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Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg
Hape Kerkeling

Malik, 2007 - 320 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 682 Bewertungen
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Buch mit Witz und Tiefgang!

Allgemein gesagt, ist das Buch nicht schlecht und sehr gut zu lesen. Ist schon lustig, wie er alles so genau beschreibt und anfangs immer dieses "Aua, meine Füße!" und so. Der Mensch Hape Kerkeling ist mit schon immer irgendwie sympathisch, aber dieses Buch hat ihn mir irgendwie noch näher gebracht. Für mich eines der besten Bücher die in letzter Zeit veröffentlich worden sind.


Nicht ohne Grund Bestseller!

Habe dieses Buch bestimmt an die 5mal verschenkt, und bin immer wieder begeistert. Hoffe auf mehr davon!






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Kurzweilige Lektüre

Das Buch wird mir ein wenig zu sehr über den grünen Klee gelobt.
Natürlich ist es sehr gut geschrieben und vielleicht sogar als Hörbuch witziger, wenn HP seine tagebuchaufzeichnungen selbst liest.

Aber irgendwie bekomme ich die Ernsthaftigkeit einerseits und die freiwillige, oder auch unfreiwillige Komik nicht ganz unter einen Hut.
als Promi diesen Weg zu machen, ständig der Gefahr ausgesetzt zu sein., dass man von den Mit-Pilgern erkannnt wird, ist wahrscheinlich auch kein Zuckerschlecken.
HPs Hotelübernachtungen sind verständlich, aber dennoch schade, wahrscheinlich hätte es der Pilgerreise und damit seinen Aufzeichnungen gut getan und zweifelsohne wäre das Buch ausführlicher geworden.

Gut für zwischendurch, mal hier ein Tag, mal dort einen Tag lesen, aber das wars auch.


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Das ist doch einen Versuch wert!

"Wer nach Santiago pilgert, dem vergibt die katholische Kirche freundlicherweise alle Sünden. Das ist für mich nun weniger Ansporn als die Verheißung, durch die Pilgerschaft zu Gott und damit auch zu mir zu finden. Das ist doch einen Versuch wert!" Der deutsche Entertainer und Kabarettist Hape Kerkeling, der sich bislang öffentlich eher als kirchenkritisch und glaubensfern bekannte, hat sich 2001 nach einem Gehörsturz und einer Operation auf den Jakobsweg begeben - letztlich inspiriert durch einen Reisebericht vom Camino.
Beachtlich ist die breite Resonanz auf das nun vorliegende Tagebuch seiner sechswöchigen Pilgerschaft: Nur wenige Monate nach Erscheinen liegt es bereits in der neunten Auflage vor. Gründe für das breite Interesse nicht zuletzt auch in den Medien sind vielleicht die Redlichkeit und die Absichtslosigkeit, die man Kerkeling zugesteht - ein Buch mit religiöser Thematik, aber ohne Missionierungsverdacht.
"Ich frage mich, ob dieser wirklich ein Pfad der Erleuchtung ist, denn ich tappe nach wie vor weitgehend im Dunklen." Die Einträge sind fern von einem magisch-verklärten Pathos wie etwa bei Paolo Coelhos Reisebeschreibung. Kerkeling bleibt sich treu, wenn er Erlebnisse durch die Brille des Komikers sieht und jeden Abschnitt mit einer durchaus selbstironischen "Erkenntnis des Tages" beschließt. Dennoch geben die beschriebenen Erinnerungen und persönlichen spirituellen Erfahrungen - sei es beim Pilgern oder aus seinem Leben - eindrucksvoll Einblick in einen Menschen in und jenseits der Öffentlichkeit, der sich Religiösem hin offen zeigt, aber nicht ohne schmerzhafte Erfahrungen mit der Kirche geblieben ist. "Gott ist für mich so eine Art hervorragender Film [...], mehrfach preisgekrönt und großartig. Und die Amtskirche ist lediglich das Dorfkino, in dem das Meisterwerk gezeigt wird [...] Die Leinwand hängt leider schief, ist verknittert und hat Löcher."
Es ist spannend, den Weg und den Pilgerzirkus mit den Augen Kerkelings zu verfolgen, schließlich am Ziel anzukommen. "Und wenn ich es Revue passieren lasse, hat Gott mich auf dem Weg andauernd in die Luft geworfen und wieder aufgefangen. Wir sind uns jeden Tag begegnet." Angesichts der persönlichen Erkenntnisse und der Erfahrungen mit Gott, die Kerkeling festhält, klingt der Eintrag zu Beginn des Buches weniger eindeutig als er zunächst erschien: "Der Weg stellt jedem nur eine Frage: ,Wer bist du?'"



