Suche Literatur / Bücher:   





Es.
Stephen King

Heyne, 1998 - 1214 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 237 Bewertungen
 für weitere Informationen klicken Sie hier

   empfohlen  empfohlen!






nie wieder zirkus

dieses buch ist einfach super da gibts keinen zweifel nur wegen des buches gehe ich nie wieder in den zirkus ich empfehle die 900 seiten version den sie ist handlicher und dort steht das gleiche wie in der 1000 s. version


Pennywise wartet schon....

ich habe dieses Buch vor 3 Jahren gelesen (da war ich 12) und kann nur sagen WOW! Ein echtes Meisterwerk! Zwar habe ich bezüglich der Seitenanzahl anfangs etwas gezögert, aber da ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, hatte ich es schon innerhalb von einer Woche durchgelesen. Wie immer schreibt King sehr ausführlich und erklärt die Hintergründe, so erfährt man nebenbei noch etwas über die amerikanische Geschichte. Ich habe den Film zuerst gesehen und nach dem Buch war ich von keinem der beiden enttäuscht. Im Buch gibt es natürlich noch mehr Begegnungen mit Pennywise dem Clown, was ich teils erfreulich teils furchtbar fand, da ich mich nach diesem Buch und Film sehr skeptisch gegenüber Clowns verhalte. Trotzde habe ich es nie bereut dieses Buch gelesen zu haben, auch wenn ich jetzt nur noch sehhhhrrrr selten in einen Zirkus gehe. Mir bleibt gar nichts anderes übrig als diesem Buch 5 Sterne zu geben, es ist einfach ein Meisterwerk und daran, wird sich hoffentlich nie etwas ändern.


 für weitere Informationen klicken Sie hier






 für weitere Informationen klicken Sie hier


Das ist dran an Stephen Kings Meisterwerk!!!

ES ist ein Buch über Freundschaft, über Liebe, über Ängste und das Überwinden von Ängsten. Genau darüber wollte King schreiben, und darüber hat er geschrieben. Natürlich gibt es Leser die es interessiert ob der böse Henry Bowers auch eine gute Ader hatte und daheim von Zeit zu Zeit beim Abwaschen geholfen oder den Müll vor die Tür gebracht hat (vielleicht hat er das ja) - nur für die Story ist das völlig uninteressant. Wenn ich in einem Buch ein Monster des Kalibers von ES akzeptiere - dann sollte ich keine Schwierigkeiten haben einen durch und durch fiesen Bowers hin zu nehmen. Und kein Leser bei klarem Verstand kann ernsthaft erwarten in einem von Menschenhand auf dieser Erde verfassten Buch über- / unmenschliche Gedanken zu lesen, das ist schlicht unmöglich. King verweist sehr oft darauf, das sowohl Aussehen, Verhalten wie auch Gedanken und Selbstwahrnehmung von ES für uns Menschen quasi aus dem Unfassbaren ins Fassbare, Verständliche übersetzt wurde. Das macht King sehr zwar schon sehr gut, aber dennoch - das entscheidende Bild von ES steht nicht im Buch, sondern es entsteht im Kopf des Lesers (das gelingt einigen vielleicht nicht). Einige Leser fragen sich bei der Lektüre warum ES einerseits dies kann, andererseits jenes wiederrum nicht - ich möchte nicht zu viel verraten, aber dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass der GLAUBE an das was geschieht / nicht geschieht einen entscheidenden Einfluss darauf hat, was ES geschehen lassen kann und was nicht.


 für weitere Informationen klicken Sie hier


Was ist dran an Stephen Kings Meisterwerk???

Macht es Sinn, ein Buch noch einmal zu besprechen, das bereits über 200 Rezensenten vor einem über den grünen Klee gelobt haben?

Nun, vorweg eine Bemerkung in eigener Sache:
Stephen Kings ES war anno 1993 oder so mein persönlicher Einstieg in die weiten Gefilde des Horror-Genres.
Wie viele andere wohl auch bekam ich das Buch von jemand anderem während eines verregneten Sommers in die Hand gedrückt mit der dringenden Empfehlung, es doch zu lesen.
Ich kam dieser Empfehlung nach und war hin und weg - so sehr, dass ich mich seitdem privat nahezu aussschließlich der Horror-Literatur verschrieben habe.

