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Die Helden der Familie
Norbert Bolz
Fink (Wilhelm)
, 2006 - 119 Seiten
durchschnittliche Kundenbewertung:
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was wahr ist, was wahr ist.......es gibt Helden der Familie
......wann ist es wieder so weit, daß Deutschland kinderfreundlich wird? Wann ist es wieder so weit, daß Mutterschaft Freude macht ? Ist ein Kinderlächeln durch einen Arbeitsplatz zu ersetzen ? Eine Mutter ist kein Heimchen am Herd. Sie ist der Anfang einer Nation! Die Aufgabe der Kindererziehung ist nicht hoch genug einzuschätzen und muss entsprechend honoriert werden. Da die Eigenart einer jeden
Familie
in staatlichen oder kirchlichen Kinderaufbewahrungsstätten nicht kopiert werden kann, ist das Buch von Professor Norbert Bold eine Anleitung zur Hommage an die Familie. Wir sind Weltmeister im organisieren; im Exportgeschäft; in vielen Sportwettbewerben. Werden wir wenigstens Europameister in Kinderfreundlichkeit und nehmen wir bezüglich der Geburtenrate wenigstens einen Platz mehr über den Mittelplatz ein. Das wär doch was. Wie sagte doch ein "Unbekannter": "Ich hörte ein Kinderlachen aus dem Fenster. Da wusste ich, es wird ein schöner Tag."
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Unbequeme Wahrheiten für uns alle, brilliant durchdacht
Hätte nicht gedacht, das dieses Buch mal eines meiner Lieblingssachbücher wird. Selten hab ich auf so brilliante, geschliffene Art und Weise jemanden über den Wert der
Familie schreiben
hören. War(bin) auch selbst betroffen: als Ingenieurin habe ich erlebt, wie einem schon bei der Erwähnung des Berufes Bewunderung entgegenschlägt, als Mutter von zwei Kindern und deshalb jetzt arbeitslos, weil ich sie nicht 9 Stunden und mehr irgendwo "wegstecken", sondern gerne selber engagiert erziehen will:
oft abfällige Bemerkungen, "Hascherl", "dein Mann sponsort dich ja", noch die harmlosessten, auf einmal kriegt man bei der Bank kaum mehr ein eigenes Konto mit kkleinem Dispo,etc. Früher habe ich selber manchmal so unbedacht über Mütter geurteilt, und das tut mir heute mehr als leid.
Fazit: Aus eigener Erfahrung und Vergleich: Mutter sein ist anstrengender, aber auch wesentlich erfüllter als die meisten Berufe.
In der Forschung und Entwicklung war ich oft weniger gestresst als in der "zweiten Schicht" zu Hause mit den Kids. Anerkennung für die enormen Leistungen mit der Erziehung: für Mütter : Fehlanzeige in dieser Gesellschaft. Herr Bolz beschreibt das sehr prägnant auch an mit vielen pfiffigen Beispielen, bei denen einem das anfängliche Lachen im Hals stecken bleibt.
Eines kommt ganz deutlich heraus: Hier in dieser Gesellschaft muss sich jeder entscheiden: Mehr Konsum, mehr Rente, mehr Luxus und dafür am besten bloß kein Anhang an der Hacke; oder viele Einschränkungen materieller Art, aber dafür eine Lebensentwicklung mit oft viel Freude und echtem Glück mit Kindern. Zum Alter hin dann weniger im Portemonnaie, aber meist mehr "authentische" Lebenserfahrung, Gelassenheit bis hin zu Weisheit im Gepäck = Seele. Bedenken sollte man vielleicht ab und an mal: Das letzte Hemd hat keine Taschen, aber vielleicht hält einem ja der Sohn in der letzten Sekunde die Hand. Ich weiß, was ich mir wünsche, zu diesem Zeitpunkt.
Kleiner Nachtrag aus dem Buch: "Man schätzt den Beitrag der Familien zur Humanvermögensbildung auf 6 Billionen Euro." Bundesfamilienministerium.
Kein weiterer Kommentar nötig, oder?
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Ja!
Norbert Bolz bürstet mal wieder gewohnte Gedanken gegen den mainstream. Haben uns Diskussionen im Fernsehen, Kommentatoren der Zeitungen und Schreiberlinge wie Schirrmacher mittlerweile den Kopf verdreht, so richtet Bolz den Blick auf das, was sperrig und nicht so leicht verdaulich ist. Zum Teil hat man beim Lesen den Eindruck, eine Neuauflage von humae vitae zu lesen, dann aber dämmert es, dass es nicht um theologische oder kirchliche Ideologien geht, sondern um eine durchdachte Psychologie und Philosophie der
Familie
. Hauptaussage des Buches ist, dass Familien der Ort für starke Bindungen sind. Und es ist ein bisschen wie bei der Psychoanalyse: Wer keine Psychoanalyse gemacht hat, kann auch kaum darüber urteilen. Also, wer nicht in einer Familie lebt, entwickelt Vorstellungen von Beziehung und Liebe, die bei genauer Betrachtung vielleicht mehr Abwehrstrategien darstellen als tatsächlich glücklich machende Lebensformen. Das Buch von Norbert Bolz sollte zur Pflichtlektüre von Politikern gemacht werden, damit die wohlklingenden Parolen mal kritisch reflektiert werden und der Wert, den Familien darstellen nicht nur unter dem Aspekt der Rentensicherung gesehen werden, denn das ist für jeden, der sich als Vater oder Mutter im Alltag abmüht, ein Schlag ins Gesicht. Und für Kinder ist es entwürdigend, sie immer nur unter diesen Aspekten in politischen Diskussionen zu behandeln.
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