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Forschen auf Deutsch: Der Machiavelli für Forscher - und solche die es noch werden wollen
Siegfried Bär

Deutsch (Harri), 2002 - 200 Seiten

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Beschreibung des Systems "Forschung" in Deutschland

Das Buch beschreibt treffend die Zustände in der deutschen Forschungslandschaft. Ausbeutung, Unterbezahlung und mangelnde Anerkennung bestimmen die Situation deutscher Nachwuchswissenschaftler. Angesichts der aktuellen Diskussionen um "Green-Cards" für ausländische Experten und die Einführung von Studiengebühren an deutschen Hochschulen sollte dieses Buch ein Muss für jeden Politiker und Entscheider in der deutschen Forschungslandschaft seien. Aber auch Studenten der Naturwissenschaften und solche, die dies noch werden wollen, finden in diesem Buch starke Argumente, um ihre Studienwahl noch einmal zu überdenken...


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Forschen in der Gegenwart

Dieses Buch ist eines der wenigen bei dem man zugleich lachen und weinen kann. Lachen, wegen der vielen kurzweiligen Beschreibungen über die zwischenmenschlichen und zwischenlaborlichen Beziehungen. Weinen,weil man sich selbst als einen Esel des Müllers wieder erkennt. Dieses Buch ist nichts für jemanden der in seiner wissenschaftlichen Traumwelt nicht gweckt werden will. Wer allerdings schon zu Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere lesen will, welche Mehlsäcke er in der Zukunft noch schleppen muss, der sollte es sofort kaufen. Ein tolles Buch.






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sehr lesenswert

Dieser "Machiavelli für Forscher und solche die es werden wollen" stellt die Welt der Naturwissenschaften und Universitäten als breit angelegtes Spiel dar, in dem jeder seine bestimmte Rolle hat und bestimmten Regeln folgen sollte, will er oder sie es zu etwas bringen im Hohen Turm der Wissenschaft. Das Buch ist sehr kurzweilig geschrieben und oft genug überaus amüsant und dabei sehr treffsicher. Allerdings bleibt dem, der als Student, Diplomand, Doktorand, Habilitierter oder gar Professor (letztere weniger, da aus Gründen, die nachzulesen lohnt) mitspielt, mitunter das Lachen im Halse stecken. Denn oft genug erkennt man sich als Teil eben jenes bösen Spiels, daß die Mitspieler als Räder in einer gnadenlosen Tretmaschine beschreibt. Da ist etwa das paper-Schreiben, eine Art Tanz ums Goldene Kalb, daß der Wissenschaftler betreibt, um Ruhm und Ehre im Feld der Naturwissenschaften zu erlangen. Oft genug prostituiert er sich selbst und seine "Ideale" bei diesem Bestreben, indem er um die Gunst seines Professors buhlt (buhlen muß) und gleichzeitig Hilfswissenschaftler, Diplomanden und Doktoranden aufs ärgste ausquetscht. Warum auch nicht, schließlich war jeder, der halbwegs die Treppen im Turm der Wissenschaft erklimmen konnte, selber einmal ganz unten und mußte schmerzvoll lernen, wie diese ach so hehre Welt funktioniert. Aber der Autor beläßt es nicht bei einer amüsant-radikal-satirischen-polemischen Bestandsaufnahme in der deutschen Forschungslandschaft, vielmehr widmet er den zweiten Teil des Buches Vorschlägen, wie dem Mittelmaß und oft mittelalterlichen Treiben in deutschen Labors gegengesteuert werden kann. Ein Ansinnen, daß sich des erbitterten der Widerstand der wenigen Gewinner dieses Spiels um Eitelkeiten, Etiketten und wissenschaftliche Ergebnisse (auch das!) - den Professoren - sicher sein darf. Da der Rezensent sich selbst zu den Verlierern des Spiels zählen darf, sich aber unverdrossen erhofft, noch auf die Siegerstraße zu gelangen, kann er dem Anliegen des Buches nur vorbehaltlich zustimmen...


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Meinungen: 1, Seite 2



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