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Sturz ins Leere
Joe Simpson

Oesch Verlag, 2003 - 261 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 35 Bewertungen
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Ein Wunder

Ergriffen legte ich das Buch bei Seite, nachdem ich es in einem Zug gelesen habe. Ich konnte es einfach nicht beiseite legen, viel zu Ergriffen war ich von den Ereignissen. Schonungslos offen berichtet Joe Simpson von seinen Gefühlen und Ängsten. Bewundernswert sein starker Wille und die Kraft, diese entsetzliche Schmerzen zu ertragen. Mein Herz ging schneller als er in naher Ferne das Basislager erahnen konnte...aber die Ungewissheit, was ihn dort erwarten würde...ich fühlte so intensiv mit...
Ein Buch, welches sicherlich vom Autor viel Mut erforderte, auf eine Zeitreise zu gehen in eine Situation, die sich kein Mensch als Real vorstellen könnte und die er doch erlebt und vor allem überlebt hat. Ein Wunder ! Ein MUSS für jeden Alpinisten.


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Unbeschreiblich, unglaublich, ergreifend, einzigartig. Eine Reise an die Grenze der menschlichen Belastbarkeit.

Joe Simpson und Simon Yates wollen den Andengipfel Siula Grande über die bisher unbezwungene Westwand besteigen. Sie machen sich auf die Reise und errichten ihr Basislager im Schatten der Anden. Für die Besteigung setzen sie zwei Tage an und erreichen tatsächlich am ersten Tag, nach schwierigem Aufstieg, den Gipfel. Dann schlägt das Wetter um und die beiden Briten versuchen eine schnelle Abstiegsroute zu finden. Joe stürzt dabei unglücklich und zerschmettert sein Bein. Der Unterschenkelknochen wird in die Kniescheibe getrieben und zersplittert diese. Simon versucht Joe ins Tal abzuseilen, obwohl er sicher ist, dass sein Freund dem Tod geweiht ist. In einer stürmischen Nacht seilt er Joe über einen Abgrund hinab und dieser hängt hilflos im Nichts. Simon kann das Gewicht nicht mehr halten und durchschneidet das Seil. Joe stürzt 30 Meter tief und verschwindet in einer Gletscherspalte. Spätestens jetzt gibt es keinerlei Chance mehr auf ein Überleben. Aber Joe lebt. Und er gibt nicht auf. Während Simon sich völlig entkräftet ins Basislager schleppen kann, im sicheren Glauben Joe sei tot, beginnt Joe Simpson einen einzigartigen Kampf ums Überleben. Wie er es schafft, dem Tod zu entgehen, dass ist selbst in der abenteuerlichen Welt der Bergsteiger eine atemberaubende Geschichte; ja vielleicht eine DER Geschichten aus dem Bergsport überhaupt.

Sturz ins Leere lebt von einer Dramaturgie, die nur das Leben schreiben kann und Joe Simpson hat seine Geschichte gekonnt und stilsicher aufgeschrieben. Wer dieses Buch zu lesen beginnt, wird es nicht wieder aus der Hand legen. Die dazugehörige Filmdokumentation ist genau so sehenswert, wie das Buch lesenswert ist. Ich hatte zuerst den Film gesehen und konnte nicht glauben, dass es dabei um eine wahre Geschichte ging. Danach musste sofort das Buch her und es steht der Verfilmung in nichts nach. Hervorragender Stoff für ein komplettes Lesevergnügen. Aber auch gleichzeitig eine ergreifende Dokumentation über Schmerz, Leid und die Widerstandsfähigkeit eines Menschen. Einzigartig!


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Auf Messers Schneide

Das Buch ist ohne jeden Zweifel äußerst spannend. An zwei Abenden hatte ich es ausgelesen. Die Story der beiden Bergsteiger, von denen der eine das Seil durchschneidet, an dem der andere hängt, ist fast unglaublich. Beide schaffen es zurück vom Berg in die Zivilisation - der eine unter unvorstellbaren Schmerzen, die sich beim Lesen auf einen zu übertragen scheinen, so anschaulich werden die Strapazen und die Qualen geschildert.

