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Gebrauchsanweisung für Griechenland
Martin Pristl

Piper, 2008 - 187 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 12 Bewertungen
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Volltreffer

Wer hier eine Hilfe zum Umgang mit der griechischen Lebensart ähnlich der "Kulturschock"-Reihe erwartet, liegt hier sicherlich falsch!
Wenn man sich allerdings auf gleichsam humorvolle und absolut treffende Weise
diesem interessanten Land und Volk nähern will, landet man mit diesem Buch einen Volltreffer!
Meine Familie hat seit ich 2 Jahre alt bin ein Haus, nicht weit entfernt von Martin Pristls neuer Heimat und die Themen die er anschneidet sind zumindest für mich genau die, die aus der Sicht eines Deutschen die griechische Lebenskultur ausmachen. Möglicherweise treffen diese Beschreibungen auf den Peleponnes (wo sein und unser Haus liegt) mehr zu, denn auf den gebirgigen, mit einem anderen Menschenschlag versehenen Norden, aber als Urlaubs- oder Fernwehlektüre tut dies dem Buch keinen Abbruch!

Fazit: Volle Kaufempfehlung!

PS: Zur Rezension mit nur einem Stern möchte ich darauf hinweisen, dass der Rezensent mit der falschen Erwartungshaltung an das Buch heran gegangen ist und ich, da es sich nicht um ein Sach- oder Fachbuch handelt, ein Kapitel über das griechische Klo im eigentlichen Sinne des Buches keineswegs absurd finde!


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Lesenswert

den guten Kritiken kann ich nicht viel hinzufügen, das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, ich habe schon bessere Bücher dieser Art gelesen, aber auch schon SEHR VIEL schlechtere, deshalb vier Punkte






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Charmantes Spiel mit Mentalitäten

Der Titel "Gebrauchsanweisung", unter dem ja eine ganze Buchreihe über viele andere Länder läuft, ist natürlich humorvoll und ironisch gemeint. Martin Pristl spielt mit Mentalitäten und vermeintlichen Stereotypen, auch mit der deutschen Sicht auf Griechenland, die ja häufig etwas blauäugig und idealistisch ist. Vor allem aber gibt er Einblicke in eine ganze Reihe griechischer Gepflogenheiten, die dem Mitteleuropäer völlig fremd sind. Dass er das immer mit Augenzwinkern tut und dabei eine große Liebe für Hellas durchscheint, dürfte kaum jemandem entgehen. Das Kapitel über die Sprache "Nein heißt ja und übermorgen nie" gefällt mir ganz besonders.


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Satirisch- aber wahr!

Ich war schon einige Male in Griechenland und hab mich häufig gefragt ob dort die Uhren wirklich anders ticken als in Deutschland oder ob ich allein nur dieses Gefühl habe!
Da ich mich mittlerweile in dieses Land, die Leute und ihre "Eigenarten" verliebt habe ist es nun mein nächstes Ziel dahin auszuwandern.
Bei Recherchen im Internet hab ich diese Buchempfehlung entdeckt und ich muß sagen der Inhalt von Martin Pristl's Lektüre ist wirklich gelungen. Auf satirisch-unterhaltsame Art räumt er gekonnt mit Klischees, Vorurteilen und Mythen auf jedoch bemerkt man trotz allem seine aufrichtige Bewunderung und Liebe für dieses Land und seine Leute!
Mir persönlich hat dieses Buch nur eine weitere Bestätigung für meine Pläne geboten und mir noch einmal verdeutlich daß man nicht alles zu ernst nehmen darf und das schon gar nicht in Griechenland! :-)
Ich kann nur jedem zu diesen Buch raten der sich für das Land und die Leute interessiert und der nicht ganz unvorbereitet dorthin in den Urlaub fahren will!
Wie gesagt man sollte nicht alles zu ernst nehmen jedoch die Aussage dieses Buches auch nicht ganz aus den Augen verlieren.
Ich wünsche jedem viel Spaß beim Erfahrungen sammeln...! :-)
Abschließen möchte ich mit Pristl's Worten:
""" sigá sigá..........àvrio!""" :-)


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Stimmt

Das Buch bringt die Wahrheit ans Licht. Einiges war mir nach meinen Griechenlandaufenthalten nicht ganz neu. Es erklärt aber auch das Verhalten meiner griechischen Freunde. Habe es während eines Griechenland-Urlaubs gelesen und selten so gelacht. Einem griechischen Freund habe ich das Buch dagelassen und er war ebenso begeistert.


Meinungen: Seite 1, 2, 3



Der Autor schreibt es ja selbst: "In Griechenland funktioniert nichts nach Plan, weil es dort weder Pläne gibt, geschweige denn jemanden, der Interesse daran hätte, sich an Pläne zu halten." Und dennoch verspricht Martin Pristl eine Gebrauchsanweisung für Griechenland? Denkt man an andere Gebrauchsanweisungen à la Ikea-Regal oder Videorekorder, ahnt man jedoch, was gemeint ist. Klarheit entsteht nämlich weniger durch den abgedruckten Text als dadurch, dass sich der Leser aufgrund des Textes mit der Materie beschäftigt. Demzufolge möchte der Wahl-Grieche, der seit 1991 zahlreiche Insider-Führer über das Zehnmillionenvolk geschrieben hat, im konstruktiven Sinne verunsichern, verwirren, durcheinander bringen. Was ihm zweifellos gelingt.

Gleich zu Beginn dieser zweiten Auflage -- die übrigens in einem neuartigen Format zwischen Hardcover und Taschenbuch erscheint und um einige Euro billiger geworden ist -- nimmt er eine Vielzahl von Griechenland-Klischees radikal auseinander, indem er behauptet: "Vergessen Sie all die Plakate, mit denen Ihnen Reisebüros einsame, weiße, halbmondförmige Sandstrände vorgaukeln. Es gibt sie nicht." Genauso wenig wie die oft zitierten Heerscharen an Hellenen, die Touristen wochenlang mit größtmöglicher Gastfreundschaft beglücken oder die typisch griechische Vorliebe für das Esel-Reiten.

Zugegeben, etliche Thesen sind extrem provokant und übertrieben, aber in der Summe geben sie dem Leser eine ziemlich gute Vorstellung, in welchem Takt das griechische Herz schlägt. Das liegt vor allem daran, dass Martin Pristl eben nicht nur mit spitzer, sondern auch mit liebevoller Feder die griechische Seele zu skizzieren vermag. Anhand von unterschiedlichsten Szenen, die mal in der Autowerkstatt und mal im Kafeníon spielen, gelingt ihm das so gut, dass ihm selbst gebürtige Griechen Respekt zollen ob seiner scharfsinnigen Beobachtungsgabe. Bei der nächsten Auflage sollte man jedoch auf die Cartoons verzichten. Die harmonieren nämlich nicht mit dem Textstil und sind deshalb unpassend. --Leon Heissik


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