Literatur / Bücher:
•
Das Boot. Roman.
Lothar-Günther Buchheim
DTV Deutscher Taschenbuch
, 1976 - 640 Seiten
durchschnittliche Kundenbewertung:
basierend auf 20 Bewertungen
für weitere Informationen klicken Sie hier
empfohlen!
Unübertroffen
Nachdem die Verfilmung von Buchheims
Roman
Das
Boot
" zu meinen absoluten Favoriten gehört und ich den Film inzwischen mehr als zwanzigmal gesehen habe, habe ich mir nun auch einmal die Zeit genommen, die rund 600 Seiten des Romans zu lesen. Sicher werde ich dies nicht so oft wiederholen wie den Film zu schauen, aber eine spannende, wie packende Erfahrung, die man sich nicht entgehen lassen sollte, ist das Buch ganz sicher. Es geht noch weit über den Film hinaus und bringt dem Leser die Ereignisse an Bord der U96 noch näher, als es ein Film zu leisten vermag. Es braucht zwar ein wenig Durchhaltevermögen, denn Buchheims Schreibstil ist nicht der eines Autoren seichter Unterhaltungsliteratur, aber die wird hier ja auch nicht geboten - hier geht es um mehr. Wie vielschichtig man den Inhalt nun im einzelnen sieht, aus welchem Blickwinkel man an die Geschichte und ihre vielen Facetten herangeht und ob man das Buch lediglich als spannenden Roman oder auch als Zeitdokument sieht, dass muss sicher jeder für sich selbst entscheiden. Ganz gleich wie man es sieht, der Erfolg des Buches ist aus meiner Sicht so oder so gerechtfertigt. Das Buch ist ein absolutes Meisterwerk.
für weitere Informationen klicken Sie hier
packende Stunden
Nachdem ich den Film bis zu zwanzigmal gesehen hatte, interessierte mich das Buch sehr. Dabei haben mir die Bilder des Wolfgang-Petersen-Films gut geholfen, das von Buchheim excellent Beschriebene vor Augen zu bekommen.
Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, wußte ich nicht mehr so recht, was nun die bessere Variante ist, und so stellte ich dann bald fest, daß sich Buch und Film ausgezeichnet ergänzen.
Der Film ist großartig. Sensationell sind die schauspielerischen Leistungen, die Effekte, die Musik - einfach alles.
Im Buch hat mich sehr die Ausdauer Buchheims beeindruckt. Wenngleich oft wenig passiert, weiß besagter Autor doch viel zu erzählen, und so bekommt man bald das Gefühl, zur Besatzung zu gehören, ja man ist selbst Buchheim bzw. Leutnant Werner. Buchheim wird nicht müde. Gleichmäßiger, sehr detailierter Erzählfluß ist sein Markenzeichen. Wenn das Kapitel 'Gammelei' endet, folgt als Überschrift z.B. 'Sturm', aber in diesem Kapitel stürmt es erst viel später, es folgen zunächst weitere Gammelei-Beschreibungen, die letztendlich auch dort an der richtigen Stelle sind.
Buchheim schildert Gerüche, Gedanken, die im Film niemals rüberkommen können. Dabei wechseln sich immer wieder dramatische Dinge mit humorvollen Episoden ab. "Das Geistige kommt hier zu kurz!" meinte der Offizier in der Messe, in der die Kreuzworträtsel über Liebe und Bad gelöst werden, und als in der Straße von Gibraltar wie aus dem Nichts Holzbalken hervorgekramt werden, um den Druckkörper des
Boot
es in 280 Metern Tiefe zu stützen, als alle den Tod vor Augen hektisch durch den Gang rennen, als überall Rufe und Wassergeräusche zu hören sind, schreibt Buchheim mit trockenem Humor: "Hier kommt mal wieder das Geistige zu kurz!" Die Lese-Stunden in Gribraltar hatten mich am stärksten gepackt! Ich vergaß die Zeit und bedauerte es, wenn ich zu lesen aufhören mußte! ... "Tut mir leid!" murmelte der Alte. "Schafft's nicht. Seit Stunden schon ..."
War Buchheim die eigene Koje zu klein, so schildert er sie in schwerer See als zu groß, weil er ständig hin- und herrutschte.
