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Sieben Jahre in Tibet
Heinrich Harrer

National Geographic Taschenbuch, 2004 - 461 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 28 Bewertungen
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DER Klassiker!

Ein absoluter Klassiker, so spannend wie ein Roman. Meilen besser als die Verfilmung, da im Film etliche Details ausgelassen, verfälscht oder kaum wiedergegeben werden. Leider ist Harrer in der Zwischenzeit verstorben. Mit seinen Büchern hat er dazu einen Beitrag geleistet, das Tibet, so wie es einst einmal war und leider nie mehr sein wird, in Erinnerungen aller bleibt. Was bleibt, ist die Wut auf das damalige China, das ein einzigartiges kulturelles Erbe ruiniert und ausgelöscht hat.

Max Hungerbuehler


Aktuelles Zeitdokument

Wenn wir heute erleben, dass China Termine mit deutschen Politikern oder Unternehmen absagt, weil Kanzlerin Merkel den Dalai Lama empfangen hat, so gibt es kaum ein geeigneteres zeitpolitisches Dokument, etwas über die Anfänge dieser Entwicklung zu erfahren, wie das (Hör-) Buch von Heinrich Harrer.

Auf sechs CDs trägt Martin Schwarz - leicht gekürzt - die Aufzeichnungen des Bergsteigers und Forschers Harrer vor, der mit seinen Gefährten im Jahre 1939 mit Kriegsbeginn von den Briten "interniert" wird. Nach mehreren Fluchtversuchen gelingt es Harrer, seinem Expeditionsleiter Peter Aufschnaiter und einigen anderen im Jahre 1944 nach über 2000 km Fußmarsch über höchste Pässe und grimmige Kälte in die für Ausländer verbotene tibetische Hauptstadt Lhasa zu gelangen.

Dort lernt er den jungen Dalai Lama kennen und begleitet diesen bis zur Annektion Tibets durch China und bis hin zu dessen Flucht.

Fazit: Ein zeitloses Zeitdokument für alle Leser / Hörer, die an Tibet interessiert sind.


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Anspruchsvolles Werk von und über Harrer und Tibet

Sieben Jahre in Tibet“ stellt die ausgearbeitet Fassung des Tagebuches von Heinrich Harrer dar, der als erster Ausländer Tibet und später dem Dalai Lama so nah war.

Das vorliegende Buch ist mehr als bemerkenswert, betrachtet man allein die Fotografien, die sowohl Tibet als auch seine Menschen zeigen. Leider passen diese nicht immer exakt zum Text, doch muss man hierbei bedenken, dass es sehr lange gedauert hat, bis Heinrich Harrer schließlich einen Fotoapparat zur Hand hatte und diesen auch benutzen durfte. Dadurch lässt sich diese kleine Ungereimtheit leicht erklären und angesichts der Ausdrucksstärke der Bilder, von denen in der Buchmitte sogar einige farbige Abzüge abgebildet sind, auch schnell verkraften.

Leider ist „Sieben Jahre in Tibet“ sehr anspruchsvoll und damit auch anstrengend zu lesen. Der Leser muss sich sehr auf die Erzählung konzentrieren, doch sollte er sich davon nicht abhalten lassen, durchzuhalten und das Buch bis zum Ende zu lesen, denn dieses ist wirklich interessant geschrieben und ein Tipp für alle Liebhaber Tibets und diejenigen, die sich für den Buddhismus und den Dalai Lama interessieren.


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Ein faszinierender Tatsachenbericht über eine untergegangene Welt

Das Buch liest sich wie ein Abenteuerroman: Der Autor wird während des 2. Weltkriegs als im britischen Indien im Gefangenenlager Dehra Dun interniert.

Mit viel Chuzpe gelingt ihm die Flucht : Verkleidet spaziert er mit einigen Leidensgenossen eines Tages einfach rotzfrech aus dem Lager! Während der eine Teil der Geflohenen sich durch Indien nach Burma zu den japanischen Linien durchschlagen wollen, entscheidet er sich für die Flucht nach Tibet. Diese Flucht wird sodann packend beschrieben - aber noch faszinierender und packender ist die beschreibung des lebens im damaligen Tibet, am Hofe des Dalai Lama.

Es ist der Dalai Lama, der noch heute lebt und der damals ein Kind war! Er war zu dieser Zeit noch Oberhaupt des unabhängigen Staates Tibet - bis die Chinesischen Truppen einrückten und Tibet besetzten, was in sehr erschütternder Weise auch beschrieben wird. Der Leser erfährt viel über das Leben in dieser Welt, die es so heute nicht mehr gibt und wohl nie mehr geben wird. Kuriosum am Rande: Auch einer der anderen gemeinsam mit dem Autor aus dem Lager geflohenen Europäer, die sich nach Burma durchschlugen, hat über seine Flucht ein Buch geschrieben. "Die Chance war null" von Rolf Magener beschreibt - auch sehr spannend! - wie es den anderen ergangen ist.




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Eine Liebeserklärung an das alte Lhasa

Eines wird beim Lesen dieses Buches deutlich - Heinrich Harrer hatte sich in dieses Land verliebt, was auch den Verlauf seines weiteren Lebens deutlich geprägt und verändert hat. Mit diesem Reisebericht bringt er dem Leser jedoch nicht nur das Land Tibel näher, vielmehr geht es um die Menschen und die Art zu leben, die ihn offensichtlich fasziniert haben und sicherlich viele Leser in seinen Bann ziehen. Zugegeben, es ist schon etwas langatmig, wenn Harrer minutiös seine Flucht, seine Ankunft, sein Leben in und seine Flucht aus Lhasa beschreibt - aber es lohnt sich wirklich, dran zu bleiben und Seite für Seite dieses Reisedokumentes zu lesen. Es ist einfach authentisch, was und wie Harrer es beschreibt - insbesondere seine Begegnungen mit dem Dalai Lama.
Man mag zu Harrer stehen, wie man will - jedoch öffnet dieses Buch Horizonte, denn es erweitert den Blickwinkel und die Sicht auf mancherlei Dinge im Leben - auch wenn man dem Buddhismus gleichgültig oder skeptisch gegenübersteht.


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6



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