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Reisen mit Kerkelings Stimme

Zuerst möchte ich sagen, dass ich mich nach langem Hin und Her doch für die Variante Hörbuch entschieden habe - und ich bereue es keinesfalls!
Das Buch hatte ja schon einen grandiosen Erfolg - und nun las der Autor selbst daraus vor - man hat Kerkeling vor seinem geistigen Auge lachen, weinen, schwitzend vor sich gesehen. Es scheint, man läuft unsichtbar neben ihm her und darf seine Eindrücke, Gedanken und Erlebnisse mit ihm direkt teilen. Besonders lustig fand ich die Geschichten um "Schnabbel" und "s`Geschäfterl".
Man leidet mit Hape nach schwerer Anstrengung und freut sich mit ihm, wenn er Freunde trifft. Obwohl viele alltägliche lustige Situationen beschrieben werden, schafft es der Autor trotzdem mit Ernst an seinem Vorhaben festzuhalten und sich durch Gebirge, Hexenwälder, endlose Landstraßen durchzukämpfen und immernoch eine "Erkenntnis des Tages" zu vermitteln.
Ich habe viel gelacht, war aber auch an einigen Stellen sehr ergriffen - und habe noch mehr dazugelernt!
Kurz gesagt: Die Pilger-Reise eines Star-Komikers, der auf der Reise nach sich selbst ist und dabei gelernt hat, die eigene Person nicht so ernst zu nehmen! Eigentlich 7 Sterne wert!


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



Hape Kerkeling, aus der Kirche ausgetretener Komiker, Königin-Beatrix- und Horst-Schlämmer-Parodist, Schauspieler und (Let?s Dance)-Moderator, und der Jakobsweg, einer der wichtigsten Pilgerpfade überhaupt -- passt das zusammen? Auf den ersten Blick nicht wirklich. Kerkeling hat selbst seine Zweifel, als er sich in den Pyrenäen mit seinem elf Kilo schweren Rucksack Kehre für Kehre in Richtung fernes Saniago de Compostela dahinschleppt. Doch im Lauf der rund 800 Kilometer langen Tour schwinden die Zweifel, sowohl beim Autor als auch beim Leser. Die beiden passen, und wie.

Der Jakobsweg ist seit knapp tausend Jahren Gegenstand unzähliger Aufzeichnungen und Bücher, gerade in den vergangenen Jahren gab es eine wahre Flut zu diesem Thema. Und doch ist Ich bin dann mal weg erfrischend anders, was an der ganz und gar typisch Kerkeling?schen Art und Weise liegt, seine rund sechs Wochen lange Tour amüsant und beschwingt, aber dennoch ergreifend und sehr persönlich wiederzugeben. Seine ungekünstelten Tagebucheinträge machen Mut, dass auch ausgewiesene Couch Potatos die durchaus vorhandenen Strapazen der Wanderung zu meistern. Strapazen lauern übrigens auch in Gestalt wenig komfortabler Unterkünfte, manch ungenießbar scheinender Mahlzeit und aufdringlicher Weggefährten.

Kerkeling nimmt alle Hürden und dabei kein Blatt vor den Mund. Er beschreibt die Dinge und Menschen, wie sie sind. Demzufolge fungiert das 320 Seiten starke und mit einigen netten Fotos angereicherte Buch als ausgezeichneter und sehr detaillierter Reiseführer -- wenngleich sich im Vergleich zum Jahr 2001, in dem dieser Trip stattfand, sicherlich einiges geändert haben dürfte. Wichtiger noch ist aber die Funktion als vom Jakobsweg losgelöster spiritueller Ratgeber. Das Gute daran: Das Buch will gar kein spiritueller Ratgeber sein. Missionarischer Eifer, arrogante Besserwisserei, nervige Erleuchtungseskapaden? Fehlanzeige. Und doch geht es viel um Gott, Religion, Wiedergeburt (ein Thema, dass die Boulevardpresse dankbar aufgriff) und die zentrale Frage ?Wer bin ich?? Seine Gedanken bringt Kerkeling in den so genannten ?Erkenntnissen des Tages? auf den Punkt. Kostprobe vom 3. Juli: ?Manchmal ist es das Vernünftigste, einfach herrlich verrückt zu sein!? Zum Beispiel, als untrainierter Wanderer sechs Wochen lang zu wandern. -- Christian Haas


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