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Gefangener der Annapurna: Auf dem Grat zwischen Leben und Tod
Jean-Christophe Lafaille, Benoit Heimermann

National Geographic Taschenbuch, 2008 - 192 Seiten

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Besessen von der Annapurna

Jean-Christophe Lafaille beschreibt seinen 10 Jahre dauernden Versuch, den Gipfel der Annapurna, einen der gefährlichsten Berge der Welt, zu erklimmen. Die Geschichte beginnt mit einerm waghalsigen Versuch der Besteigung der Südwand der Annapurna, bei der Lafaille seinen Kletterkameraden verliert und unter unheimlichen Schwierigkeiten, Gefahren und Qualen alleine absteigen muss. Dieser Anfang wird sehr dramatisch und ergreifend geschildert. Es folgen durch das ganze Buch eine Serie von Expeditionsbeschreibungen, die dann endlich in der erfolgreichen Erklimmung des Gipfels schliessen. Das Buch ist gut geschrieben und diskutiert detailliert, wie die Menschen mit dem Trauma des Todes von Kameraden unterschiedlich umgehen. Es zeigt die Leidenschaft von Bergsteigern auf und hat viele sehr spannenende typischen Bergsteigerpassagen. Für Freunde des Bergsteigens recht interessant. Es kommen aber auch immer wieder die Schattenseiten des Himalaya-Bergsteigens, wie der Egoismus und Fanatismus zum Tragen.


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Bergsteigen mit Passion

Lafaille beschreibt in diesem Buch sehr schön die Leidenschaft, welche Bergsteiger zu solchen menschlichen Höchstleistungen wie die Besteigung eines über 8000 meter hohen Berges befähigt. Der Schreibstil ist nicht episch ausschweifend, sondern kurzweilig und auf den Punkt gebracht und doch kann man die Gefühle nachvollziehen, die L. bei dem Disaster seines ersten Besteigungsversuches der Annapurna erlebt haben muss. Leider ist der Autor seit Januar 2006 bei dem Versuch der Winterbegehung des Gipfels als vermisst gemeldet. Ironisch wenn man bedenkt, dass er in diesem Buch eine solche Expedition als "anmaßend" bezeichnet.


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besser geht's nicht!

eine packende Geschichte großartig erzählt. In meiner Sammlung von mehr als hundert "alpiner" Bücher wohl eines der besten. Inhaltlich sind ja viele Bücher über das Bergsteigen (für Bergsteiger) interessant, aber sehr häufig sind sie quälend geschrieben. Wo andere lehrmeistern oder einfach stilistisch langweilen, findet JCL die richtigen Worte und das passende Tempo. Ähnlich wie bei Krakauer kommt kein Pathos auf, aber eben auch kein amerikanischer Doku-Stil. Inhaltlich und vom persönlichen Ansatz am ehesten vergleichbar mit Joe Simpsons "Sturz in Leere". Besser geht's nicht!


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In Memoriam: Jean-Christophe Lafaille, seit 26.01.06 vermisst.

Ein sehr gut geschriebens Buch, absolut empfehlenswert.
Doch nun zum Traurigem.
Jean-Christophe Lafaille (* 6. Dezember 1965 in Gap, vermisst seit 26. Januar 2006) war Extrembergsteiger.
Lafaille galt als einer der weltbesten Höhenbergsteiger. Er hat alle seine Gipfel ohne künstlichen Sauerstoff bestiegen.
Seit dem 26. Januar 2006 wird er am Makalu vermisst. Er war zu einer Solo-Winterbesteigung des Makalu aufgebrochen.
Zum Erreichen der sämtlichen 14 8000er fehlten ihm noch der Makalu, Kangchenjunga (Kangchendzönga) und der Everest.



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Der gewaltige Annapurna ist ebenso faszinierend wie gefährlich, innerhalb einer Sekunde kann das Schicksal über Leben und Tod entscheiden. Jean-Christophe Lafaille, der als leistungsfähigster französischer Alpinist gilt, hat dies bei seiner Besteigung 1992 erlebt: Beim Aufstieg löste sich ein Haken, sein Seilkamerad Pierre Béghin stürzte in die Tiefe und war tot. Lafaille, selbst am Arm verletzt, brauchte fünf Tage um den Berg ohne Seil und Haken hinunterzusteigen. »Ich brauchte Jahre, um über dieses Drama sprechen zu können. Seitdem ist die Angst vor dem Sturz immer gegenwärtig...«

2002, nach zahlreichen Exkursionen, steht der Gebirgssprinter - die Geschwindigkeit, mit der er sich in die Höhe bewegt, ist sein Kennzeichen - doch auf dem Gipfel des Annapurna. Heute fehlen Lafaille nur noch zwei Achttausender, um sein Ziel zu erreichen, zu der kleinen Gruppe der Bergsteiger zu zählen, die alle vierzehn Gipfel erfolgreich bezwungen haben.


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