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Ausgebrannt
Andreas Eschbach

Lübbe, 2008 - 750 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 133 Bewertungen
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Gemischt...

Nach "Eine Billion Dollar" und "Das Jesus Video" waren die Erwartungen an das Buch - zugegebenerweise - etwas hoch und wurden vielleicht auch daher schneller enttäuscht, als es bei einem anderen Autor der Fall gewesen wäre.

Leider muss ich mich der Kritik einiger anderen Rezensenten anschließen, dass gerade das letzte Drittel des Buches teilweise "uninspiriert" wirkt, teilweise Charaktere und alte Handlungsstränge wieder verwoben werden, ohne das dies notwendig wäre, leider dadurch gleichwohl eher zu einem "Och nö, das muss doch jetzt nicht sein" führt.

Der Grundgedanke des Buches ist, wie zumeist von Eschbach, gut gewählt und interessant. Auch merkt man, dass das Thema gut recherchiert wurde. Leider ergeht sich der Autor dann in überflüssig langen Passagen von unnötigen Beschreibungen - eine Tatsache, die auch schon an "Eine Billion Dollar" nachteilig war, aber dort nicht so stark ins Gewicht gefallen ist, wie bei diesem Buch. Wenn stattdessen lieber auf offene, interessante Handlungsstränge (wieder) eingegangen würde, wären die Geschichten wohl vielschichtiger, spannender und "schneller" und mit mehr "Drang" - so aber schaut man doch immer wieder mal nach, wie viele Seiten das Kapitel eigentlich noch hat.

Alles in allem ist das Buch also lesenswert, aber bisher auch leider mein persönlicher Tiefpunkt in der Reihe der Eschbach-Bücher. Für den Preis hat man aber auf jeden Fall ein paar Tage eine nette Unterhaltung, wer jedoch bisher nichts von Eschbach gelesen hat, dem seien eher die vorgenannten Bücher ans Herz gelegt.


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GENIAL

Ich übertreibe zwar ungern weil ich prinzipiell in allem auch das Schlechte sehe aber "Ausgebrannt" ist nich nur einfach Unterhaltungslektüre sondern auch von wirtschaftlicher und zukünftiger Bedeutung, somit kann man über die paar Fehler die es aufweist, hinwegsehen.

Vor dem Lesen des Buches war ich nie an Wirtschaft interessiert, fand es langweilig, eintönig. Erst mit Andreas Eschbachs Hilfe und dessen Denkanstöße bin ich auf den Geschmack gekommen und mittlerweile hab ich das Gefühl selber in dem Buch zu stecken, wenn man mal einen Blick in die Nachrichten wirft. Man liest von Pleiten, Inflationen , angehenden Wirtschaftskrisen und und und..

Dabei ist der springende Punkt, den Eschbach genau getroffen hat, Erdöl. Ohne Erdöl keine Globalisierung, Ohne Erdöl keine Transportmittel für Nahrung etc. Eine Welt ohne Erdöl ist für uns fast unvorstellbar. Sie existiert einfach nicht so wie wir sie kennen und zukünftig haben wollen.

Aber Fakt ist: Es wird passieren. Irgendwann gibt es kein Öl mehr und die Welt muss sehen wie sie klar kommt, schließlich gibt es nichts was man in den Mengen und in der Effektivität mit dem Rohstoff Öl gleichsetzen kann.

"Ausgebrannt" ist für mich jetzt keine "Panikmache" in dem Sinne, sondern eher eine Vorbereitung auf die Zukunft, wie es aussehen KÖNNTE.
Denn schließlich muss es nicht zwangsläufig so kommen, es gibt immer andere Wege die man einschlagen kann. Eschbach arbeitet mit sehr gut recherchierten Fakten und versteht es, sie mit den Elementen eines Thrillers zu kombinieren. Außerdem ist sein Stil klar, sachlich und nicht übertrieben, somit es immer einen realistischen, gut vorstellbaren Kern beinhaltet.
Ich würde es in die Ecke auf meinem Regal stellen, wo sich auch "Der Schwarm" und "Illuminati" befinden, denn es gehört zweifellos zu den bedeutensten Büchern unserer Zeit. Ende.