Zwischendurch habe ich mich immer wieder gewundert, wie man so leichtsinnig einen Berg besteigen kann, was die Ausrüstung betrifft, die Absicherung und die Planung insgesamt. Aber vielleicht ist das bei 25-jährigen Bergsteigern so? Einmal schreibt Autor Joe Simpson sogar: 'Wie dumm, sich mit der Masse aus Schnee und Eis und Fels messen zu wollen'. Lange hat die Erkenntnis nicht gedauert: Joe Simpson klettert noch immer.

Wahrscheinlich begebe ich mich auf dünnes Eis, wenn ich die allgemeine Harmonie durchbreche, die hier unter den Rezensenten zu herrschen scheint und dem Buch 'nur' 4 Sterne gebe.
Aber mehr ist leider nicht möglich, zu schlecht ist die deutsche Übersetzung von Jürg Wahlen: bei ihm sprüht ständig etwas. Meist ist es der Schnee, hin und wieder das Sonnenlicht. So gut ist das Bild von 'sprühendem Schnee' wirklich nicht, dass man es geschätzte 150 Mal lesen möchte. Dafür rieselt bei ihm das Wasser. Von Grammatik hält der Übersetzer anscheinend auch nicht viel: immer wieder schreibt er 'so weit ALS möglich', 'so schnell ALS möglich'. Der Übersetzer erfindet auch Worte: dösig, schneeig, ...
Nicht-Bergsteiger haben es außerdem etwas schwierig, weil ständig Fachbegriffe vorkommen, die nirgends erklärt werden: Riefen, Nocken, traversieren usw. Ein Anhang mit ein paar Fachbegriffen wäre nett gewesen!

Es gibt übrigens einen ebenfalls empfehlenswerten Film mit dem gleichen Titel, in dem die drei Bergsteiger in Interviews ihre Story erzählen. Dazwischen gibt es realistisch nachgestellte Szenen in Nahaufnahmen.

Wer also ein überaus spannendes Buch lesen möchte und dabei über eine schlechte Übersetzung hinwegsehen kann, wird dieses Buch genießen. Es ist auch für Nicht-Bergsteiger extrem packend!


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Hält was es verspricht

Wer sich dieses Buch kauft weiß meistens schon genau was ihn erwartet. Allerdings ist alles so geschrieben das man wirklich mitlebt und mitfiebert. Bereits nah 30 Seiten ist man so im Banne der Geschichte das man alles auf einmal lesen möchte. Dank der genauen Schilderungen, sei es von Empfindungen oder von Felsen, komt es einem so vor als wäre man selbst mit in der Wand. Super Schreibstil vom NICHT-Schriftsteller sondern BERGSTEIGER Simpson.

FÜR BERGFREAKS EIN MUSS !!


Spannender als jeder Abenteuerroman ...

Joe Simpson und sein Freund Simon Yates wollen in den peruanischen Anden eine Erstbesteigung wagen. Joe stürzt ab, zerschmettert sich das Knie und wird über eine lange Strecke von Simon den Berg hinab abgeseilt. Nach einem weiteren Absturz wähnt Simon seinen Freund tot und schneidet das Seil, das beide verbindet durch, um wenigstens sich selbst zu retten.

Das hört sich brutal an, war in diesem Fall aber eben die einzige Möglichkeit. Schonungslos ehrlich schildern die beiden Ich-Erzähler ihre Gedanken in den betreffenden Momenten. Absolut beeindruckt bin ich von Joes Kampf ums Überleben, obwohl die Aussicht es zu schaffen nicht wirklich groß war.

Obwohl man als Leser sich ja schon denken kann, dass die ganze Sache im weitesten Sinne gut ausgeht, bleibt die Spannung bis zum letzten Moment erhalten, man fiebert und leidet mit Joe.

Ein gigantisches Buch ...


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7



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