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Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Natja Brunckhorst, Thomas Haustein

Euro Video, 2000

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 71 Bewertungen
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vorher umbedingt buch lesen!!!

der film ist an sich schon lang, deswegen wurde auch einiges weggelassen, sonst wäre er zu "langatmig" geworden. aber er zeigt dafür andere szenen detailiert genug.
ich war mit der bild- und tonqualität nicht zufrieden. die bilder sind fast alle sehr dunkel, und man muss den ton ziemlich laut drehen, damit man auch versteht was die schauspieler sagen, denn manchmal wird genuschelt oder sie reden in dem berliner dialekt..
jedenfalls muss man vorher umbedingt das buch gelesen haben, damit man sich im film auch gut auskennt, denn es wird sehr wenig gesagt.. am ende reden die schauspieler fast gar nicht, was zeigt zwischen junkies gibt es nicht wirklich eine kommunikation..
insgesamt aber ein beeindruckender und zugleich schockierender film! am ende bleibt man mit einem flauen gefühl im magen.


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Ich war dabei

Als Stammgast der Diskothek SOUND von 1975 bis 1981 kann ich den Film nur vollinhaltlich bestätigen. Ein Detail an das ich mich gut erinnere, im Film aber nicht so gut rauskommt: die über dem Griff abgesägten WC-Türen. Das war am Anfang gewöhnungsbedürftig, insgesamt aber eine wichtige, für Einige eine lebensrettende Maßnahme. Drücker konnten dadurch rechtzeitig rausgeholt werden (siehe Film, ca. 0:11.00). Treffend dargestellt ist auch die Änderung im sprachlichen Bereich "Szene-Sprache", so wie das im "normalen" Leben auch ist (bei Computer-/Technik-/Auto-/Freaks, ...).
An Christiane Vera F. kann ich mich noch erinnern, im SOUND habe ich sie einige Male gesehen. Beim Abholen eines Bahnexpress Pakets am Bahnhof Zoo war ich sehr überrascht bekannte Gesichter aus Sound zu sehen. Vorher dachte ich die reden nur davon um Eindruck zu schinden und ihre persönliche Entwicklung in Richtung Erwachsenwerden zu dokumentieren.
Hilfe für Süchtige gab es damals (außer im Krankenhaus, Bonhoeffer-Klinik) durch Entzugshilfevereine wie Narkanon (ein Ableger von Scientology Church, dort war Christiane, kommt im Buch vor aber nicht im Film) und Synanon. Synanon gibt es - nach massiven finanziellen Turbulenzen - noch immer. Die Erfolgschancen waren damals bei Synanon recht gut, ich würde auch heute noch Freunde oder nahe Angehörige Synanon anvertrauen. Ganz einfach, weil sie Freunden von mir geholfen/ihnen das Leben gerettet haben.
Mein Lieblingskapitel im Film ist "voll drauf", im Bahnhof Zoo relativ zügig gedreht mit Laienschauspielern und daher sehr authentisch.
Würde ich Leuten von damals begegnen, wie würde ich sie behandeln? wie Geschwister, wir waren ja so etwas wie eine Familie. Im Gegensatz zu den Anmach-Diskos (zB Flash-Point, ohne Mädels anmachen wäre man da gleich dem anderen Ufer zugeordnet worden) gab es im Sound einen eher geschwisterlichen Umgang.
Für mich ist das ein Dokumentarfilm und die Schilderungen sind keineswegs übertrieben.


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Ein Standardwerk unter den Milieustudien

Was die Leute immer mit ihrer Buchtreue haben...
Es gibt kaum ein Buch, das sich vollständig verfilmen lässt, da der Spannungsbogen einer erzählten Geschichte sich in den seltensten Fällen Eins zu Eins in eine dargestellte Geschichte umsetzen lässt. Das ist auch gut so, denn so machen Buch und Film einander kein Terrain abspenstig, sondern können prima nebeneinander koexistieren.
Ich habe Buch und Film in den frühen 80er Jahren zum ersten Mal gesehen bzw. gelesen und empfand den Film durch die drastische Darstellung von Leid, Dreck und Ausweglosigkeit als die abschreckendere Variante. Außerdem nervte mich am Buch die coole Szenesprache und der abgehackte Stil, in dem Christiane F. die Geschichte erzählt. Is halt eher Doku als Literatur.
Der Film hingegen geht mittlerweile schon als verdammt wichtiges Werk durch. Die düstere Atmosphäre und die kühle Tristesse der Mauerstadt in den 70ern kommen verdammt gut rüber und ziehen einen immer wieder in ihren Bann. Das wird natürlich auch durch die Musik von David Bowie unterstützt, die wie für diesen Film gemacht scheint. Zur Zeit der tatsächlichen Handlung waren diese Platten zwar noch gar nicht gepresst, aber egal. Die Musik ist schließlich zu einem großen Teil in Berlin geschrieben und aufgenommen worden, drum passt's halt so gut.