War der Alte mit seinem Pullover im Boot sachgemäß angezogen, so wurde an Bord der "Weser" allzu deutlich, welch vergammelten Pullover er anhatte - und schließlich für jemand Rangniedrigen gehalten wurde.
Es gibt viel zu erzählen. Während im Film nach Gibraltar ein Schnitt folgt, und man ziemlich schnell wieder im Hafen ist, erfährt man im Buch, wie problematisch die Heimreise eigentlich war, daß nur nachts aufgetaucht, am Tage in Sehrohrtiefe gefahren wurde, und daß schließlich ein anderes Boot erwartet wurde, dies aber vernichtet wurde, und nun die U 96 an dessen Stelle in den Hafen heimkehrte. Als Manko sei notiert, daß es offenbar nur ein überzeugtes Parteimitglied gab, was ich mir so nicht recht vorstellen kann, oder daß Buchheim sich immer wieder eine Seite lang mit der Beschreibung des Himmel beschäftigt, und die Wasserbomben-Angriffe hatte ich mir wuchtiger beschrieben gewünscht.
Das Buch ist ein Hammer!
für weitere Informationen klicken Sie hier
für weitere Informationen klicken Sie hier
Sehr gute Darstellung - teilweise sehr langatmig
Ich hatte zuerst die Verfilmung gesehen, welche in der Langversion (6 Stunden) ganz hervorragend ist. Das Buch, welches Vorlage für den Film war, schildert die Charaktäre und Gefühle einer deutschen U-
Boot Mannschaft
im 2. Weltkrieg sehr gut. Keine Show - das ist es, was das Buch auszeichnet, trotzdem ist es die ganze Zeit spannend.
Gestört hat mich die dem Autor eigene Art, manche Dinge sehr langatmig darzustellen (Die Beschreibung der möglichen Farben des Himmels und der See benötigen 1,5 Seiten und lassen kaum einen denkbaren Farbton aus.) In der Fortsetzung des
Roman
s mit dem Titel "Die Festung" steigert Buchheim diese Langatmigkeit bis zur Perfektion.
für weitere Informationen klicken Sie hier
Der Ubootkrieg, so mörderisch und real wie noch nie
Dieses Buch beschreibt die Geschehnisse deshalb so real, weil der Autor selbst Kriegsberichterstatter an Bord mehrerer U
boote war
. So schreibt er also über eigene Erfahrungen und schafft so eine Geschichte, die treffender den Kriegsalltag unter Wasser wohl nicht beschreiben könnte: Die Nervosität der Männer, wenn ein Zerstörer sie mit Wasserbomben jagt, die Todesangst, wenn eine WaBo in der Nähe detoniert, die angespannte Suche nach Schäden, die hastige povisorische Reparatur. Die ständige Frage: werden wir zurückkehren? Denn von 30000 U-Boot-Fahrern der Deutschen Marine kehrten 20000 nicht zurück!
All diese Ängste und die daraus resultierende psychische Belastung werden im Buch großartig beschrieben. Der interessierte Zuschauer kann sich leicht in dieses Leben unter Wasser hineinversetzen. Er erlebt, wie der U-Bootkampf wirklich war: nicht heldenhaft und aufregend, wie die Regierung die jungen Soldaten lockte, sondern gefährlich und langwierig. Tage- und wochenlang geschieht nichts, doch plötzlich muss man bereit sein, bereit für eine neue Runde "VErstecken" auf Leben und Tod.
Wochenlang haben die Soldaten keinnen Kontakt nach Hause. Zu ihrer Sorge um ihr eigenes Leben kommt die Sorge um das Leben ihrer Angehörigen hinzu. Werden sie sie je wieder sehen?
Das U-Boot ist schon auf dem Heimweg, als es einen neuen Auftrag bekommt. Es soll in Spanien heimlich Nachschub an Bord nehmen und dann durch die Straße von Gibraltar nach Italien fahren. Der Auftrag gleicht einem Himmelfahrtskommando, denn die Briten bewachen die Pasage gut...
Wird das Uboot den Hafen erreichen und kann seine Besatzung zu den Familien zurückkehren?
für weitere Informationen klicken Sie hier
Kantig und umstritten
Trotz des Erfolges und des hohen Bekanntheitsgrades ein mit Sicherheit nicht unumstrittenes Werk.