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Ziel erreicht

Mit "Ausgebrannt" ist Andreas Eschbach ein super guter Roman gelungen. Eschbachs Fähigkeit, ein vielschichtiges und für den Laien schwer durchschaubares Thema absolut verständlich aufzuarbeiten, kommt in diesem Buch wieder voll zum Tragen. Dabei packt er das Ganze auch noch in eine spannende Story, in der stimmige Charaktere agieren.
Trotz Zeitsprüngen und unterschiedlichen Handlungssträngen geht der Gesamtzusammenhang und die Verständlichkeit der Geschichte für den Leser nie verloren.
Die von vielen Rezensenten bemängelte Sprache hat mich in keiner Weise gestört. Ich weiß eine poetische, bilderreiche Sprache durchaus zu schätzen, kann aber bei Thrillern auch gut darauf verzichten, wenn die Geschichte so gut und leicht lesbar ist wie diese.
Ich habe während der Lektüre mehrmals versucht, Inhalte und Ansichten des Buches mit anderen zu diskutieren, was ein Zeichen ist, dass es Eschbach gelungen ist Gedanken und Überlegungen anzustoßen. Ist es nicht genau das, was ein Wissenschaftsthriller will? Also, Ziel erreicht!



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Geht's auch ohne Öl?

Der amerikanische Traum ist für Markus Westermann das hehre Ziel, er will es drüben schaffen, alles dafür tun, dass er möglichst schnell viel Geld verdient. Dass dies auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht so ohne weiteres vonstatten geht, muss Markus schnell einsehen und so ist er mehr als froh, die Bekanntschaft von Karl Walter Block zu machen. Block, österreichischer Öltechniker, behauptet, dass noch ausreichend Öl für alle vorhanden sei, es würde nur stets an den falschen Orten gesucht und gebohrt werden. Er jedoch wisse, wo die wahren Quellen liegen und brauche nur noch einen Financier. Die erste Bohrprobe wird zum Erfolg, die Menschheit atmet auf, denn das Öl wird langsam aber sicher, wirklich knapp. Block und Westermann gründen eine Firma und erlangen quasi über Nacht Weltruhm, auf sie sind alle Hoffnungen gerichtet. Dann geschieht das Unfassbare, ein saudisches Ölfeld versiegt. Die mächtigen Saudis versuchen alles Menschenmögliche, um diese Tatsache zu vertuschen, doch zwecklos es kommt zu massiven Unruhen im Nahen Osten, bald brennt ein wichtiger Hafen. Und plötzlich steht die gesamte Weltwirtschaft Kopf.
Wo sind Markus und Karl?
Was das noch mit folgenden Menschen zu tun hat, das müssen sie schon selber hören es lohnt sich! Ein Ehepaar will sich auf der Schwäbischen Alb, fernab von jeglicher Zivilisation ein riesiges Haus mit Ölheizung kaufen und braucht auf jeden Fall zwei Autos, damit das Kind in die Schule gebracht werden kann und der Mann zur Arbeit kommt.

Andreas Eschbach ist hier eine Geschichte gelungen, die nachdenklich stimmt, die immer wieder durch den Kopf kreist, vor allem in Zeiten, wo die Spritpreise Vielfahrern die Freude am Tanken nehmen. Hervorragend hat der Autor zum Thema Öl recherchiert und verbindet diese Recherchen zu einem packenden, temporeichen und zudem informativen Thriller. Dass es alle treffen kann und wird, zeigt die großartige Auswahl der Charaktere, da ist zum Einen der Möchtegernyuppie Westermann, der CIA-Agent Taggert und zum Anderen die Schwaben, die gerade ein neues Haus gekauft haben. Alle finden sich in der Geschichte wieder, was die Geschichte noch ein Stück authentischer werden lässt. Gekonnt fließen nach und nach alle Erzählstränge zusammen und vervollständigen das Puzzle Ausgebrannt. Die Mischung aus Info- und Entertainment machen Ausgebrannt zu einem der wichtigsten Hörbücher des Jahres...

