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Blicktricks
Uwe Stoklossa

Schmidt (Hermann), Mainz, 2005 - 274 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 5 Bewertungen
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visuell verführend (Düsseldorfer Chic), aber nicht immer aufklärend (Schweizer Klarheit).

Durch dieses Buch erfährt man eine sehr erfrischende Augendusche. Ich habe zwar nicht den Eindruck, dass der Autor immer ausreichend deutlich macht, warum die jeweilige Auswahl in der Werbung geeignet ist und wie ein angehender Designer geeignete Bilderfindungen selber hervorbringen kann, dafür ist die Auswahl aber sehr gelungen.
Die Anleitungen am Ende des Buches erklären die allgemein bekannten Regeln der Wahrnehmung dann oft nur mit den alt bekannten Beispielen. Dort wird leider nur das Funktionieren dieser Regeln beschrieben, aber zuwenig Anstoss für eigene Kreationen gegeben. Der Autor vertraut ausschließlich auf die inspirierende Kraft der gut ausgewählten Bilder und der guten Gestaltung des Buches. Die übliche Vorgehensweise eines Werbers.
Mit "Blicktricks" sind allerdings Gestalter anzusprechen und weiter zu bringen.
Eigentlich erscheinen die Anleitungen als überflüssig in diesem an sich interessanten Bilderbuch. Dem Autor fehlte es eventuell an Mut, "nur" ein Bilderbuch zu publizieren.
Zu den klassischen Wahrnehmungsregeln fand der Autor aber Beispiele aus der Werbung, die die Standardregeln näher in den heutigen Kontext rücken.
So liefert dieses Buch gute Ergebnisse für den bereits tätigen Designer und für den Anfänger interessantere Beispiele für Gestaltungsgrundlagen.


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Nicht nur für Grafik-Designer

Dass es sie gibt, die GUTE Werbung, das wussten wir bereits. Ich meine diejenige die uns Konsumenten und Endverbrauchern Spaß macht und nicht nur zuzudröhnen versucht. Alle paar Monate kommt es vor dass man beeindruckt vor einem Plakat stehenbleibt und sich tatsächlich darüber freut, es zu sehen. Alle paar Monate.

Dank Uwe Stoklossa weiß ich jetzt, wie sie funktioniert, die GUTE Werbung. Er hat quasi ein Best-Of der letzten Jahrzehnte zusammengetragen - was allein als "Bilderbuch" schon ausgesprochen unterhaltsam ist und den Kauf lohnt. Er hat sie untersucht und anschließend systematisch herausgearbeitet, was diese Werbung ausmacht und wie (wieso) sie funktioniert. Schon beim ersten Durchblättern vergeht keine Seite, bei der man nicht beeindruckt in sich hineinlächelt. Und oft ertappt man sich dabei, wie man versucht einem Freund von seinen Entdeckungen zu erzählen, weil man davon nicht mehr losgelassen wird.

Ich kann nur hoffen, dass dieses Buch zu einem Standardwerk in der Werbebranche wird und die Macher zu weiteren Höhenflügen der Kreativität anspornt, dann wäre auch mir als Konsument und Mietglied diverser Zielgruppen gedient, ich könnte mich öfter an GUTER Werbung erfreuen als alle paar Monate.

Aber auch allen anderen Menschen, die wie ich nichts mit Werbung und Grafikdesign zu tun haben, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Viele Stunden des Entdeckens und Erfreuens stehen Ihnen bevor. Und beste Unterhaltung.


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Wenn Werbung endlich mal Spass macht

Ich gebe zu: gekauft habe ich das Buch nicht, aber ich habe es zur Probe gelesen (naja, es überwiegen ja die Bilddarstellungen) - und war begeistert.
Normalerweise hasse ich Werbung, aber nur dann, weil sie meist so unoriginell und ausgelutscht daher kommt, egal ob vom Fernseher oder von der Litfasssäule kommt (ich sag unter anderem: Sex Sells).
Dieses Buch zeigt, dass es auch anders gehen kann: in diversen Kategorien werden internationale und nationale Werbeplakate und -anzeigen vorgestellt, die visuelle Überraschungseffekte und optische Täuschungen bieten, so dass man, wie es heisst, einfach ein zweites Mal hinschauen muss. Die Produktauswahl ist durchwachsen - es kann sich um Lebensmittel, um Genussmittel, um Messen, um Veranstaltungen, um Geräte oder um Kampagnen handeln. Auch in diesem Bereich wird dem Betrachter viel geboten.
Zwar kommt einem dieser Preis recht hoch vor, doch diese Blicktricks sind es fast vollkommen wert und besonders empfehlenswert für Menschen, die in der Werbebranche arbeiten und sich so Inspirationen holen wollen oder einfach für jene, die auch mal staunen wollen :)


