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Die Frau mit dem Alabasterkrug. Das Geheimnis der Maria Magdalena
Margaret Starbird

Ullstein Tb, 2006 - 232 Seiten

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Vorreiterin

Die Autorin schrieb dieses bewundernswerte Buch lange bevor man von Dan Brown jemals was gelesen hatte. Umso mehr erstaunt es, das es gerade aufgrund von ?Sakrileg" wieder an Aktualität gewonnen hat. Gemeint ist dabei die Unterdrückung der Frau in der ?Urkirche" wie auch heute noch, im Jahre 2005, dies im Allgemeinen. Speziell jedoch aber das Leben und Wirken und die gesamte, vermutlich verfälschte Geschichte um die Frau Maria Magdalena. Begonnen hat diese Diskriminierung der Frau vermutlich schon in den ersten Jahren nach dem Leben und Wirken Christi durch die Apostel und Evangelisten, allen voran Markus, sicher aber auch in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten von der römischen Kurie.
Die Autorin ging also schon bereits mehr als 10 Jahre vor Dan Brwon auf Spurensuche und stiess auf das ?Sakrileg" der heiligen Maria Magdalena.
Viele uns heute bekannte Hinweise zwischen Israel und Frankreich verblüffen uns auf einfachste Weise, nachdem man dieses Buch gelesen hat. Dass Geschichten und Legenden einen Funken Wahrheit enthalten, beweist Margaret Starbird mit dem vorliegenden Werk. Und dass es nach mehr als 10 Jahren seit Erscheinen nichts von seiner Aktualität eingebüsst hat, beweist vermutlich am allerbesten Dan Browns Sakrileg. War gar ?Die Frau mit dem Alabasterkrug" Ansporn für Brown?
Ein gutes Buch, das ohne des Leben und Wirken Jesu in Abrede zu stellen, ohne die Bibel irgendwie zu verschmähen, aber M.S. hat hier ein Werk geschaffen, das zum Denken anregt und viele veraltete und verkrustete Sichtweisen der römisch katholischen Kirche ins rechte Licht zu rücken versucht. Es ist ein Loblied auf die Frau, die den so wichtigen Platz in einer christlichen Gemeinschaft zu Unrecht eingebüsst hat, ja gar derer Berechtigung sie beraubt wurde.
Ich kann dieses Buch zum besseren Verständnis der Bibel wärmstens empfehlen.


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Die Frau mit dem Alabasterkrug

Margaret Starbird sucht in ihrem Buch als opportunistischer Kritiker nach der/einer Wahrheit um das Leben der Maria Magdalena und damit verbunden Jesus Christus.

Schon 1993 deckt sie historische Fakten um die schillernde, mystische Person Maria Magdalena auf. Die saubere literarische, historische Recherche dürfte für viele Autoren, unter anderen Michael Baigent (Die Gottesmacher, 2006) und insbesondere Laurence Gardner (Hüterin des Heiligen Gral, 2006) bedeutende Grundlage deren Werke sein.

Ich hatte das große Glück, Margret Starbird vor über 10 Jahren in Rennes le Château kennengelernt zu haben und danke ihr von ganzem Herzen, dass sie mich schon damals für diese Thematik begeistert und sensibilisiert hat.

Das vorliegende Buch ist meiner Meinung nach ein "muß" für denjenigen der sich mit dem Mythos Gral, Maria Magdalena, Jesus und die Blutlinie Jesu beschäftigt.


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Eine herrliche Erweiterung des Blickwinkels

Margaret Starbird hat mir mit diesem Buch eine neue alte Welt geschenkt. Es ist als ob sie uns die Scheuklappen die uns mehr als tausend Jahre den Blickwinkel verengten,abgenommen hat. Sie laesst uns Einblick gewinnen in eine Vergangenheit in der die Fesseln der Engstirnigkeit die nur eine maennliche Hierarchie anerkennen, sich durch Jesus loesten. Vor zweitausend Jahren hatte Jesus versucht uns Toleranz und Naechstenliebe zu lehren. Mit Wort und Beispiel zeigte er uns dass Mann und Frau in Hieros Gamos Menschen werden. Und Margaret Starbird bringt seine Welt in unsere Welt.
Es ist ein ausgezeichnetes Buch, und ich empfehle es mit ganzem Herzen. Margaret Starbird hat inzwischen in Amerika neuen Erfolg mit weiteren Werken: The Goddess in the Gospels; Mary Magdalene, Bride in Exile; The Feminine Face of Christianity; und mehr. Ich habe alle ihre Buecher mit Begeisterung gelesen. Sie sind ausgezeichnet. Und ich empfehle jedes der Werke!
Ulla Reif Torres, Lakewood, Washington, USA


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verschwiegen aber nicht verloren - das göttlich Weibliche

Dan Brown hat es in seinem Bestseller Sakrileg sehr deutlich zur Sprache gebracht, die Gesellschaft in der wir leben ist eindeutig patriarchalisch geprägt. In Sakrileg stellt sich heraus, dass das daran liegt, weil die abendländische Welt zu stark von der römisch-katholischen Kirche beeinflusst worden ist, welche das göttliche Weibliche verleugnet und dadurch die Frauen wie alles Weibliche unterdrückt.

