Durch das Gespräch erhält man die Möglichkeit sich intensiver mit der Philosophie des Buddhismus auseinander zu setzen und das Buch schafft etwas, was andere nicht bewirken: Verständnis für diese äußerst komplexe Weltsicht zu gewinnen.
Das Buch liest sich sehr gut und flüssig und ist an keiner Stelle langweilig. Es kein bloßer Ratgeber, aber auch ein Ratgeber, wenn man das Buch als Ausgangspunkt für eigene Überlegungen nutzt.
Meine Kaufempfehlung! Ich wünsche viel Freude beim Lesen.
Ein gutes Buch
Was erwarte ich von einem Buch, das den Dialog zwischen zwei Menschen zum Thema hat, die über abendländische Philosophie und Buddhismus diskutieren? Erwarte ich einen brillanten Schreibstil? Einen didaktisch strukturierten Kapitelaufbau? Nein. Ich erwarte, vielmehr erhoffe, daß brisante Fragen gestellt und sachliche, kluge Argumente ausgetauscht werden.
?Der Mönch und der Philosoph" unterscheidet sich von der Literatur, die buddhistisches Gedankengut lediglich darlegt eben gerade durch das Charakteristikum des Disputs - das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Standpunkte.
Dabei schneidet die buddhistische Position sehr gut ab, wie ich finde. Die Diskutierenden wissen, worüber sie reden. Der Vater, Jean Francois Revel, ist ein wirklicher Kenner der abendländischen Philosophie und versteht es, die buddhistische Lehrmeinung immer wieder auf ihre Realitätstauglichkeit zu prüfen: ?Wie soll man sich gegen die Mafia verteidigen, wenn man keine Gewalt anwendet...?" Der Sohn Matthieu Ricard, ein buddhistischer Mönch, geht mit bemerkenswerter Gelassenheit und sehr scharfsinnig auf die bohrenden Fragen seines skeptischen Vaters ein.
Ich bin nicht sicher, ob dieses Buch einem ?absoluten Neuling in Sachen Buddhismus" zu empfehlen ist. In jedem Falle stellt es für Kenner der buddhistischen Grundposition eine interessante Lektüre dar, nicht nur was das eigentliche Thema der Diskussion betrifft, sondern auch, wie beide Parteien diesen Disput führen.