Suche Literatur / Bücher:   





Das Schicksal der Zwerge
Markus Heitz

Piper Verlag GmbH, 2008 - 624 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 79 Bewertungen
großes Bild anzeigen
 für weitere Informationen klicken Sie hier




Grimmiger und würdiger Abschluss

Nachdem der Roman Die Rache der Zwerge von den Fans nicht als Abschluss der erfolgreichen Zwerge-Saga hingenommen wurde, schickt Markus Heitz die kompakten Krieger ein (voraussichtlich) letztes Mal gegen scheinbar unüberwindliche Gegner.

Um ein neues Abenteurer entsprechend in Szene zu setzen, nicht einfach einen Aufguss aus den Vorgängern zu brauen, und trotzdem den Erwartungen gerecht zu werden, wagt Heitz einen Zeitsprung innerhalb seines Universums.
250 Jahre sind seit Tungdils verschwinden in der schwarzen Schlucht vergangen!
Das geborgene Land ist Schauplatz einer Terrorherrschaft, und sowohl die Elben, Menschen, als auch Zwerge scheinen besiegt oder hilflos.
In den 250 Jahren hat sich Boindil im jenseitigen Land zum Anführer der Wächter gegen die Bedrohung aus der schwarzen Schlucht aufgeschwungen, und nun versagt schließlich die schützende Barriere.

Der von Fans geforderte Nachklapp wurde viel kritisiert, wobei jeder hier wohl seine Erwartung hinterfragen, und sich seine eigene Meinung bilden muss.
Mir persönlich gefällt Band 4 sehr gut, wobei ich von der Charakterdarstellung und dem Spannungsaufbau her, sogar die Bände 3 und 4 über die ersten Bücher stellen würde.

Wie in Die Rache der Zwerge bekommen ausgewählte Figuren mehr Tiefe, mehr Ecken und Kanten, was ich als unglaublich wichtig, und als ebenbürtigen Schwerpunkt zur Handlung bewerte.
In Band 3 wurde Tungdil lebendiger dargestellt (Wandlung im Verlauf der Geschichte), und im Nachfolger ist es nun Boindil, der die Geschichte in mehr als einer Hinsicht trägt.

Was dem Buch nun aber ebenso einen besonderen Antrieb gibt, ist die bedrohliche Atmosphäre, die stets über dem (zugegeben teilweise abwegigen) Geschehen schwebende Ungewissheit.
Die nagenden Zweifel und Ängste, die vor allem Boindil und Goda schultern, übertragen sich auf den Leser, und bis wenige Seiten vor dem Ende fragt man sich ständig, wer nun Gut oder Böse ist, welchem Charakter vertraut werden kann, wo die Grenze zwischen Gut und Böse liegt, und wann sie vielleicht überschritten werden muss, um das Ziel zu erreichen.

Das Finale kommt dann zwar heftig, doch anders als vielleicht erwartet, aber auch hier muss ich eingestehen das ein Ende wie ich es mir erhofft hatte wohl nicht die bessere (abschließende) Wahl gewesen wäre, und Herr Heitz hier ein (für die Fans und ihn) zufriedenstellendes Ende gefunden hat.

Leider bleiben ein paar Leere Flecken übrig, und trotz aller dies-ist- der-letzte-Band-Beteuerungen fallen diese Punkte auf, die entweder fast enttäuschend - oberflächliche, Spannungsbogen - antreibende Einfälle waren, oder ob dann doch eventuell vielleicht irgendwann noch ein Abenteuer folgt.
In diesem Sinne, Höchstwertung





 für weitere Informationen klicken Sie hier


Gutes Buch, aber mässiges Ende

Da ich die anderen 3 Bände der Zwerge-Reihe regelrecht verschlungen habe, habe ich mir auch den letzten Teil gekauft.
Das Buch ist wirklich gut geschrieben und auch fast so spannend wie seine Vorgänger. Der gesamten Reihe würde ich eine 5-Sterne-Wertung geben, aber dieser Band ist (in meinen Augen) leider der Schlechteste. Es fängt wirklich gut an und geht auch sehr lange gut weiter, das Ende jedoch ist so unlogisch und unpassend, dass ich nur 3 Sterne vergeben konnte.

