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Wahn
Stephen King

Heyne, 2008 - 800 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 36 Bewertungen
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Mein erster St.King seit viiielen Jahren und WOW !

Wie schon erwähnt, hatte ich einige Zeit pausiert und kein Buch von Stephen King lesen wollen. Irgendwie hatte ich damals den Eindruck, daß mit ihm im Oberstübchen irgendwas nicht stimmen konnte, wenn man sich solche Geschichten ausdenken kann. Nun habe ich aber mit diesem dicken Roman einen ganz neuen Stephen King kennengelernt, der mir ausgesprochen gut gefällt. Ich habe bewußt "Roman" und nicht Thriller oder dergleichen gewählt, da das Buch in erster Linie erzählt und nicht schockiert. Allerdings verstehe auch ich nicht, warum man es bei dem Originaltitel nicht belassen hat. So viel Intelligenz sollte man dem dt.Leser wohl zutrauen können, daß auch englische Titel die Neugier wecken; es muß nicht immer mit der Brechstange um jeden Käufer geworben werden.
Zur Story ist mehr als ausreichend geschrieben worden, diese ist originell und voll mit gelungenen Wendungen. Mir hat allerdings besonders die Erzählweise ausgesprochen gut gefallen; das hatte ich so nicht erwartet. Die Beschreibung, wie Freemantle und Wireman sich kennenlernen, hat mich echt berührt. Genauso die Beziehung zu seiner jüngsten Tochter - sein If-so-girl. Da dachte ich , hat dieser S.King also doch ein Herz ... Die 5 Sterne vergebe ich gerne für 1. die originelle Story, 2.die bildhafte Sprache, 3.den Verzicht auf altbekannte Horrorelemente, 4. die warmherzigen Ideen und 5. für die Erkenntnis, daß sich ein weiteres King-Buch doch lohnen wird !


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5-Sterne Buch, wenn nicht...

...die letzten 200 Seiten wären. Das Ende ist mehr als nur enttäuschend - es ist beinahe schon unverschämt schlecht! Mehr weiß ich fast nicht zu sagen.
Ich hoffe man versteht mich richtig. Ich will das Buch nicht verreißen! Aber nachdem alles so perfekt angefangen hat - die Geschichte, das Setting -Duma Key / Big Pink-, Edgar Freemantle, seine Familie, Wiremann, die unheimliche Gabe etc. - hatte ich auf einen genauso großartigen Schluß gehofft. Ja, vielmehr ich hab einen großartigen Schluß erwartet! Doch das Gegenteil war der Fall. War die Geschichte selbst wie ein Sog, so war das Ende wie...
...
...wie soll ich es beschreiben?
Vielleicht so: Ich hab für die ersten 600-700 Seiten zwei Tage gebraucht. Für die letzten 200 über eine Woche.
Der ganze Horror und die Auflösung war nicht nur vorhersehbar, sondern auch noch furchtbar platt. Vor allem die Einfallslosigkeit machte mir zum Schaffen - den nach dem ganzen Auftakt hatte ich mir mehr erwartet als das, was ich dann letzlich serviert bekam.
So gebe ich für die ersten zwei Drittel des Buches 5 Sterne und für den Rest LEIDER nur 1 Stern.


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Langweilig - wo ist der alte King ? Deshalb nur 2 1/2 Sterne

Vorausschicken will, daß ich das Original "Duma Key" las - und will noch ergänzen, daß der deutsche Titel "Wahn" nicht nur absolut unpassend, sondern auch noch selten bescheuert ist.
Jetzt zur Rezension: Schade, ich hatte mich sooo auf das Buch gefreut, denn ich las letztes Jahr einen mehrseitigen Preview und war begeistert.
Der Roman fängt auch packend an, man erfährt von Edgar Freemantles Unfall und seine unsäglichen Schmerzen, seinem Gedächtnisverlust und seiner Wut .... Dies ist alles sehr authentisch erzählt, so daß man mitfühlt und mitleidet.
Aber dann, mit seiner Übersiedlung nach Florida, beginnt die große Langeweile. Es passiert über hunderte von Seiten nicht viel. Man erfährt natürlich von seinen langen Wanderungen, von seinen "Malattacken", von seinen Albträumen, aber es zieht sich alles so furchtbar endlos hin. Ich erwischte mich schon dabei, daß ich Seiten absichtlich übersprang, weil es einfach nur langweilig war.
Die Geschichte gewinnt dem Ende zu wieder an Fahrt, aber so richtig gepackt hat sie mich nicht.
Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muß.
Was die Sprache angeht, hat sich King absolut verbessert. Er schreibt wirklich mittlerweile sehr ausgefeilt, intelligent, meilenweit vom 80ziger-Jahre-King entfernt. Aber die Story, leider auch meilenweit von seinen alten Erfolgen wie z.B. Shining, Firestarter, Carrie entfernt: 08/15, einfach nix besonderes. Ich glaube kaum, daß ein unbekannter Autor mit dieser Story in dieser Länge einen Verlag gefunden hätte. Man hätte ihn nochmals nach Hause zum Überarbeiten geschickt.
Wäre eine hervorragende Novelle à la "The Mist" (Der Nebel) geworden. Aber "Duma Key" auf fast 700 Seiten: Nur ein Langweiler mit einigen sehr guten, herausragenden Zwischenstücken - das reicht aber nicht für gute Unterhaltung !