Handlung des Buches ist die "Feindfahrt" eines deutschen U-
Bootes 194
1 im Atlantik - der Protagonist begleitet als Kriegsberichterstatter die Besatzung während der gesamten Fahrt. Nach wochenlangem Warten erfolgt der Angriff auf einen britischen Schiffskonvoi, danach erhält der Kommandant den Befehl, mit seiner Besatzung in das Mittelmeer, am britischen Flottenstützpunkt Gibraltar vorbei, "durchzubrechen".
Buchheim beobachtet das Geschehen auf dem U-Boot fast minutiös. Sein Werk ist eine Mischung aus
Roman
und Reportage. Als Zeitzeuge und Seekriegsteilnehmer beschreibt er fesselnd viel Selbsterlebtes und verdichtet seine Erinnerungen zu einer tragischen und spannenden Handlung. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, er versteht es die Besatzungsmitglieder glaubhaft zu charakterisieren und die tehnischen Aspekte des U-Bootes zu erklären, spart allerdings auch nicht mit der Wiedergabe vulgärer Landerlebnisse der Seeleute.
Kritiker werfen sowohl dem Buch als auch dem späteren gleichnamigen Film erstens eine gewisse Heroisierung der Besatzung vor, und zweitens dass der Nationalsozialismus nicht hinterfragt wird. Es wäre falsch, dieses Argument völlig von der Hand zu weisen, denn letzten Endes kämpft die Besatzung für die Nazis und eine Bewertung der ganzen Unternehmung im "politischen" Sinne findet seitens des Autors nicht statt. Sicherlich, der Unmut des Kommandanten gegenüber der Marine- und Luftwaffenführung - wegen der fehlenden Luftaufklärung über dem Atlantik - wird gezeigt, und auch die moralischen Fragen des Seekrieges (Stichwort Schiffbrüchige) werden nicht übersehen. Aber dass letzten Endes der Mut und die Opferbereitschaft der Besatzung den verbrecherischen Zielen des NS-Regimes dient, dieser Aspekt kommt nicht durch. Zur Verteidigung des Autors sei aber angemerkt, dass Buchheim mehrere anerkannte Dokumentationen über den U-Boot-Krieg herausgebracht hat, die den Themenkomplex Nationalsozialismus und Seekrieg durchaus kritisch behandeln.
"Das Boot" ist zwar in erster Linie ein sehr guter Roman, aber weit entfernt von einer reinen Fiktion, wenn man die Biographie des Autors betrachtet. Vorsicht: "Das Boot" ist sicher keine leichte Lektüre. Buchheim beschreibt aus erster Hand die Schrecken des Seekrieges, wie die Klaustrophobie an Bord des U-Bootes oder das Schicksal derer, die auf den versenkten Schiffen waren.
Ein Buch über dieses Thema kann keine "gute" oder "schlechte" Handlung haben, entscheidend für die Wertung ist die Sprache des Autors und die Qualität seiner Beschreibungen und die verdient m.E. die Höchstwertung. Wer sich für den Zweiten Weltkrieg interessiert oder mit dem Film einverstanden war, dem kann ich das Buch nur empfehlen. Leser, die nur auf Spannung aus sind, sollten aber eher nicht zugreifen.
Zum Thema Buch und Film: Wer hier nur eine Wiedergabe des Filmes erwartet, täuscht sich. Der Film ist zwar teilweise sehr nah am Buch, lässt aber auch viele Abschnitte weg oder stellt einige Besatzungsmitglieder anders dar.
für weitere Informationen klicken Sie hier
Meinungen
:
Seite 1
,
2
,
3
,
4
gut
oder
schlecht?
Was ist Ihre Meinung?
Schreiben Sie eine Rezension!
Empfehlungen
...allerbeste Bücher
roman
Küß mich, Engel
Fermats letzter Satz: Die abenteuerliche Geschichte eines ...
Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Band 3) (Ausgabe für ...
Es.
Gegensätze ziehen sich aus: Roman
Suche nach Büchern
boot roman
,
boot
,
roman
Impressum / about us
Literatur / Bücher:
deutsch
Bücher
DVD
klassische Musik
englisch
apparel
baby
beauty
books
camera & photo
cell phones
classical music
computers
dvd
software
kitchen
gourmet food
health & personal care
magazines
musical instruments
office products
outdoor living
pc & video games
popular music
electronics
sporting goods
tools & hardware
toys & games
pet supplies
vhs video
watches & jewelry