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Das schwarze Blut
Jean-Christophe Grangé

Lübbe, 2008 - 541 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 100 Bewertungen
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Spannend & außergewöhnlich

Ein spannendes Buch, das sich in seiner sprachlichen Qualität angenehm von anderen des Genres abhebt. Wenngleich die Entwicklung der Story erst einmal ganze 200 Seiten einnimmt, erreicht sie dann auf den folgenden Seiten rasant ihren Höhepunkt. Über das Ende der Geschichte mag man geteilter Meinung sein. Einzelne Teile sind zudem etwas unlaubwürdig. Die Charakteren werden ausführlich und glaubhaft beschrieben, die Schauplätze sind vielfältig und man erhält interessante Einblicke in die Länder Südostasiens sowie in die Gedankenwelt des Freitauchens. Ein gutes Buch, das drei bis vier Sterne verdient hat.


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Eine explosive Mischung aus krimineller Energie und Wahnsinn!

Um es geradewegs vorweg zu nehmen: Jean-Christophe Grange mutet dem Leser einiges zu! "Das Schwarze Blut" ist garantiert nicht für jeden Geschmack oder für jemand mit schwachen Nerven - nur für Hartgesottene!
Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt das Buch von Mord, Blut und Wahnsinn ... Wer sich allerdings auf die Geschichte einlässt, wird belohnt mit einer rätselhaften, aber psychologisch sehr fundiert aufgebauten Handlung, deren Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite reicht. Ein perfektes Verwirrspiel mit unvorhersehbarem Verlauf und ein Ende mit Gänsehautfeeling war mehr als überraschend für mich!

Story: Jacques Reverdi mit einer glorreichen Vergangenheit als Freitaucher wurde unter Mordverdacht aus einem psychiatrischen Krankenhaus von Ipoh (Malaysia) in das Staatsgefängnis Kanara verlegt. Dort wartet er auf seinen Prozess und seine
Verurteilung ...
Sonderberichterstatter der französischen Zeitung Le Limier Mark Dupeyrat, der in seiner bisherigen Laufbahn als Journalist ein leidenschaftliches Ermittlertalent entwickelte, verfolgt Reverdis Spur, ob noch weitere Leichen seinen Weg pflastern ...
Mark wird von seiner Leidenschaft ganz und gar gefangen genommen. Es grenzt schon an eine Art Besessenheit, wie er das düstere Geheimnis das hinter Reverdis Morden steckt, zu lüften versucht. Bei seiner Recherche nach dem Wesen des Verbrechens nehmen bei ihm Serienmörder einen eigenen Platz ein. Für Mark sind sie wie Rohdiamanten - ungeschliffene Steine. Bei ihnen findet man weder Nebenmotive wie blinde Raserei noch Panik in letzter Minute. Keinen Zustand der Erregung, der die mörderische Tat erklären könnte, ausser Wahnsinn und der nackte Tötungstrieb ... Mark will sie verstehen und ist verzweifelt erpicht darauf, in ihren Kopf einzudringen. Allerdings ahnt er nicht, dass er von einem Sumpf aus krimineller Energie und gruseliger Vergangenheit angezogen wird. Was er vor hat, ist nicht ganz ungefährlich weder für ihn noch für Elisabeth, die er eigentlich erfunden hat ... mehr will ich hier nicht verraten.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar. Geschrieben in einer schönen Sprache, die für einen Krimi ungewohnt poetisch klingt.
Ein sehr gelungenes Buch und auf jeden Fall seinen Kauf wert, aber wie gesagt - nur für Hartgesottene.


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Nicht das beste Hörbuch von Grange

Nach dem "Flug der Störche" war ich richtig heiß auf das nächste Hörbuch von Grange. Allerdings wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Das Hörbuch ist bei weitem nicht so blutrünstig und ekelig, wie hier teilweise beschrieben. Es dauert sehr lange, bis sich eine gewisse Spannung aufbaut, meistens plätschert die Geschichte nur so vor sich hin. Die Story ist relativ leicht zu durchschauen und auch nicht besonders glaubwürdig. Alles in allem höchstens 3 Sterne.


Fesselnd

Ein packendes Buch, das in die Abgründe der menschlichen Seele zeigt. Durch den schnellen Szenenwechsel (fast 100 Kapitel) gelingt es Grange eine große Spannung aufzubauen.

Sicher nicht mein letztes Buch von diesem Autor.


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



Der Pariser Gerichtsreporter und Sensationsjournalist Mark Dupeyrat hat schon einiges in seinem Leben gesehen. Doch nicht die oberflächlichen Boulevardgeschichten und falschen Zeitungswahrheiten nagen an seinem Gewissen, sondern der unerklärliche Mord an seiner Geliebten Sophie, die vor Jahren während eines gemeinsamen Sizilienurlaubs Opfer einer genauso sinnlosen wie brutalen Bluttat geworden war. Seither lässt ihm die Frage nach dem wahren Wesen des Bösen keine Ruhe mehr.

Als ihm angeboten wird, über den berühmten Tiefseetaucher Jacques Reverdi zu berichten, der inzwischen als Serienmörder in einem malaysischen Gefängnis auf sein Todesurteil wartet, wittert er die große Story. Doch bald realisiert Mark, dass er sich mit den gewöhnlichen Mitteln des Journalismus der „Bestie“ nicht wird annähern können. Deshalb erfindet er in einer teuflischen Eingebung „Elisabeth“ und schlüpft damit in die Rolle einer wissbegierigen jungen Frau, die zu Reverdi mit viel subtileren Mitteln Kontakt aufnehmen kann. Mit einigem Einfallsreichtum verleiht er „Elisabeth“ eine eigene Identität und mit der gestohlenen Fotografie eines befreundeten Models, der jungen Khadidja, zudem auch eine sehr reizvolle Authentizität.

Und die Falle schnappt zu. In einem wahren Katz-und-Maus-Spiel führt der Serienmörder nun aus dem Gefängnis heraus Mark mit geheimen Botschaften in sein makabres Universum des Bösen ein. „Elisabeth“/Mark folgt der Blutspur seiner bizarren Ritualmorde quer durch Südostasien. Doch Marks kaltschnäuziger Plan hat unerwartete Folgen. Reverdi durchschaut sein Lügenspiel, und während Mark in Paris bereits an seinem Bestseller schreibt, sieht Reverdi in Kuala Lumpur keineswegs dem Tod in die Augen, sondern schafft es in einer waghalsigen Aktion, aus dem Gefängnis zu entkommen ...

Das schwarze Blut ist die tragische Geschichte eines Journalisten, der von der Faszination des Bösen geradezu verzehrt wird. Und angesichts der Verve und kaltblütigen Ironie, mit der Jean-Christophe Grangé seinen Reporter des Satans beschreibt, möchte man dieses Buch auf das Kopfkissen so manchen Sensationsjournalisten legen. Sein Blick in den Spiegel am nächsten Morgen wäre sicher aufschlussreich.

Jean-Christophe Grangé legt mit Das schwarze Blut erneut einen subtilen und intelligenten Psychothriller vor. Das wirkt routiniert. Dennoch sollte man über seine rasante Handlung, die sich teilweise ziemlich überschlägt, nicht die versteckten Qualitäten des Autors übersehen: Grangé ist nicht nur ein Meister der Hochspannung, sondern bietet hier wie schon in Der Flug der Störche oder Das Imperium der Wölfe beeindruckende Milieuschilderungen und tiefgründige Erzählwelten. Kurz: Konzentrierte Hochspannung à la française! --Robert Schmidt


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