*** Vorsicht, ich werde nun auf den Inhalt eingehen, wer das Buch noch nicht gelesen hat und sich überraschen lassen will, soll bitte nicht weiterlesen ***

Tungdil kommt also aus der Schwarzen Schlucht zurück und hat auch schon einen Plan, wie er das Geborgene Land vor den Scheusalen der Schwarzen Schlucht schützen will. Jedoch braucht er dazu seinen Ziehvater Lot-Ionan. Eigentlich will er Lot-Ionan durch den Angriff des Drachen schwächen, da der Drache jedoch schon gestorben ist, geht dieser Plan nicht auf. Und dann kommt auch schon die erste unlogische Stelle: Durch Zufall stossen Tungdil und seine Gefährten auf die (mässig begabte) Zauberin Coïra. Der neue Plan ist nun, dass Coïra Lot-Ionan schwächen soll. *Wie soll eine Durschnitts-Zauberin den mächtigsten Zauberer des Geborgenen Landes schwächen?*
Seitdem Tungdil zurück ist, sind Goda und Kiras ihm gegenüber skeptisch und glauben nicht, dass es der echte Tungdil ist. Am Ende vernichtet Tungdil (indem er sein eigenes Leben auf's Spiel setzt) den Eingang zur Schwarzen Schlucht, aber selbst dies ist nicht Beweis genug, das es der echte Tungdil ist und Goda und Kiras stellen sich gegen ihn. *Wieso das? Alle anderen Zwerge feiern ihn und glauben an ihn, aber diese 2 nicht.*

Aufgrund dieser "Unstimmigkeiten" kann ich das Buch nicht 100%-ig empfehlen und finde das Ende des 3. Buchs stimmiger.


 für weitere Informationen klicken Sie hier






 für weitere Informationen klicken Sie hier


Die Zwerge besiegeln ihr Schicksal

Mit "Das Schicksal der Zwerge" hat Markus Heitz seine Zwergen-Reihe jetzt offiziell beendet - da gibt es nichts mehr dran zu rütteln. Dieser vierte Band war nicht nur der erfolgreichste von allen (Platz 1 der Spiegelbestsellerliste, sie scheiterten nur an Toren und Feuchtgebieten), sondern auch das umstrittensten Buch der Reihe - die einen lieben es, die anderen hassen es.

Markus Heitz hatte sich ja schon am Ende von Band drei das Hintertürchen zu einer Fortsetzung offen gelassen und nun rehabilitiert er unseren verehrten Tungdil Goldhand durch einen kleinen Kunstgriff: Tungdil starb nicht in der schwarzen Schlucht, er kämpfte was 250 Sonnenzyklen dort um sein Überleben und kehr nun zurück! Passender Weise natürlich zu einem Zeitpunkt, an dem man ihn mehr denn jeh benötigt: Nach der Vernichtung der Albae durch die Eoil und der Unauslöschlichen durch Tungdil, drangen neue Albae aus dem Jenseitigen Land in das Geborgene Land ein, die in den Zwergen vom Stamme der Dritten willige Helfer fanden. Auch der ehrenwerte Magus Lot-Ionan hat sich der dunklen Seite zugewandt, es wurde ja bereits in "Die Rache der Zwerge" darauf hingewiesen, dass er sich verändert hat. Und auch der Drache der am Ende des dritten Bandes auftaucht und der Kortrion der aus der Schwarzen Schlucht entkam, tragen nicht zum Wohl des Geborgenen Landes und seiner Bewohner zu. Problematischer war die Lage noch nie.

Eine große Herausforderung als für Tungdil, Ingrimmsch und einige weitere treue Begleiter, die Spannung pur verspricht. Durch eine kleine Raffinesse seitens Herrn Heitz, erhält die Geschichte zusätzlichen Zündstoff, weil dem Leser, sowie den Charakteren im Buch, nie wirklich bekannt ist, ob es sich bei dem Zwerg aus der Schlucht wirklich um den alten Tungdil handelt - Vieles spricht dafür, aber auch vieles dagegen.

Durch einen kleinen Griff in die Trickkiste vermeidet Heitz es zudem, auf all zu viele Wiederholungen zu treffen, da er durch die lange Zeitspanne die im Geborgenen Land vergangen ist, zumindest die menschlichen Protagonisten alle austauschen konnte. darüber kann man nun natürlich denken wie man will, ich zumindest vermisste den unglaublichen Rodario doch sehr schmerzlich, da er ein Komiker sondergleichen war. Leider kommen seine Nachfahren da nicht wirklich an ihn ran.

Wie der Autor so bin auch ich kein großer Fan von diesen perfekten Happyends a la Hollywood, von daher empfand ich das Ende als gut gemacht. Es ist durchaus als sehr endgültig zu bezeichnen, als finaler Schlussstrich und das ist auch gut so. Tungdil und seine Freunde haben lange genug gekämpft.

