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Todesregen
Dean Koontz

Heyne, 2008 - 400 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 41 Bewertungen
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Die Apokalypse neu interpretiert

Dean Koontz beschreibt in seinem Buch Todesregen gekonnt den Weltuntergang, wie ihn sich H.P. Lovecraft, Franz Kafka oder Hieronymus Bosch nicht besser hätten ausdenken können. Alles beginnt mit einem seltsamen silbernen Regen, es gesellen sich bald Zombies, sprechende Puppen und surreale Pilzkolonien sowie schwebende "Aliens" aus fremden Welten hinzu. Streckenweise erinnern die Erlebnisse der Hauptprotagonisten an Ausschnitte verschiedener Science-Fiction- und Horror-Filme, und auch die Vergleiche, die angestellt werden, um das Grauen zu erklären sind oftmals aus der Pop-Kultur entlehnt. Die zum Teil recht eckligen Szenen und die in relativ kurze Unterkapitel eingeteilte Geschehnisse sind in einer poetisch recht hochwertigen Sprache gehalten - auch die zahlreichen Zitate von T.S. Elliot zeugen davon - wirken beim Lesen allerdings ein wenig zu episodenhaft. Eine Gesellschaftskritik des wertekonservativen Autors zieht sich durch das gesamte Buch: Dean Koontz übt reichlich Kritik am amerikanischen Rechtssystem, welches nach Meinung des Autors Mörder nicht lange genug einsperrt oder als krank erklärt. Das Ende des Buches ist überraschend anders, warmherzig und hoffnungsvoll - es wird keine kalte, dogmatisch-wissenschaftliche Erklärung aus einem Science-Fiction-Film geboten. Und das ist auch gut so!


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Unverkennbar Koontz, aber doch anders

Einerseits handelt es sich bei Todesregen um einen unverkennbaren Koontz mit seinem Blick auf Personen, die sich zunächst nicht von Normalbürgern unterscheiden, bis übernatürliche Ereignisse oder Fähigkeiten aus Ihnen etwas Besonderes werden lassen.

Andererseits unterscheidet sich der Roman von anderen Romanen des Autors zum einen durch die Vielzahl von übernatürlichen Ereignissen. Werden in vielen Romanen übernatürliche Ereignisse oder Fähigkeiten von Koontz eher pointiert eingesetzt und eher in Prisen in die eigentliche Handlung eingestreut, kommt es bei Todesregen zu einem wahren Feuerwerk von zum Teil wirklich abgedrehten Vorkommnissen. Zum anderen liest sich der Roman durch die Vielzahl von Bildern und Gleichnissen nicht so flüssig wie andere Romane von Koontz, die man zum Teil in einem Rutsch lesen konnte, wobei dies aber absolut nicht als Kritik,. sondern positiv gemeint ist.

Zusammenfassend fand ich Todesregen fazinierend.




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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9



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