reise, die nicht gerade unproblematisch von statten geht... Währenddessen kommt die taubstumme Chieko, die in Tokio lebt, nach dem Tod ihrer Mutter und den Problemen die ein Leben als Taubstumme aufwirft nicht zurecht und flüchtet sich in Drogen und Parties.
Gerade aus den hieraus entstehenden Problemen zieht der Film seinen Anspruch: Er stellt die Frage nach Schuld bzw Unschuld: Warum kamen die Protagonisten in eine derartige Lage, wer trägt die Verantwortung dafür? Dabei sind die Geschichten jedoch nicht schwarz oder weiß, man kann die Schuld keiner bestimmten Person zuordnen, das Zusammentreffen vieler Faktoren bestimmt den Verlauf der Geschichte und der Situationen in denen die Protagonisten sich wiederfinden.
Die Bilder der Kamera fangen dabei die verschiedenen Gegebenheiten auf beeindruckende Art und Weise ein: Körnig und nahezu farbklos in der kargen Wüstenlandschaft Marrokos, grell, bunt und mit schnellen Schnitten im Tokioer Nachtleben.

Fazit

Anspruchsvolles Kino mit Botschaft, dabei sicher nicht jedermanns Fall.
Der Film unterstützt das Wegkommen vom Schwarz/Weiß denken und das ewige Einordnen in gängige Schemata, darüber hinaus regt er sehr stark zum Nachdenken an und beschäftigt einen durchaus auch noch 2 Tage später. Vor allem hieraus zieht der Film meiner Meinung nach seine Qualität. Er zeigt dass es kein Schuldig/Unschuldig gibt, sondern dass sich das Leben in den Bereichen dazwischen abspielt.




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Bonus Disc

Das ist mal eine Entscheidungshilfe für die, die mit der "Luxus"-Ausgabe liebäugeln. Denn: Ich mag den Film sehr gerne und ich mag ihn vor allem auch deshalb, weil er mehr ZEIGT als SAGT. Es gibt nicht ernsthaft etwas zu "verstehen", hier ist nichts "schwierig" oder "anspruchsvoll", nichts "verschlüsselt" etc. Schaut ihn euch einfach an. Es lohnt sich wirklich.

Und damit zum Punkt: Das furchterregend lange "Making-Of" ist aufdringlich und grandios peinlich. Inarritu hat ein sehr großes Mitteilungsbedürfnis, inszeniert sich selbst und den Dreh in einer Art und Weise, die einem BABEL verleiden könnte. Er ist so überwältigt (und überzeugt!) von dem, was er da macht, dass er Meilen übers Ziel hinausschießt.

Wer gerade solche "Psychogramme" von Regisseuren mag ist bestens bedient (weitere tolle Making-Ofs dieser Art sind z.B. auf "Shining" und "Matchstick Men - Tricks" zu finden). Wer es aber hasst sich von "großen wichtigen Künstlern" ihre "großen wichtigen Werke" lang und breit erklären zu lassen, sollte zur Single Disc greifen.


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LA Crash hoch drei

Dieser Film zeigt die globale Verstrickungen unserer Zeit,
auf eindrucksvolle-und dramatische Weise,dessen wir uns in unserem
Alltag nie bewusst sind.Was sind die Folgen unseren handelns unter
globalen Gesichtspunkten.Welche Kette von Verstrickungen hat mein
Konsumverhalten weltweit,ohne das es mir bewusst ist.
Babel zeigt mir auch auf,das die Welt zusammentrifft,doch ohne Verständnis
unseren unmittelbar Nächtstehenten.
Die Unfähigkeit, eingefahrene Vorurteile abzustellen, lässt uns schon jetzt
an einer globalen Idee scheidern.
Dies ist mein persönlicher Eindruck.
Fazit: Kein 08/15 Hollywood Tiefgründig Bewegend BestMovie


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Wieso finden alle diesen Film so toll ?

Ich habe "Amores Perros" gesehen und war begeistert, aber dieser Film hat mich nicht annähernd so berührt.
Sicher ist "Babel" kein schlechter Film, aber ich hatte - auch auf Grund der vielen guten Rezensionen -
einfach erwartet, dass er mich mehr packt, auch weil ich wusste, dass 2 meiner Lieblingsschauspieler
(Cate Blanchett & Gael Garcia Bernal) mitspielen. Aber irgendwie wollte der Funke nicht richtig überspringen.
Der Film ist ziemlich langatmig. Klar, die Bilder sollen wirken...aber beim 1. Mal bin ich nach 45 Minuten eingeschlafen. Ich empfehle jedem den neuen Film von Darren Aronofsky "The Fountain" und sein früheres Werk "Requiem for a Dream": Das ist echte Filmkunst!


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Meinungen: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, Seite 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18



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