Auch nach 15 Jahren juckt es mich hin und wieder in den Fingern, wieder zu ES zu greifen (zumeist, wenn ich gerade hinter einander mehrere "schwache" Bücher über mich habe ergehen lassen), auch wenn ich die Story mittlerweile fast auswendig kenne.
Das mag nicht mehr nach derselben Spannung auf den Ausgang der Geschichte klingen, ist aber trotzdem reizvoll - ganz nach dem Motto: Da weiß ich wenigstens, was mich erwartet ...

Dasselbe Buch zum zigsten Male zu lesen, bringt außerdem den Vorteil mit sich, dass man sich auf andere Dinge konzentrieren kann:
Die Schlüssigkeit der Story etwa, die Tiefe der Figuren, die Frage nach dem Konzept hinter der doch sehr stark auf Effekte angelegten Story.

Was in ES passiert:
In Derry, einer unbedeutenden Kleinstadt in Maine (wo auch sonst, es ist schließlich ein Stephen King-Roman), geht alle dreißig Jahre ein mysteriöser Kindesmörder um, was freilich niemand so richtig registriert, scheinbar niemanden stört und wogegen daher auch niemand etwas unternimmt.
Bei der Mordserie der Jahre 1958/59 vergreift sich das Böse von Derry jedoch unter anderem an dem kleinen Jungen Georgie, dem jüngeren Bruder des elfjährigen Bill Denbrough - und schafft sich damit einen zu allem entschlossenen Feind.
Zusammen mit seinen sechs Freunden, dem "Club der Verlierer", stellt sich der Junge Bill dem übernatürlichen Widersacher gegenüber und fordert ihn zum Kampf heraus.
Als Erwachsene - eben dreißig Jahre später - kommen die Mitglieder des ehemaligen Clubs erneut zusammen - denn ES scheint noch immer am Leben und wieder nach Derry zurückgekehrt zu sein.

Tja - das ist eigentlich auch schon alles auf jenen 1300 Seiten.

ES ist eine durch und durch sentimentale und überzuckerte Jugend-Geschichte, neudeutsch auch als Coming-of-Age-Story bezeichenbar. Es geht um den unermesslichen Wert von wahrer Freundschaft, um Außenseiter, um Trauer und Furcht und darum, dass man sich ja nicht unterkriegen lassen darf.
Ja, und ein paar Horrorelemente hat das Ganze auch.
Die sind allerdings fast nur Beiwerk, notwendig zwar, um das Ganze als Horrorroman durchgehen zu lassen, aber imgrunde für den eigentlichen Kern der Geschichte nebensächlich.

Wie so oft, bedient sich King (obendrein auf ausgesprochen unoriginelle Weise) im großen Pool der etablierten Horror-Effekt-Maschinerie, um dem Leser einen wohligen Schauer über den Rücken zu jagen, konzentriert sich aber ansonsten mehr darauf, seinen Figuren Leben einzuhauchen (und an Protagonisten hat ES wahrlich reichlich aufzubieten - allein der im Fokus stehende "Club der Verlierer" zählt nicht weniger als sieben Mitglieder, die der Leser allesamt genauestens kennenlernen darf, samt Familie und Erzwidersachern) und in Jugenderinnerungen zu schwelgen.
Zugegeben: Das macht King irgendwo auch sehr gut (Millionen Fans danken es ihm bis heute - ich ja auch) - freilich bleibt bei der ganzen Sache das Konzept des Horrors auf der Strecke (was bis heute anscheinend kaum jemand bemerkt oder aber niemanden weiter stört).