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gelungen allerdings kein Kracher

Mein erstes Buch von Stephen King und es hat mich eigentlich nicht wirklich komplett umgehauen. Es ist zwar relativ Erstaunliches in den 890 Seiten passiert allerdings sind gewisse Szenen meiner Meinung nach einfach zu sehr in die Länge gezogen. Im Großen und Ganzen fand ich es trotzdem recht flüssig und spannend zu lesen. Eine Geschichte die von Seite zu Seite spannender wird und sich eindeutig steigert.


Auch mein erster King und nicht der letzte!

Wie bei meinem Vorredner ist es auch mein erstes Stephen King Buch gewesen und ich war von "Wahn" sehr fasziniert. Obwohl ich mir doch etwas mehr HORROR erwartet habe kann ich nur sagen das die Story wirklich unter die Haut geht. Eine Art anderer Horror hervorgerufen durch die tolle Atmo und bildgewaltige Sprache zieht einen wirklich sprichwörtlich in den (W)Ba(h)nn. Mit Sicherheit nicht mein letzter SK!!!

5/5 Sterne !!!


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8



Der ungekrönte Horror-König Stephen King wollte einfach einmal ein Buch über Florida schreiben. Das jedenfalls gab er zu Protokoll, als man ihn nach der Motivation zu Wahn befragte. Von Florida, wie es der Leser kennt -- oder auch nur von Fotos zu kennen glaubt -- ist im Roman allerdings nicht viel übrig geblieben. Denn ein Gutteil des Buches spielt auf der fiktiven Halbinsel Duma Key. Und der andere Gutteil spielt im zerstörten Kopf des Helden -- und auf seinen Bildern, auf denen sich das Böse tummelt.

Der Held mit dem ramponierten Kopf ist Edgar Freemantle. Bis ihm ein Unfall den Arm abriss und das Hirn zertrümmerte, war er ?eine große Nummer im Baugewerbe?. Jetzt ist sein Körper und sein Sprachzentrum in Mitleidenschaft gezogen: eine unheilvolle Kombination, die Freemantle nicht nur zu unkontrollierbaren Gewaltausbrüchen provoziert, sondern auch zu akrobatischen Höchstleistungen wie der, seine Frau mit nur einem Arm fast zu erwürgen. Mit einer ?Wutmanagementpuppe?, Pinsel, Palette und ein paar Leinwänden schickt Freemantles Psychiater das Körper- und Seelen-Frack auf die Insel. Hier erfüllt sich Freemantle den alten Jugendtraum des Malens. Aber die Bilder beginnen, ein dämonisches Eigenleben zu entwickeln. Totenschiffe tauchen auf, wo in der Wirklichkeit idyllische Boote fuhren, ein böser Geist namens Perse entschlüpft der Malerei und tötet eine von Freemantles geliebten Töchtern. Der Maler muss handeln, um nicht sich und seine Welt gänzlich in den Abgrund zu stürzen...

Er schreibe vor allem deshalb, weil man ?Schrecken erfinden müsse?, um ?mit dem tatsächlich existenten besser fertig zu werden?, hat Stephen King einmal geschrieben. Bei Wahn könnte der wirklich existente, autobiografische Horror jener sein, den der Autor nach seinem eigenen schweren Autounfall 1999 wohl empfunden hat. Der Rest ist Grauen, rein fiktives Grauen, das sich ausschließlich der phantastischen Kopfgeburt Kings verdankt. Aber dieses Grauen ist wahrhaft schrecklich. Und Wahn ist ein imposantes Beispiel gelungener Horrorliteratur.-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de


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