Dieses Hörbuch sollten möglichst viele Menschen hören, nicht nur die Aktualität des Themas trifft jeden - unser Sprit, unser Öl, wird immer teurer, sondern auch die Umsetzung kann man als hervorragend bezeichnen. Ulrich Noethen besitzt das Talent, den Hörer zu packen, zu fesseln. Er liest diesen Albtraum mit vielen verschiedenen Stimmen, schwäbelt mal gekonnt, spricht wienerisch, texanisch und hat einen arabischen Slang, der seinesgleichen sucht. Noethen setzt diesem so wichtigen Buch das berühmte i-Tüpfelchen auf. Noethen schafft es auch, den etwas schwierigen Anfang mit den verschiedenen Zeitebenen und vielen Menschen, die eingeführt werden, wo der Hörer anfangs nicht weiß, wie diese Menschen zusammengehören können, so zu gestalten, dass man nicht genervt aufgibt, sondern schon so begeistert und gefangen ist, dass man sich dieser Geschichte nicht mehr, oder nur sehr schwer, entziehen kann.

Ausgebrannt ist eine bearbeitete Romanfassung auf acht CDs mit 576 Minuten Spielzeit und wird in einer stabilen Papp-Box ausgeliefert.



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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



Ausgebrannt - das ist Andreas Eschbachs dramatisches Endzeit-Szenario, das uns in die Zeit der versiegenden Ölreserven katapultiert. Wir erleben ein düsteres Szenario, das uns drastisch und spannungsgeladen vor Augen führt, wohin der immer größere Hunger nach Öl führen könnte.

Als Markus Westermann in New York zum ersten Mal amerikanischen Boden betritt, ist das für ihn ein magischer Moment: Endlich ist er im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", wo er ganz groß rauskommen will. Sein amerikanischer Traum scheint jedoch ausgeträumt, bevor er richtig begonnen hat: Seine Firma will ihn entlassen. Zufällig lernt er den Österreicher Karl Block kennen. Der behauptet, mit einer einzigartigen Methode Erdöl finden zu können. Markus Westermann wittert seine Chance und tatsächlich: Die beiden überzeugen eine einflussreiche Risikokapitalgesellschaft und schwimmen bald im Geld. Westermann ist auf der Überholspur - bis nicht nur ihm, sondern auch den Saudis plötzlich das Öl ausgeht. Die Welt, wie wir sie kennen, gerät aus den Fugen.

Andreas Eschbach, bekannt geworden vor allem durch seinen Thriller Das Jesus-Video, weiß, wie man eine spannende Geschichte schreibt. Auch in Ausgebrannt webt er ein Netz aus Personen, Handlungssträngen, Orten und Epochen, das den Leser - ob er will oder nicht - in seinen Bann schlägt. Die Geschichte von Markus Westermann wird dabei erst nach und nach klar - Eschbach arbeitet häufig mit Rückblenden und Zeitsprüngen, zum Teil zu Ereignissen, die weit vor der eigentlichen Erzählung liegen; ganz allmählich weitet sich so die Perspektive. Und indem der Autor viele gut recherchierte Details einarbeitet, stehen plötzlich historisch scheinbar so entfernte Episoden wie der Bau der Bagdad-Bahn und die Terrorflieger vom 11. September 2001 in einem Zusammenhang.

Denn neben den Ereignissen um Markus Westermann erzählt Eschbach auch eine andere Geschichte: die Geschichte der globalisierten Welt, die förmlich am Öltropf hängt, und in der gewiefte Marketingleute, Berater und Finanzexperten mit Milliarden jonglieren. Produktion, Mobilität, Konsum, ja, unser gesamter Lebensstil wären ohne das schwarze Gold schlicht nicht möglich. Was diese Abhängigkeit für uns alle im Ernstfall bedeuten könnte, macht sich aber wohl kaum jemand klar. In Ausgebrannt spielt Eschbach diese Frage bis zum Ende durch - und bietet mit seinem Szenario, das eine ungemütliche Zukunft verheißt, wichtige Denkanstöße. --Holger Sweers, Literaturtest


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