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Die sieben Monde des Jakobus
Brigitte Riebe
Diana Verlag
, 2005 - 426 Seiten
durchschnittliche Kundenbewertung:
basierend auf 34 Bewertungen
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empfohlen!
Camino mit Tiefe und spannenden Geheimnissen
So macht der Jakobsweg Spaß!
Spannende Zeit - das Jahrhundert der Glaubensspaltungen -, tolle Figuren (starke Frau mit sensiblem Jungen), viel Atmospäre, dicht beschriebene Schauplätze (vom beklemmenden Gerf Calvins bis nach Südamerika in das Land der vier Winde):
Und dann erst die Figur des Condors! Lange hat mich keine literarische Figur mehr so in den Bann gezogen: wundervoll & absolut lesenswert!
Beste Empfehlung meinerseits!
Tiefes Erlebnis
Ein Roman, der einen in in eine andere Zeit mitnimmt. Ein Roman, der fremde Welten öffnet - so würde ich nach der Lektüre dieses Werk von Brigitte Riebe charakterisieren. Habe mit Clara und ihrem Sohn Jakob gebangt, bin auf den Flügeln des Conders (schöne Figur!) durch die Anden geflogen und konnte es kaum erwarten, habe Brunos innere Kämpfe verfolgt, bis endlich die kunstvoll gesponnen Fäden dieser Geschichte sich am Ende entwirrt haben.
Spannung bis zur letzten Seite - hier wahrlich keine Übertreibung!
Kleiner Tipp: Wer "Straße der Sterne" (Jakobdsweg im 13. Jahrhundert) zuvor liest, hast noch mehr davon!!!
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"Dem Hungrigen schmeckt alles Bittere süß ..."
...das stammt aus den Sprüchen Salomos aus der Bibel. Camille kann sich dunkel an diese Worte erinnern, doch sie weiß nicht, wer sie eigentlich ist, und möchte ihre Herkunft herausfinden. Daher begibt sie sich auf Pilgerschaft - das ist der eine Handlungsstrang des Romans "Die
sieben
Monde
des Jakobs". Der Haupt-Handlungsstrang ist die Geschichte von Clara Weingarten und ihrem Sohn Jakob aus Freiburg, die 1563 aus dem calvinistischen Genf fliehen müssen, weil dort Jakob der Tod erwartet hätte (für einen Mord, den er nicht begangen hat). Auch sie pilgern nach Santiago de Compostela, um zu
Jakobus beten
zu können. Im dritten Handlungsstrang wird die Geschichte von Luis Alvar in Santiago de Compostela beschrieben, um den es ebenfalls ein Geheimnis gibt. Parallel hierzu gibt es noch den Blick nach Peru (20 Jahre vorher), das um 1540 Hauptzentrum des Inkareichs war. Es geht um den Niedergang des letzten großen Inkaherrschers Atahualpa zur Zeit der Konquistadoren, und um das Schicksal einer seiner Frauen (Quilla) und deren Sohn Ilya (genannt "Condor").
Schon den Versuch, diese Handlungsstränge zu beschreiben, finde ich relativ schwierig. Beim Lesen ging es mir so, dass ich mich dauernd fragte, wie denn das nun alles zusammengehört. Gerade die Passagen um Clara und Jakob sind aber sehr spannend und fesselnd geschrieben. Hier ist mir teilweise der Atem gestockt und ich habe mitgelitten und gefiebert (und mich teilweise auch über die Naivität von Clara geärgert!). Dann aber wieder diese ausholenden Passagen von Camilla oder Ilya, bei denen ich zunächst überhaupt nicht verstanden habe, worum es geht. Doch es lohnt sich weiterzulesen. Denn als die Handlungsstränge zusammengeführt werden, also als Camille mit Bruno auf Clara und Jakob treffen, wird der Roman klarer und liest sich wieder flüssig.