Zwar hat Markus Heitz das Buch wieder so geschrieben, dass man es ohne die drei vorhergehenden Bände lesen kann, aber ich würde eindringlich davon abraten "Das Schicksal der Zwerge" einzeln zu lesen, dann macht es zum einen nur halb soviel Spaß und zum anderen versteht man dann viele Anmerkungen und Andeutungen in diesem Buch nicht.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich würde es auch durchaus jedem empfehlen, aber mit der Warnung, dass man nicht erwarten sollte, dass dieser ähnlich wie die anderen drei ist. Zwar war schon "Die Rache der Zwerge" düster, aber in "Das Schicksal der Zwerge" wird es noch viel dunkler. Man merkt deutlich, dass Heitz zwischendurch Bücher geschrieben hat, die mehr als beunruhigend waren.
Dennoch, wohl verdiente fünf Sterne, für einen gelungene Abschluss einer Reihe und einen etwas anderen Zwergen-Thriller.



 für weitere Informationen klicken Sie hier


Fantasy-Futter zum Verschlingen

Nachdem ich alle vier Teile im Eiltempo verschlungen habe, hier mein Fazit: Bemerkenswerte Geschichte mit tollem Humor, die einen in seinen Bann zieht. Am bestens haben mir Band zwei und drei gefallen. Zugegeben, so einer umfassenden Story einen ordentlichen Schluss zu geben, ist wirklich schwierig. Aber im Nachhinein hat er den besten Weg gefunden, um weitgehend einen Abschluss zu finden :-) Absolut lesenwert, ich bin begeistert!! Die fünf Sterne sollen als Gesamtwertung für alle vier Bände gelten, Band vier hätte ansonsten vier Sterne von mir bekommen.


Zwerge? Wen interessiert denn sowas? ;-)

Ich hätt nie gedacht, daß mich mal eine Geschichte ausschließlich über Zwerge interessieren würde.
Zum Glück bin ich einem Rat einer Freundin gefolgt und hab mir "Die Zwerge" von Markus Heitz gekauft...
Ich persönlich fand den Einstieg in die Geschichte etwas schwierig... aber nach den ersten 100 Seiten konnt ich gar nicht mehr aufhören.

Darum: Unbedingt von Anfang an mit der Serie beginnen und nicht bei Band 2, 3 oder diesem. Es entgehen einem so viele Kleinigkeiten an Hintergründen und Späßen.

Warum ich vom ersten Band schreib? Ganz einfach, ich bin ein großer Fan der Zwergen-Reihe, aber das 1. Buch steht bei mir über allen anderen. Es endete mit dem Beginn der Liebe zwischen Tungdil und Balyndis.

Band 2 knüpfte an Vorhergehendes an und bot neue Abenteuer mit neuen Feinden... die Spannungen durch die Sitten der Zwerge machten es Tungdil und Balyndis im Laufe dieses Buches schwer ihre Liebe aufrecht zu erhalten. Trotz dem weiteren großen Abenteuer zog sich Eifersucht wie ein roter Faden durch das Buch... Auch das 2. Buch hat mich sehr begeistert.
Leider starb Boëndal im 2. Band. Mit ihm konnt ich mich gut identifizieren... und irgendwie merkt man Band 3 und 4 in manchen Momenten sein hinterlassenes Loch schon sehr an.

Ehrlich gesagt fand ich den 3. Band am schlechtesten von allen 4 Büchern... man freute sich, daß es weiter geht... aber irgendwie wollt da der Funke nicht richtig zu mir überspringen.
Durch den Welt-hassenden-Furgas und seinen tollkühnen Technikwunderkreaturen wurd mir das alles zu absurd und zu sehr Science-Fiction. Vielleicht steh ich dieser Sache nicht offen genug gegenüber... aber "mittelalterliche" Welten und Frankenstein? Selbst mit fortgeschrittener Alchemie passt das für mich nicht zusammen. Zu strange!

Den 4. Band macht das schon besser... irgendwie is alles anders und alles neu, auf eine andere Weise düster und reifer.
Die neue Weltordnung bot trotz der gewaltigen Veränderung der Mächte, einiges Vertrautes... einen Nachfahren des Unglaublichen Rodario, Prinz Mallen's Nachfahrin etc.
Alles in allem is es ein weitaus besseres Buch als der 3. Teil.

Achtung Spoiler!
Nich weiterlesen, wer sich die Spannung erhalten will!



Allerdings gefällt mir persönlich der Schluß auch nicht so besonders. Gut es ist ein überraschendes Ende... weit entfernt von "Friede-Freude-Eierkuchen". Allgemein is da nix dagegen zu sagen und ich bin eigentlich für "realitätsnahe Enden".
Doch für eine so lange Saga ist das in meinen Augen zu hart, unpassend und zu abrupt. Außerdem lässt es für einen richtigen Schluß einen einfach eiskalt im Regen stehen.

