Bewertung: Der ganze Film wirkt vom Schnitt her wie ein riesiges, 120 minütiges Video-Clip. Wir bekommen kurz aneinandergeschnitten Puzzlestück für Puzzlestück zu sehen. Aufgrund dieser Schnittweise mag keine so richtige Spannung aufkommen und die Identifikation mit der Geschichte leidet darunter. Lediglich fällt es den Machern des Filmes so leichter die Wendungen der Geschichte rüberzubringen. Das große Starangebot kann den Film leider nicht retten, neben den bereits genannten spielen u.a. noch Matt Damon, Julia Roberts und in einem Kurzauftritt als er selbst Bruce Willis. Wie der erste Film, nimmt dieser die Geschichte nicht so ganz ernst. Er kommt aber weder hinsichtlich Spannung noch hinsichtlich Witz an Ocean's Eleven nur ansatzweise heran. Lediglich die sehr verführerische Catherine Zeta-Jones mit ihrer deutschen Stimme Arianne Borbach verhindern den Totalabsturz.
Fazit: Lieber Ocean's Eleven ansehen! Wer Ocean's Twelve nicht gesehen hat, hat leider nichts verpaßt ...
Was mir an Ocean's Twelve hingegen sehr gut gefallen hat, ist die herrliche Selbstironie, die sich durch den ganzen Film zieht. Eigentlich tun die Schauspieler nichts anderes, als sich selbst und/oder ihre jeweilige Rolle kräftig zu veralbern - Mat Damon ist begriffsstutziger als jemals zuvor, Brad Pitt ist hauptsächlich testosterongesteuert, und Julia Roberts spielt sich selbst. Dazu wird nach Herzenslaune herrlich sinnfreier Schwachsinn schwadroniert. Ich wette, die Dreharbeiten haben extrem viel Spaß gemacht... ich für meinen Teil habe auf jeden Fall sehr gelacht - meiner Meinung kommt es bei diesem Film gar nicht so sehr auf die Story an: die ist in der Tat eher nebensächlich.