Brigitte Riebes Stil ist sehr schön, sehr romantisch und sehr anschaulich. Wie immer auch gut recherchiert - der Blick auf das historische Nachwort im Buch ganz hinten beweist dies. Wenn ich den Roman aber mit den anderen vergleiche, die ich bisher von Riebe gelesen habe (siehe meine anderen Rezensionen), dann finde ich diesen jedoch nicht ganz so schlüssig und stimmig, daher auch nur vier Punkte. Mag sein, dass ich den Rat einer Mitrezensentin hätte befolgen sollen, nämlich die "Straße der Sterne" vorher zu lesen. Wie auch immer ...
Das Buch bietet ein umfassendes Lesevergnügen und lässt den Leser abtauchen in die Welt der spätmittelalterlichen Glaubenskriege in Deutschland, der Schweiz und Frankreich, berührt die Themen "Hexenverfolgung" speziell von Kindern und mündet in die sehr schöne Beschreibung einer gemeinsamen Pilgerschaft nach Santiago de Compostela. Für Fans historischer Romane: lesenswert.
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Die sieben Monde des Jakobus
Brigitte Riebe erzählt vom Schicksal verschiedener Menschen, die alle ein gemeinsames Ziel haben: auf dem alten Pilgerweg nach Santiago de Compostela zu gehen und am Grab des heiligen
Jakobus
zu stehen.
Da ist Clara, die mit ihrem Sohn Jakob aus dem calvinistischen Genf geflohen ist, weil ihnen dort Verfolgung und Verbrennung auf dem Scheiterhaufen droht;
da ist Camille, die nichts über ihre Herkunft weiss und auf der Suche nach ihren Wurzeln ist;
Bruno, der als Feuerspucker und Bänkeltänzer unterwegs ist, dabei aber ständig von seiner Vergangenheit eingeholt wird;
Und nicht zuletzt Luis Alvar, der sich fremd und unverstanden fühlt und selbst nicht weiß, wonach er eigentlich sucht...
Parallel dazu wird die Geschichte eines Inkajungen in den peruanischen Anden erzählt, die sich nach und nach mit der Haupthandlung verknüpft.
Auf ihrem Weg nach Santiago erleben die Pilger gefährliche, bewegende und mystische Begegnungen; er verändert sie, läßt sie reifen und ihr Schicksal annehmen. Am Ende erreicht jeder sein Ziel, auch wenn es nicht Santiago de Compostela heißt.
Der Roman ist sehr spannend und flüssig zu lesen; er lebt von der genauen Ausarbeitung seiner Figuren. Der religiöse Aspekt der Erzählung steht nicht im Vordergrund, sondern fliesst ganz unaufdringlich in die Handlung mit ein.
Ein wunderbares Buch von Frau Riebe, das man nur wärmstens empfehlen kann!
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Das war aber schön!
Dieser Roman hat mich gefesselt, informiert - und sehr bewegt! Selten zuvor habe ich das Zeitalter der Glaubenskriege so plastisch und mitreißend erzählt erlebt, und ich fand, dass die geschilderten Schicksal so "modern" waren, dass sie mich auch als "Heutige" sehr angesprochen haben. Dennoch ist die Autorin historisch stets wahrhaftig in ihrer Darstellung geblieben und hat gezeigt, wie eng damals das Netz war, in dem die Menschen mental und religiös gefangen waren.
Schön, dass sie uns in ihrem Roman auch Charaktere geschildert hat, die den Mut und die Kraft hatten, auszubrechen: der hinreißend erzählte Condor und der heranwachsende Jakob, dem jetzt nichts mehr passieren kann, wo er Feuer und Wasser meisterhaft beherrscht!
Schöne, eindrucksvolle Lektüre!
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Meinungen
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Für die Katholikin Clara Weingarten wird das Leben im streng calvinistischen Genf Mitte des 16. Jahrhunderts zur Hölle. In einer Zeit der Kriege, Verfolgung und Inquisition scheint der Pilgerweg ins ferne Santiago de Compostela die letzte Zuflucht zu sein. Im Schutz der Dunkelheit brechen Clara und ihr kleiner Sohn auf.
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