Um sich nicht mit einer einzelnen Manifestation des Bösen zu begnügen, die auf über 1000 Seiten vielleicht irgendwann öde wird, hat King eine Figur geschaffen mit gestaltwandlerischen Fähigkeiten, die immer diejenige Gestalt annimmt, die von dem jeweiligen Opfer des Bösewichts gerade am meisten gefürchtet wird. Diesem Umstand verdankt der Leser nun Auftritte vom Monster der schwarzen Lagune, der Mumie, einer Art Vogel Rock, einer Riesenspinne und nicht zu vergessen eines Werwolfs und Frankensteins Monster - ein wahres Who is Who des klassischen Horrors.
Sicherlich lassen sich damit ein paar gute Effekte erzielen, und so mancher Leser traut sich kaum noch unter der Bettdecke hervor.
Dass dieses Konzept ausgesprochen einfach und billig ist und dem bloßen Effekt keinen echten ernstzunehmenden Hintergrund mit auf den Weg gibt, hat King anscheinend gut verbergen können.
Denn das Konzept des gestaltwandlerischen, eigentlich ja übermächtigen und gestaltlosen Bösen, das sich seinen Widersachern gerne als bösartiger Clown Pennywise alias Bob Gray zeigt (es ist irgendwo bewundernswert, mit welcher Unbekümmertheit King Bösewichte erdenkt und ihnen Allerweltsnamen verpasst, die man vermutlich hundertfach im New Yorker Telefonbuch wiederfinden kann - man erinnere nur an "Randall Flagg", das angeblich alleroberste Böse aus THE STAND), ist alles andere als konsequent durchdacht und in sich schlüssig.
King macht in ES leider etwas, das letztlich überdeutlich die Schwächen seiner Ausarbeitung sichtbar macht: Einerseits gibt er pauschale Erklärungen ab, die jede weitere tiefergehende Frage abwimmeln (ES hat keine Gestalt, die jemals von einem menschlichen Verstand erfasst werden könnte; ES ist übermächtig; ES ist uralt und beeinflusst eine ganze Kleinstadt, die über seinem Nest aufgebaut wurde), andererseits versucht er dennoch, bestimmte Dinge irgendwie zu erklären - und verheddert sich damit nur unnötig in dem Garn, das er selbst gesponnen hat (die eingeschobene Herkunftsgeschichte von ES ist mehr als windig und erklärt so ziemlich gar nichts).
Hier wäre weniger in jedem Fall mehr gewesen.

King ist bei ES ins Schwadronieren geraten, erdenkt nebenher noch mehrere Nebengeschichten, mit denen er die Lokalhistorie des fiktiven Spielortes Derry in Maine illustriert und ergeht sich hierbei in einer wahren Flut flüssig weglesbarer, aber zur Gänze unbedeutender Details.

Die größten Schwachpunkte des Roman-Mammuts ES:
- die mehr als grobe Schwarz/Weiß-Malerei in der Ausarbeitung sämtlicher Charaktere; es gibt nicht eine einzige Figur, die so etwas wie ambivalent und damit realistisch geraten ist; vor allem die Figur des Schulschlägers Henry Bowers und seiner Bande ist geradezu unfreiwillig komisch in ihrer totalen und uneingeschränkten Bösartigkeit;
- eine Sequenz, in der King dem Leser Einblicke in das Denken und Empfinden (!) von ES gewährt - für ein Wesen, das angeblich mehrere Millionen Jahre auf dem Buckel hat, sind seine Gedanken ganz schön irdisch-menschlich;
- das Ende stellt einen übergrößen Antiklimax dar, wenn das angeblich ja unerfassbare Es schlussendlich auf einmal in seiner wahren Gestalt dahergaloppiert kommt - nach 1000 Seiten doch eine ziemliche Enttäuschung, die King durch seine vorhergehenden Andeutungen und die damit immer weiter ansteigende Spannungskurve selber provoziert und verursacht hat;
- Kings Idee, die Handlungen aus dem Jahr 1959 und 1985 parallel zu erzählen, ist sicherlich sinnvoll, nimmt jedoch, was den Ausgang der Kindergeschichte anno '59 betrifft, den Großteil der Spannung von vornherein heraus - da der Leser gleich auf den ersten Seiten des Buches erfährt, dass sämtliche Mitglieder des "Clubs der Verlierer" das Erwachsenenalter erreicht haben, stellt sich erst gar nicht die Frage, ob auch alle Protagonisten das Abenteuer des Jahres 1959 überlebt haben;
- der Widerspruch in der Reichweite der angeblichen Fähigkeiten von ES: einerseits muss es sich anscheinend der Dienste des erwachsenen und übrigens wahnsinnigen Henry Bowers bedienen, um an den "Club der Verlierer" heranzukommen, andererseits befreit ES den verrückten Schurken aus einer Irrenanstalt, indem ES höchstselbst eingreift und einen Anstaltswärter plattmacht - warum geht das eine und das andere angeblich nicht??? Vielleicht ja einfach nur deswegen, weil Herr King irgendeine windige Erklärung brauchte, um den Schurken Bowers noch einmal auftreten zu lassen?
- naja, und dann ist da noch eine wirklich völlig in der Luft hängende Sexszene unter Elfjährigen (!), deren Sinn und Wert mir bis heute verschlossen geblieben ist (eigentlich verwunderlich, das sich kaum jemand an dieser Szene stößt - ich meine: explizit beschriebener Sex unter Kindern - HALLO???).

