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Am Samstag aß der Rabbi nichts
Harry Kemelman

Rowohlt Tb.

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Ein echter Klassiker!

Die Krimis um Rabbi Small sind schnell zu lesen, spannend und vor allem deshalb reizvoll, weil sie in einem Milieu spielen, das wir hier leider nicht mehr kennen: dem einer jüdischen Gemeinde. Denn es ist nicht nur die spannende Handlung sondern immer auch das Leben und Treiben in der kleinen Gemeinde, die den Reiz dieser Bücher ausmacht.
Rabbi Small ist noch sehr jung , als er seine Rabbinerstelle antritt und, da er unbedingt ehrlich ist- dabei auch wenig diplomatisch- ist er nicht unumstritten . Das war schon Thema im ersten Band (Am Freitag...) und hat sich auch hier nicht geändert. Diesmal wird ein Mathematiker jüdischer Herkunft tot in seinem Auto aufgefunden. Rabbi Small beerdigt den Mann mit allen Riten auf dem normalen Friedhof, als sich mehr und mehr verfestigt, das der Tote Selbstmord begangen haben könnte. Nun wird Small erneut das Opfer von Anfeindungen und löst daraufhin den Fall mit seiner unnachahmlichen Logik.
Ein schönes Buch- gerade die Personen sind überzeugend und sehr stimmig gezeichnet.
Nur dass Kemelmann etwas belächelnd auf Bürgerrechtsbewegungen für schwarze Bürger blickt, stößt mir sauer auf. Ich glaube, dass heute (das Buch ist doch schon einige Jahrzehnte alt) mehr Political Correctness walten würde.


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Ein mitreißender Krimi im kleinstädtischen Amerika

Wieder einmal hat Rabbi David Small Zores mit seiner Gemeinde: Isaac Hirsch, den er auf dem neuen Friedhof bestattete, ist Gegenstand einer Untersuchung seiner Versicherungsgesellschaft. Um die Zahlung der Versicherungssumme verweigern zu können, muß sie nachweisen können, daß nicht Unfall, wie im Polizeibericht angegeben, sondern Selbstmord die Todesursache war. Da Selbstmörder nach jüdischem Glauben abseits des Friedhofs ohne Zeremoniell bestattet werden müssen, überlegt die Gemeinde, wie das Grab ins Abseits gedrängt werden kann. Rabbi Small findet heraus, daß es Mord war, doch Polizeichief Hugh Lanigan, sein Freund, verhängt zunächst eine Nachrichtensperre. Und obwohl seine Frau schwanger ist, reicht Small sein Rücktrittsgesuch ein...

Auch in seinem zweiten Roman beschäftigt sich Harry Kemelman eher mit den Feinheiten des Jüdischen Gemeindelebens und des Talmudischen Gesetzbuches, und bringt sie in Kontrast zu den allgemein bekannten christlichen Grundsätzen. Nebenbei läßt er seinen Protagonisten einen Mord aufdecken und lösen. Sein Hauptanliegen dabei ist, Vorurteile abzubauen und durch Wissen zu ersetzen.


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Titel der amerikanischen Originalausgabe: "Saturday the Rabbi Went Hungry"

Am höchsten jüdischen Feiertag stirbt ein Mann, und es scheint erwiesen, dass es ein Unfall war. Am Samstag darauf gerät der Rabbi in Schwierigkeiten, weil er, so stellt es sich jetzt dar, einen Selbstmörder beerdigt hat. Der alte Goralsky aß zeit seines Lebens immer koscher und hielt das Gesetz, darum ist er auch jetzt starrköpfig, obwohl der Rabbi sein möglichstes tut, um ihn umzustimmen. - Die Polizei tut auch ihr möglichstes, aber sie geht von falschen Voraussetzungen aus, davon, dass es tatsächlich ein Mord war, ahnt sie nichts. Sie fanden Isaac Hirsh am Vorabend von Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, tot in seiner Garage. Er saß im Wagen; der Motor lief nicht mehr, weil das Benzin alle war, aber die Zündung war noch eingeschaltet. Die Polizei entdeckte keinen eindeutigen Beweis für Selbstmord und stellte Unfalltod fest. Die Lebensversicherung ermittelt nun auf eigene Faust: Bei Unfalltod muss sie die doppelte Summe zahlen, bei Selbstmord gar nichts. Durch diese Ermittlungen aber wird der alte Goralsky stutzig: Hat der Rabbi den Friedhof der jüdischen Gemeinde entweiht, indem er einen Selbstmörder dort beisetzte? Der alte Goralsky ist strenggläubig und starrsinnig. Und die Gemeinde ist bereit, ihm jeden Wunsch zu erfüllen: Goralsky steht im Begriff, einen Anbau an die Synagoge zu finanzieren - und der Gemeindevorsteher ist Architekt. So gerät Rabbi David Small zwischen die Mühlsteine: Das Begräbnis ist eine rituelle Handlung, die er nur vor seinem Gewissen zu verantworten hat - kein Gemeindevorstand darf ihm da hineinreden. Aber ein Gemeindevorstand kann sich jederzeit nach einem anderen Rabbiner umsehen... Rabbi Small spricht den Fall mit Polizeichef Lanigan durch, er diskutiert mit dem Detektiv der Versicherungsgesellschaft - immer in der Absicht, einen Beweis gegen die Selbstmordtheorie zu finden: Es muss ein Unfall gewesen sein! Aber er gerät nur in eine Patt-Situation: Die Versicherung kann den Selbstmord nicht beweisen und er nicht den Unfall. Und dann wird dem Rabbi auf einmal klar, dass es weder das eine noch das andere gewesen sein kann - es war Mord. Aber das lässt sich erst recht nicht beweisen...


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nichts

Nichts als das nackte Leben
Böhse Onkelz, Danke für nichts
Zwischen Nichts und Niemandsland
Am Freitag schlief der Rabbi lang / Am Samstag ass der Rabbi nichts / ...
Nichts als das nackte Leben



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