Woher nimmt aber Dan Brown diese Idee oder soll man davon ausgehen, dass er sich das selbst ausgedacht hat?
Nein, selbst Dan Brown beruft sich auf einige Quellen, die er allesamt in seinen Büchern aufzählt, weshalb ?seine? Idee vom göttlich Weiblichen auch nicht ganz neu ist.

Ins Rollen gebracht wurde der Stein einst durch das umstrittene Werk ?Der Heilige Gral und seine Erben?, welcher auch die überzeugte Katholikin Margret Starbird dazu brachte sich mit dieser Thematik näher zu befassen. Anfangs noch gegen die Grals-Theorien, begann sie sich selbst mit Bibelstudien und Forschungen über die Apokryphen zu befassen, um die häretischen Theorien über eine Heirat Jesu und Maria Magdalena zu entkräften. Ihre Studien führten sie jedoch entgegen ihrer ursprünglichen Absichten dazu in Maria Magdalena tatsächlich die Ehefrau Jesu und Mutter seiner Kinder zu erkennen.

Als eine der wichtigsten Quellen für Sakrileg erweist Dan Brown der Autorin und dem Buch seine Anerkennung, durch einen leidenschaftlichen Kommentar auf der Buchrückseite von ?Die Frau mit dem Alabsterkrug?. Dieser positive Kommentar alleine macht aus dem Buch noch lange nicht die wichtigste Quelle Dan Browns (im Grunde ist diese ja das Buch ?Der heilige Gral und seine Erben?), unter dem Buchtitel sind jedoch noch die sehr einflussreichen Worte ?Das Schlüsselbuch aus Dan Browns Sakrileg? zu lesen.

Beginnend mit einer Kurzgeschichte über Maria Magdalena führt das Buch ein in die Theorie, dass Maria Magdalena, nicht nur auch als Maria von Bethanien in der Bibel vorkommt, sondern auch noch mit diesem seit der Hochzeit von Kanaa verheiratet war. Auch spricht sie dabei Jesus vorwegs menschliche Seite an, so dass dieser zwar auserwählt gewesen sei und der Sohn Gottes, aber nicht ganz in dem sakralen Sinn der römisch-katholischen Kirche.

Der Beginn der Geschichte liest sich wie folgt:
Schwanger von Jesus und verfolgt von dessen Häschern, muss Maria Magdalena nach dessen Kreuzigung zusammen mit Josef Arimathea durch die Wüste nach Alexandria fliehen und dort ihr Kind zur Welt bringen. Anders als erhofft ist dieses Kind jedoch eine Tochter, was Marias Lage radikal ändert, denn alle haben einen männlichen Stammhalter erwartet. Einige Jahre später bricht Maria zusammen mit ihrer Tochter Sarah nach Gallien auf, um dort in Sicherheit weiterleben zu können.

Danach sollen diese Nachfahren Jesu in die Familie der Merrowingerkönige eingeheiratet haben, welchen ähnliche mystische Fähigkeiten nachgesagt werden. Später in der Geschichte soll es dann ein Nachfahre der Merrowinger gewesen sein der als Gottfried von Bouillon der Jerusalem und damit seinen Thron als Nachfahre Davids wieder eingenommen hat. Nebenbei werden auch die Katharer mit den Lehren eines verheirateten Jesus in Verbindung gebracht, weshalb diese auch Opfer eines eigenen Kreuzzugs geworden sein sollen. Immer wieder verweist die Autorin dabei auf das Werk der Herren Lincoln, Baigent und Leigh, welches ihre Aussagen bestätigen soll.

Die zentrale Theorie des Buches ist jedoch die Verleugnung des göttlich Weiblichen, welches von der Kirche als Feindbild verinnerlicht worden sein dürfte, weil diese ansonsten um ihre Legitimität zu fürchten haben soll. Um ihren Schlüssen eine seriöse Aura zu verleihen gibt die Autorin dabei immer wieder ihre kaum anzuzweifelnden Quellen an (welche jedoch aufgrund gezielter Absichten als vorselektiert zu betrachten sind).

Fazit:
Insgesamt ist dieses Buch ein Werk welches darauf aufmerksam macht, dass da doch eine andere Wahrheit hinter den Worte der ?offiziellen Version? steckt. Der durchwegs gute Schreibstil und die logischen Schlüsse, können zwar die teilweise anzweifelbaren Beweise und Verweise nicht ganz wettmachten, aber ein soziales Umdenken wäre dennoch angebracht.


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