Meiner Meinung nach sollte der Film in jedem Schulunterricht mal gezeigt worden sein (was in meiner Generation nicht nötig war - wir haben uns so was auch freiwillig angetan), denn auch wenn die Verhältnisse im heutigen Berlin etwas anders sein mögen, die Subkultur der Drogenszene und die Gefahr in sie hineinzugeraten existieren noch immer.
Bliebe noch zu sagen, dass der Film in keinster Weise moralinsauer daherkommt. Es wird einfach nur dargestellt, was passiert, wenn man harte Rauschdrogen in eine labile Gesellschaft einführt, die auf die Wirkung und die Folgen des Zeugs einfach nicht vorbereitet ist.



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leider unvollständig

POSITIVES:
- sehr sehr gute schauspieler, besonders die "christiane"
- realistische kulissen
- tolle musik
- offen und ehrlich
NEGATIVES:
- leider fehlt der anfang (alles wird nur kurz erwähnt, aber nicht gezeigt. wie sie z.b. nach gropiusstadt gezogen sind, etc. außerdem wird das evangelische jungendhaus komplett ausgelassen) deswegen schon mal 1 punkt abzug
- es fehlen leider auch alle szenen mit christianes vater. deswegen auch ein punkt abzug

insgesamt ein sehr guter film, das buch ist jedoch besser. wer nur den film gesehen hat und das buch noch nicht gelesen hat, sollte es auf alle fälle lesen. wer nur das buch gelesen hat und sich überlegt, den film zu kaufen, nur zu. erwartet euch aber nicht zu viel.


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Hart, schockierend, atmosphaerisch

Christiane F. - Dies ist also die Verfilumg zum erschuetternden Buch aus den 70ern.

Nicht weniger erschuetternd ist auch der Film.
Hervorragend umgesetzt, nicht gerade mit einer immens hohen Spannungskurve, was aber auch nicht erforderlich ist, aber mit viel Gefuehl, trauriger, beaengstigender und gefaehrlich wirkender Atmosphaere und trotz ihres Alters erstaunlich guten Schauspielern.

Von denen ist natuerlich an erster Stelle Natja Brunckhorst (Christiane F. spielend) zu erwaehnen. Kaum zu glauben, dass ein so junges Maedchen so ueberzeugend ein Drogenabhaengige mit all ihren Problemen verkoerpern kann!
Man fuehlt richtig mit ihr und ist am Ende froh, dass man selbst nicht so ein Leben gefuehrt hat, vor allem, da diese Geschichte
eine wahre Begebenheit ist!

Deer ganze Film ist duester und trist gehalten, mit negativ auswirkender Filmmusik und vielen dunkelen Gestalten im Berlin der 70er und 80er Jahre.
Alles in allem eine Atmosphaere ohne Lichtblicke, von der man selber traurig und bedrueckt gestimmt wird.

Dazu traegt auch die nicht uebertriebene Gewalt, oft psychische aber auch aeusserst brutale (Sado-Masochistische Szenen, detailliert dargestelltes Injizieren von Heroin,...) Gewalt, bei.
Nich umsonst ist dieser Film in vielen Laendern restricted und ohne Jugendfreigabe!

Nachdem wir den Film in der Schule gesehen haben (10. Klasse), sind alle erstmal ein paar Minuten wie versteinert sitzengeblieben, weil dieser Film und die Geschichte einen wirklich mitgenommen hat!

Nichtsdestotrotz ein handwerklich sehr guter Film mit erstaunlich guten Akteuren und viel, viel Tragik und Gewalt!

Auch wenn das Buch mehr Details enthaelt - bei einer Laufzeit von 135 Min kann man micht von zu knapp erzaehlter Story sprechen!





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Meinungen: 1, 2, 3, 4, Seite 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14



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