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Diese Bilder sagen mehr als tausend Worte

Bilder müssen, wenn sie auffallen wollen, mit unseren Sinnen spielen, uns mit optischen Tricks und Täuschungen irritieren, uns dazu verleiten, zu assoziieren. Wie das geht, zeigt und erklärt Uwe Stoklossa.

Aufmerksamkeit ist unser knappstes Gut geworden. Jeden Tag buhlen Tausende von Werbebotschaften um das kleine Bisschen Aufmerksamkeit, das uns noch geblieben ist. Wer wahrgenommen werden will, muss mit unserer Wahrnehmung spielen. Unser wichtigster Sinn in diesem Spiel ist das Sehen, denn: Das Auge sitzt vor dem Verstand, wie Herausgeber Thomas Rempen im Vorwort von "Blicktricks" zu Recht festhält.

Von der Diplomarbeit zum Buch

Thomas Rempen ist nicht irgendwer. Er ist ein erfahrener Werber. Und Professor an der Universität Essen. Dort unterrichtet er Kommunikationsdesign. Natürlich muss er auch Diplomarbeiten prüfen. Etwa "Ich sehe nichts, was du nicht siehst" von einem gewissen Uwe Stoklossa. Dieser Stoklossa wollte am Beispiel Werbung den Phänomenen der Wahrnehmung auf den Grund gehen. Er sammelte, analysierte, sezierte, sortierte und ordnete Abertausende erfolgreicher Anzeigen, um ihr Erfolgsgeheimnis zu lüften.

Die Diplomarbeit hatte das Zeug zu mehr, meine Professor Rempen, weil sie übersichtlich, lesbar, interessant und, vor allem, lehrreich war. Darum legte er sie einem Verlag vor, der sich auf Typografie und Grafik spezialisiert hat. Dieser, bekannt für besonders aufwändige Bücher, sagte zum Glück "ja" - und aus der Diplomarbeit wurde ein Buch. Mehr noch: Ein Kompendium für alle, die wissen wollen, wie erfolgreiche visuelle Kommunikation verführt; ein Lehrbuch für alle, die lernen wollen, was wir sehen und wie wir sehen.

Die Prinzipien des Sehens lernen

Wahrnehmungspsychologen, Mediziner, Biologen, Physiker und Künstler beschäftigen sich schon lange damit, wie wir Bilder wahrnehmen. Im Kommunikationsdesign galt bisher als talentiert, wer gut, anregend und letztlich erfolgreich warb. Uwe Stoklossa sieht das nicht ganz so, denn für ihn sind die Prinzipien des Sehens lernbar, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Er beweist das in zehn Kapiteln, von "Figur und Grund" bis "an Ort und Stelle" mit rund 500 Beispielen, die ihr Geheimnis oft erst auf den zweiten Blick preisgeben.

Während diese zehn Kapitel zeigen, wie wir verführt werden, erklärt das abschliessende Kapitel "aus den Augen - in den Sinn", wie diese Blicktricks funktionieren. Die 60 Seiten sind fachlich fundiert und dennoch leicht und spannend zu lesen; auch der Laie versteht, wie optische Tricks und Täuschungen mit unserem Sehsinn spielen. Dieses Wissen reicht allemal, um sich für die Macht des zweiten Blickes zu sensibilisieren und damit die Umworbenen zu verführen, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Zumindest für einige wenige Sekunden.


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wow

Ich war sehr begeistert von dem Buch. Es gehört doch schon einiges dazu, eine wirklich gute Werbung zu gestalten, und das ist nicht wirklich einfach. Wirklich beeidruckende Blickwinkel, die einem dieses Buch gibt - jetzt geht es an die Umsetzung. :-)



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