Trotzallem ist ES Kings Meisterwerk - zumindest laut den Fans, und das noch vor dem ebenfalls hochgelobten und von King-Anhängern heiß und innig geliebten THE STAND.
Eine Frage ist naheliegend und sei erlaubt:
Lassen sich die Massen hier vielleicht allein von der Quantität der beiden Romanungetüme blenden?

Ich selber muss freilich gestehen, dass mir die Lektüre von ES auch heute noch immer Spaß bereitet - auch wenn die Lücken und eindeutigen Fehler in der Konzeption der Horrorelemente in ES mir regelmäßig ein Zähneknirschen und Kopfschütteln abverlangen.
Es ist vermutlich einfach die idyllische und unschuldig-naive Welt der kindlich-jugendlichen Protagonisten, die den Leser komplett verzaubert und in den Roman hineinsaugt - bei mir funktioniert dieser Mechanismus auf jeden Fall bis heute hervorragend.

Als Horror-Roman stellt ES einfach keine Meisterleistung dar, auch wenn das Fans und Bewunderer von King seit jeher anders sehen und aller Wahrscheinlichkeit nach auch bis in alle Ewigkeit anders sehen werden.
Kings Konzept ist nur bis zur Ecke gedacht und dient dem bloßen Effekt.
Die große Stärke von ES liegt woanders, nämlich in einer ganzen Reihe von Figuren, mit denen sich anscheinend restlos jeder Leser identifizieren kann.
Nun, und das mag auch eine Meisterleistung sein, wenn auch nicht unbedingt die, für die King stets im Zusammenhang mit Es gelobt wird.
Um das zu erreichen, hätte King auch einen Western schreiben können - oder einen Piratenroman. Oder was auch immer gerade up to date war.
Ach ja, damals war es ja gerade ... Horror!

So - genug gemeckert.

Ich habe ES den Einstieg ins Horrorgenre zu verdanken und werde in ein, zwei Jahren garantiert erneut zu dem Wälzer greifen, wenn mich die Lust dazu einmal mehr überkommt, werde mich über weite Strecken wieder gut amüsieren und an denselben Stellen wie das letzte Mal wieder nahezu schwarz ärgern - da kann ich offenbar machen, was ich will ...


 für weitere Informationen klicken Sie hier


Spannend langatmig langweilig???

Hallo,

ja, man kann nichts anderes beahupten als das Stephen King eine blühende Fantasie hat aber:
Mir kommt es nach einer Zeit nicht mehr spannend vor wenn immer wieder die gleiche Grundidee auftaucht (Clown).
Das macht das buch etwas langatmig für manchen vielleicht auch langweilig.
So, aber ganz klar kann man sagen, dass die Grundidee und die Umsetzung sehr gut gelungen sind.
Es lässt sich gut lesen und ist sehr interessant. Die hohe Seitenzahl könnte jedoch für so manchen als Bariere darstehen...


Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



gut oder schlecht?    Was ist Ihre Meinung?     Schreiben Sie eine Rezension!




Impressum / about us


Suche Literatur / Bücher:   



deutsch
Bücher  DVD  klassische Musik