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Die Pfeiler der Macht
Ken Follett

Lübbe, 1996 - 636 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 113 Bewertungen
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So muß eine Geschichte sein!

Die Pfeiler der Macht ist eines der besten Werke, die ich von Ken Follett bisher gelesen habe! Die Atmosphäre ist sehr dicht durch die Präzise Darstellung und den mitreißenden Schreibstil, es gibt nicht eine langweilige Stelle, man kann dieses Buch ganz im Ernst an einem Stück lesen, wenn man die Zeit hat. Die Handlung baut sich meisterhaft auf, die Wendungen sind nicht vorhersehbar.

So muß eine Geschichte sein! Schade, daß Ken Follett nur wenige derartige Leistungen vollbracht hat. Auch Die Säulen der Erde können nicht ganz mithalten.


Trivialliteratur mit Unterhaltungswert

Mir hat der Roman nicht so gut gefallen, wie den meisten Rezensenten hier. Über den Inhalt will ich gar nichts weiter schreiben, der ist ja sicher bekannt. Ich fühlte mich beim Lesen des Buches häufig an eine Daily-Soap erinnert. Wenn man eine solche Serie täglich verfolgt, erhält man immer und immer wieder die gleichen Informationen, damit auch Neueinsteiger, oder jemand, der eine Folge verpasst hat, den Zugang zur Sendung findet. Genauso ist es bei Follett. Er wiederholt ständig, wenn ein Name auftaucht, um wen es sich handelt und was diese Person auszeichnet. Mir kam es so vor, dass Follett sich an Leser richtet, die unaufmerksam sind und sich nichts merken können. Das hat den Lesefluss natürlich stark beeinträchtigt.
Auch die "Intrigen" der Augusta fand ich weniger spannend als vielmehr langweilig und vorhersehbar. Da hätte sich der Autor sicher bessere Methoden einfallen lassen können, um den Leser zu fesseln.
Die drei Sterne gibt es dafür, dass das Buch dennoch eine recht kurzweilige Urlaubslektüre ist. Allerdings auf ziemlich trivialen Niveau.


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Genial, ich bin begeistert!

Selten hat mich ein Buch so sehr begeiestert und mitgezogen wie dieses. Die Story ist genial! Kleine Schwächen gibt es trotzdem. Diese liegen meiner Meinung nach darin, dass nach etwa der Hälfte der Autor so gut wie nach jedem Absatz eine Bombe platzen lässt und man sich irgendwie schon fragt ob man nicht in einen Action Film mit Bruce Willis geraten ist. Jedoch sind diese bei der grandiosen Erzähltechnik schnell vergessen.
Den Inhalt zusammenzufassen erspare ich mir im Hinblick auf so viele Vorredner. Nur so viel: unbedingt lesen. Ich hoffe ich finde noch so ein annähernd gutes Buch von ihm.


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Nur zu empfehlen

Dieses Buch gehört zu den besten, die ich überhaupt gelesen hab.
Ich war beeindruckt von der Entwicklung der Charaktere durch das ganze Buch. Man versteht warum und wie sich Personen mit der Zeit verändern. Der Leser kann dabei mitfühlen und selbst dem schlechtesten Charakter Verständnis für seine Entscheidungen abgewinnen.
Es gibt einen überaus spannenden Handlungsstrang, der einen mitfiebern läßt. Man möchte diese Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Wie immer gibt es viel Hintergrundwissen zur Zeit und den Geschäften dieser. Es ist einfach sehr zu empfehlen.


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Solides Buch

Das Buch ist sehr solide geschrieben und liest sich auch recht gut und flüssig. An "Die Säulen der Erde", wie ich nun schon desöfteren gehört und gelesen habe, reicht es aber bei Weitem nicht heran.
Hier ist alles so - vorhersagbar. Spätestens nach dem zweiten Ränkespiel der bösartigen Protagonistin Augusta weiss man bereits wie alle weiteren Intrigen verlaufen werden: zuerst erreichen sie das gewünschte Ziel, werden dann aber irgendwie glattgebügelt und am Ende bekommt sie die entsprechende Quittung dafür.
Alles in Allem keine wirklich fesselnde Story, obwohl Zeit, Ort und Thema der Handlung durchaus viel mehr Potential hätten.
Ich würde das Buch freiwillig jedenfalls nicht nocheinmal lesen.


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



Schon der erste Satz im Roman von Ken Follett gehört zu den Anfangssätzen, bei denen einfach alles stimmt. Wie mit einem unsichtbaren Sog wird der Leser in die Handlung des Buches hineingezogen: "An jenem Tag, an dem die Tragödie ihren Lauf nahm, standen alle Schüler der Windfield School unter Hausarrest und durften ihre Zimmer nicht verlassen."

An einem heißen Nachmittag im Jahre 1866 unternimmt eine kleine Gruppe von Jungen unerlaubterweise einen Ausflug zu einem Badesee. Für einen der Buben endet der Ausflug tödlich. Sein Tod wird vertuscht, doch noch Jahre später geistert dieses Unglück immer noch durch das Leben seiner Kameraden. War es ein Unfall? Ein dummer Jungenstreich oder war es ein kaltblütig geplanter Mord?

Der Unfall spielt hinein in das große und angesehene Bankhaus Pilaster. Mittelpunkt der traditionsbewußten Bankiersfamilie ist Augusta Pilaster, die mit allen Mitteln dafür sorgt, daß ihr Sohn auf keinen Fall in Zusammenhang mit dem unglückseligen Badeunfall gebracht wird.

Augusta ist der erste weibliche Bösewicht aus der Feder von Ken Follett. Sie ist eine faszinierende, herrlich bösartige Frau, die bei ihren Mitmenschen ein ungeahntes Potential an krimineller Energie entfachen kann. Die Mitglieder und Freunde der Familie umkreisen Augusta wie Planeten. Sie werden von ihr mit unbeschreiblicher Kraft angezogen und können sich ihrem Bann nicht entziehen. Augusta gibt ihrem Leben die Richtung, allerdings nicht immer zum Besten der Betroffenen, sondern sie spinnt ihre feinen Intrigen nur zu ihrem eigenen Vorteil.

Alles was sie will, ist Macht -- und die um jeden Preis. Das dafür notwendige Geld hat sie schon, denn sie ist mit dem geachteten Bankier Joseph Pilaster verheiratet. Augusta träufelt ihr Gift wohl dosiert und beständig in den Kreislauf der Familie und Follett beschreibt auf seine unvergleichliche Art, wie es langsam, aber dennoch tödlich wirkt. Ken Follett hat sich nach seinem grandiosen Mittelalterepos Die Säulen der Erde nun dem England des 19. Jahrhunderts zugewandt. Übrigens sind sich die beiden Titel nur auf deutsch so frappierend ähnlich. Im Original heißt das neue Buch viel passender A Dangerous Fortune.

In seinem Roman Die Pfeiler der Macht schildert er das viktorianische England mit seiner sozialen Ungerechtigkeit, der vorgeschobenen Prüderie, der Prostitution und der aufkeimenden Frauenbewegung. Ken Follett gelingt es meisterhaft, historisches Zeitkolorit mit fesselnden Charakteren zu verbinden. Für den Leser ergibt das einen gelungenen Lesecocktail. Ganz besonders schön sind die Buchkunstarbeiten. Es sind Illustrationen und Vignetten von Achim Kiel, die die Atmosphäre des viktorianischen Londons einfangen. Erfreulich ist, daß es immer noch Verlage gibt, die auf solche Schmankerl für den Leser nicht verzichten. --Manuela Haselberger


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