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Psychologie der Massen
Gustave LeBon

Rabaka, 2007 - 221 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 12 Bewertungen
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Ein Mensch ist intelligent, eine Gruppe ist dumm...

Den Aufstieg der Nazis, die Verleugnung unserer Vergangenheit nach dem zweiten Weltkrieg und das Phänomen Massenmedien. Es gibt kaum ein Element unserer heutigen Gesellschaft und unserer Geschichte, dass sich nicht mit diesem Buch erklären lässt.

Obwohl es schon über hundert Jahre alt ist, erklärt es auf erstaunliche Weise das Verhalten von Massen. Ein einzelner Mensch ist intelligent, eine Gruppe von Menschen ist dumm. Diese Aussage wird durch dieses Buch auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt.

Jedem, der sich für Politik oder für die Wirtschaft interessiert möchte ich dieses Buch ans Herz legen.


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Le Bon - Begründer der Massenpsychologie in seinem Hauptwerk

Gustave Le Bon avancierte mit seinem Buch „Psychologie der Massen“ zum Begründer der Massenpsychologie. Sein positiver Einfluss auf Psychologie und Soziologie ist unbestritten und wurde nur dadurch etwas getrübt, dass sich Adolf Hitler seines Werkes ermächtigte, um die Massenseele für seine Zwecke zu studieren.

Le Bons Hauptthese konzentriert sich darauf, dass das Individuum in der Masse seine Kritikfähigkeit verliert und Dinge macht, die er als Einzelner ablehnen würde. In der Massensituation kommt es zur „psychischen Ansteckung“ und der Einzelne neigt zu affektivem, primitiv-barbarischen Verhalten.
Der Einzelne gibt in der Massensituation sein individuelles Bewusstsein zugunsten eines Massenbewusstseins auf und lässt seine Handlungen davon leiten. Gefühle, Moral und geistiges Niveau können im Massenkollektiv höher oder niedriger sein als beim Einzelnen. Die Versuchung ist gross, sein eigenes, höheres Niveau auf das Niveau der Masse abzusenken, wodurch ein Volk, welches durch die Masse beherrscht wird, zwangsläufig eine Abwärtsspirale in geistig-kultureller Hinsicht durchmacht, bis die Dekadenzerscheinungen die Kultur zum Untergang zwingt.
Wichtig zu verstehen ist, dass Masse nicht die Summe vieler Einzelmeinungen ist, auch nicht ein Durchschnitt davon, sondern ein völlig eigenständiges Kollektiv. Massenbewusstsein wird nicht durch Denken oder Logik, sondern von Gefühlen und Bildern beherrscht. Es kann zu Hochkulturen, aber ebenso in die Diktatur führen. Die Masse zieht die Täuschung immer der Realität vor. Massen sind nicht durch Beweise zu überzeugen. Und wer die Masse beherrschen und manipulieren will, muss deren Trägheit vor Augen haben.
Le Bon unterscheidet veränderliche und unveränderliche Meinungen, die genauso wie Ideen manchmal ein paar Jahrzehnte, in anderen Fällen –etwa beim Christentum- Jahrhunderte überdauern können. Wer dem Volke, also der Masse, das Schnellerreichbare um sonst vor die Füsse wirft –auch wenn es nur eine Attrappe ist- wird es für sich gewinnen. So absurd die Verheissungen der Machthaber auch sind, das Volk wird es glauben. Je offensichtlicher die Lüge, umso bereitwiller wird es das Volk schlucken. Der Mensch ist dumm, und in der Gesellschaft noch mehr! Grund dafür ist die Angst, die ihm davon abhält der Wahrheit ins Auge zu schauen, weshalb er lieber die Illusion kauft, die ihn zwar nicht vor der Realität bewahren kann, sich dafür aber wie betäubendes Opium um seine Synapsen schlängelt.


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Der Mensch in der Masse - ein Standardwerk des 20. Jhdts.

Paris im Jahr 1870: Die Stadt wird von preußischen Truppen belagert. Der 28-jährige Gustave Le Bon ist Arzt in einem Lazarett und muss miterleben, wie die Soldaten nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern mit Begeisterung in den Krieg ziehen und zu großen Opfern bereit sind. Le Bon stellt sich die Frage: Wie kommt es, dass sich Menschen für Ideen begeistern lassen, die sie kaum verstehen können? Warum lassen sie sich von politischen Strömungen blind mitreißen, hängen heute diesem und morgen jenem Anführer an, ohne nachzudenken? 25 Jahre später legte er seine Gedanken zu diesem Thema in seinem Hauptwerk "Psychologie der Massen" dar. Der heutige Leser liest Le Bons Abhandlung mit gemischten Gefühlen, reibt sich an Begriffen wie "Rasse" oder "Volksseele" ebenso wie an den zahlreichen unbegründeten, oft genug polemischen Behauptungen des Autors. Andererseits kann man Le Bon im Zeitalter der Massenmedien und der Massenkultur manchmal eine erstaunliche Treffsicherheit und Aktualität bescheinigen - einige seiner Analysen könnten auch aus dem 21. Jahrhundert stammen.


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Sehr gut und verständlich geschrieben

Ich habe dieses Buch in der Kaserne als Laie gelesen, ohne irgendein Vorwissen über die Psychologie und es hat mir sehr gefallen. Die übersichtliche Kategorisierung der Kapitel, die vielen abgedeckten Themen und Punkte der Massenpsychologie bereiten einem ein nachdenkliches Lesevergnügen.

Um das Vorwort verstehen zu können muss man leider ein "Kenner der Materie" sein, denn ansonsten verstärkt sich die Langeweile. Das negative Gefühl, dass einem viel von Hofstätters Ausführungen abhanden kommt, kann einem die Lust an den Hintergründen des Buches vermiesen.

Das Buch an sich ist leicht zu verstehen und sehr gut zu lesen. Auch wenn sich die Zweifel an der Demokratie verstärken, hat man bislang keine "bessere" Regierungsform gefunden.


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Ein Muß für alle die lesen können...........

Le Bon's Buch habe ich schon im Alter von 16 Jahren gekauft, weil ich wissen wollte, was die großen Fanatiker dieses Jahrhunderts (Hitler und Goebbels) so eingehend studiert hatten. Damals verstand ich das Buch noch nicht. Lediglich eines wurde mir klar: Was diese beiden in Ihrer Zeit zur Perfektion betrieben haben, nämlich die Massen zu verführen und lenken, wurde von Le Bon auch aufgrund der Studien der französischen Revolution zu Papier gebracht - lange bevor jemand "Wollt Ihr den totalen Krieg" schrie.
10 Jahre später las ich das Buch nochmals, und vieles wurde mir klar. WERBUNG-MARKETING-HYSTERIE um POPSTARS-BÖRSEEREIGNISSE-MOBING - sprich die irrationalen Verhaltensweisen (oder auch die Dummheit) von Menschen in größeren Gruppen. Jeder der sich nur irgendwie mit den Verhaltensweisen der Menschen beschäftigt, oder auf der Suche nach den Ursachen seiner eigenen Entscheidungen ist sollte dieses anfangs etwas schwieriger zu lesende Buch erwerben. Es ist ein Meilenstein, von dem ich glaube, dass viele Entscheidungsträger auch heute noch sehr intensiv dieses Buch studieren und anwenden. Finger weg von diesem Buch, wenn Sie die Wahrheit nicht vertragen oder diese lesen wollen. Dieses Buch wurde übrigens schon um 1900 geschrieben-über hundert Jahre haben wir nichts dazugelernt....


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Meinungen: 1, Seite 2, 3



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