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Anne Frank Tagebuch
Anne Frank
Fischer (Tb.), Frankfurt
, 2002 - 316 Seiten
durchschnittliche Kundenbewertung:
basierend auf 105 Bewertungen
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empfohlen!
Ich bin von Anne fasziniert!
Wer hätte gedacht, dass man mit 13 bis 15 Jahren schon so reif sein kann? Der Schreibstil und vor allem ihre Gedankengänge haben eine Tiefe, die kaum jemand in seinem Leben erreicht!
Der damalige höhere Bildungsstand in den Schulen + die Deprivation der
Anne ausgesetzt
war, verhalfen ihr jedoch zu einem schnellen geistigen Wachstum und das schlägt sich natürlich auch auf die Qualität ihrer Niederschrift nieder. Natürlich sind typische Jugendprobleme von ihrem
Tagebuch
zu vernehmen, wie sie diese jedoch mit ihrer Reife meistert, ist einmalig!
Welche Person kann das MENSCHSEIN besser repräsentieren als Anne? Nicht viele. Ihre Selbstehrlichkeit, ihr Bildungsstand, ihr Intellekt, ihre Selbstreflexion, ihre Fähigkeit sich selbst zu hinterfragen und zu kritisieren und sich anschließend zu VERÄNDERN, sind Tugenden, die vielen Menschen fehlen.
Dieses Buch ist für alle eine Bereicherung, die mal neue Welten, neue Gedankengänge und sich selbst besser kennen lernen möchten.
Wer jedoch mehr über die damalige Verfolgung der Juden wissen möchte, so wie die Vorgehensweisen der Nazis, wird hier vermutlich zu kurz kommen, da Anne größtenteils über ihre Unannehmlichkeiten im Hinterhaus berichtet und kaum über die politischen Hintergründe aufklärt.
Deswegen ein Stern abzug. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass das Buch ursprünglich nur als privates Tagebuch konzipiert war.
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Mahnende Erinnerung
Es ist eigentlich zu traurig, um es zu lesen und dennoch Geschichte pur. Ich habe es regelrecht verschlungen und mußte auch über so manche Anekdote schmunzeln, was sie als junges Mädchen manchmal so für Ausdrücke in dieser harten Zeit gebrauchte.
Einfach lesenswert und zum nachdenken.
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pflichtlektüre
dieses buch ist erschütternd und so authentisch das es fast schon unerträglich ist. aus diesem buch könnten viele leute wirklich noch etwas über menschlichkeit lernen.
unsterblich
Nachdem Otto
Frank immer
wieder gegen Vorwürfe, vornehmlich von Holocaust-Leugnern, gerichtlich vorgehen mußte, das
Tagebuch seiner
Tochter sei nicht echt, liegt jetzt die ungekürzte Fassung des Original-Tagebuchs von
Anne
Frank vor.
Aus der ersten Fassung, die direkt nach dem Krieg veröffentlicht wurde, hatte Otto Frank noch Annes Aussagen über ihre Sexualität entfernt und allzu wüste Beschimpfungen über ihre Mutter.
Diese Textteile sind in der neuen Fassung nun enthalten.
Ebenfalls berücksichtig wurde, daß Anne ihr Tagebuch schon redigiert hatte, weil sie es für eine Veröffentlichung nach dem Krieg unter dem Titel Das Hinterhaus vorgesehen hatte.
Sie wollte Schriftstellerin werden. Dazu kam es nicht mehr. Sie starb in Bergen-Belsen in den letzten Tagen des Kriegs, kurz vor der Befreiung des Lagers, nachdem einige Tage zuvor ihre Schwester Margot gestorben war.
Anne hat ihr Schriftstellerin-sein nicht mehr erlebt, trotzdem ist ihr Buch eins der bekanntesten der Weltliteratur, und auch ihr Name ist kaum einem unbekannt.
Die Lebendigkeit und Eindringlichkeit mit der sie schreibt ist beeindruckend.
Hätte sie überlebt, wäre das Buch Das Hinterhaus sicher nicht ihr einziges geblieben.
Ich habe dieses Buch, die erste Fassung, gelesen, als ich ungefähr in Anne Franks Alter war.
Stand für mich damals eher die Identifikation mit der Erzählenden im Vordergrund, die Lebenswelt und die Beschreibung einer Altersgenossin, so bin ich jetzt, zwanzig Jahre später, beeindruckt von der Reife, Reflexionsfähigkeit und Einsicht einer 14-jährigen.
Anne Frank erkennt in ihrem Tagebuch tiefere innere Zusammenhänge, die vielen Erwachsenen verschlossen bleiben.
Natürlich gleitet ihre Beschreibung ihrem Alter entsprechend oft ins Schwärmerische ab, besonders wenn es um ihre Gefühle für Peter van Daan/van Pels geht, aber insgesamt legt sie eine erstaunlich reife Innensicht an den Tag.
Sie konnte nicht hinaus, raus aus dem Hinterhaus, also ging sie nach innen, in ihre eigene Welt und fand dort Erstaunliches.
Was Anne Frank in diesem Mikrokosmos, in diesem Leben auf engstem Raum mit anderen Menschen gelernt hat, bleibt manchen Menschen ihr Leben lang verschlossen.
Sie schreibt Einsichten und Erkenntnisse über Menschen und Menschsein in ihr Tagebuch, die sie sicherlich nicht erkannt hätte, hätte sie das Leben einer normalen 14-jährigen geführt die nach draußen gehen kann.
Sie mußte ein ganzes Leben in sehr kurzer Zeit leben. 1944 wurde sie mit dem letzten Transport, der vom holländischen Lager Westerbork aus ging, nach Auschwitz deportiert. Im Februar oder März 1945 starb sie nach einem sogenannten Evakuierungstransport in Bergen Belsen.
Irgendwo in ihrem Tagebuch schreibt sie, daß sie durch ihr Schreiben gerne unsterblich werden will.
Das hat sie geschafft.
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Meinungen
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Dieses lebendige, Einblick gewährende
Tagebuch
ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam
Anne
Frank
zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. --Wendy Smith
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