- Die Infarmen, die Götter der Scheusale der schwarzen Schlucht
- Lebt Balyndis' und Tungdils 2. Sohn, der die Feuerklinge zum Ende in der Schlacht führte noch?
- Was ist mit dem Kordrion (den Tungdil am Anfang verwundet hat um zu flüchten) der im Laufe der Schlacht vor Schrecken in den Himmel fliegt?!
- Warum nannte sich Tungdil's früherer Lehrer in der schwarzen Schlucht Vraccas? Und was für Geheimnisse (wenigstens ein paar zu lüften wär toll gewesen) gibt es um ihn.
- Was hat es mit Tungdil und seiner Rüstung auf sich? Das Flimmern, wenn er schlief in seinen Augen, die goldene Abdeckung über seinem verlorenen Auge... die schwarzen Adern darum... Durch das abrupte Ende steht man einfach mitten im Wald!

Für mich zuviele wichtige Geheimnisse, von denen wenigstens einige hätten gelüftet werden müssen.

Nen anderen Sinn hat der Schluß vielleicht erfüllt... man läuft unweigerlich tagelang noch rum und grübelt über die Ungereimtheiten die offen geblieben sind.

Ach und übrigens, das allerwichtigste Geheimnis:
DÜRFEN WIR NUN NICHT MAL DEN VOLLSTÄNDIGEN WITZ MIT DEM ORK, DER EINEN ZWERG NACH DEM WEG FRAGT ZU ENDE HÖREN? *schmunzel*

Trotzdem ein sehr gutes Buch!


 für weitere Informationen klicken Sie hier


Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



Eigentlich sollte schon der dritte Band Die Rache der Zwerge einen Schlussstrich unter das legendäre Zwergen-Epos von Markus Heitz ziehen. Doch auf vielfachen Wunsch seiner Leser -- wie er im Nachwort schreibt -- hat der Autor noch einmal zur Feder gegriffen, um seine Helden neue Abenteuer bestehen zu lassen und die Serie zu einem packenden Finale zu führen.

Nachdem der sagenhafte Tungdil Goldhand in der Schwarzen Schlucht verschwunden ist, geht das Geborgene Land dem Untergang entgegen und seine Völker ächzen unter der Herrschaft von Drachen und Albae. Boindil Zweiklinge, auch unter dem Spitznamen Ingrimmsch bekannt, und seine Gemahlin, die Maga Goda, wachen in der Festung Übeldamm über die magische Barriere, die die finsteren Kreaturen im Inneren der Schwarzen Schlucht halten soll. Doch die Barriere wird immer dünner und zerbricht schließlich ganz, und ein Heer von Schattenwesen dringt in das Land ein, an ihrer Spitze der Schrecken erregende Kordrion.

Inmitten der finsteren Kreaturen taucht außerdem ein Zwerg auf, der dem heldenhaften Tungdil täuschend ähnlich sieht. Boindil ist außer sich vor Freude, seinen alten Freund wiederzusehen, doch Goda hegt Zweifel. Ist es wirklich der alte Tungdil, der zu ihnen zurückgekehrt ist oder etwas weitaus Finsteres? Derweil taucht im einstigen Königinnenreich Weyurn in der Stadt Mifurdania ein geheimnisvoller Dichter auf, der sich Poet der Freiheit nennt und gegen die Herrschaft des Drachen Lohasbrand und seiner Diener protestiert. Prinzessin Coira schöpft neue Hoffnung, mit seiner Hilfe ihre Mutter, die Königin, aus der Gefangenschaft des Drachen befreien zu können.

In Das Schicksal der Zwerge kehrt Heitz noch einmal in das Geborgene Land zurück, und zur Freude der Leser gibt es ein Wiedersehen mit vielen lieb gewonnenen Figuren aus den vorigen Bänden. Im Vergleich zu den ersten drei Büchern weist dieser Band zwar einige Längen auf, doch die Geschichte ist immer noch spannend zu lesen und für Zwerge-Fans ohnehin ein Muss! Auch dieses Mal -- so viel sei verraten -- verzichtet der Autor auf ein Happy End, allerdings soll es nach dem finalen Band der Serie mit neuen Geschichten um die Albae weitergehen. -- Tolle Unterhaltung mit den größten der kleinen Helden! -- Gerhard Schildmann


 für weitere Informationen klicken Sie hier



gut oder schlecht?    Was ist Ihre Meinung?     Schreiben Sie eine Rezension!



Empfehlungen

The Best of Belletristik I
Best of Fantasy
Fantasy Bücher
Markus Heitz
Fantasy


Suche nach Büchern
schicksal der, schicksal, zwerge


Impressum / about us


Suche Literatur / Bücher:   



deutsch
Bücher  DVD  klassische Musik