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Einbruch in die Freiheit
Jiddu Krishnamurti

Aquamarin, 1997 - 152 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 17 Bewertungen
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zeitlos genial!

Dieses Buch ist fuer mich einfach "Die Essenz".
Es ist faszinierend in seiner Einfachheit und doch schafft es der Autor kein wirklich wichtiges Lebens-Thema auszulassen.
Es ist vielleicht nicht optimal fuer einen Einstieg in "die Freiheit". Dazu scheint mir "Tu was du willst" von M.H.Buchholz weit besser geeignet zu sein. Doch, wenn man dieses Buch hier aufmerksam und vorbehaltlos liest, es in sich wirken laesst (Erfahrung mit Meditation ist hier sicher von Vorteil) - dann kann es wie eine Sauna fuer die Seele sein: Alle Unreinheiten, die einem durch die Gesellschaft ueber das Denken in die Seele "gemeisselt" werden, werden foermlich weggespuelt. Der Blick wird unvorstellbar klar!


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Jiddu Krishnamurti: Vermutlich der konsequenteste Praktizierer des Konstruktivimus, den es jemals gab

Krishnamurti und der Konstruktivismus

Jiddu Krishnamurti hätte sich selbst mit Sicherheit nie als Anhänger, Vertreter oder Praktizierer des Konstruktivismus bezeichnet. Trotzdem lebte er gerade diesen stärker aus, als alle anderen Anhänger des Konstruktivismus, die mir bekannt sind(Carl Auer, Watzlawick, Maturana, Heinz von Förster, Ernst von Glasersfeld - Um hier mal die Wichtigsten zu nennen).

Über ein Buch zum Konstruktivismus("Abschied vom Absoluten") bin ich auch zu diesem Denker gekommen. In dem Interview-Sammelband hatte ihn Paul Watzlawick gegen Ende des Interviews erwähnt. Der Interviewer fragte Watzlawick: "... Dieser Mensch, der die konstruktivistische Theorie in so etwas wie eine Lebensform überführt..." und Watzlawick antwortete, er habe in seinem Leben nur zwei Menschen getroffen, die auf diesem Weg schon sehr weit gekommen wären: Karlfried Grad Dürkheim und Jiddu Krishnamurti. Letzteren hatte er persönlich kennen gelernt. Watzlawick bezeichnete ihn jedoch nicht als "Konstruktivist" oder Anhänger dieser Richtung. So kam ich zu Krishnamurti.



Krishnamurtis Denken

Das dieses Buch hier so gelobt wird, wundert mich eigentlich sehr. Dass jemand, der sich keiner Gruppierung zuschreibt und sich von allen philosophischen und religiösen Richtungen dizanstiert, so viele Anhänger und Bewunderer hat, ist einfach unglaublich. Genau so unglaublich finde ich es, dass Krishnamurti es schafft, am laufenden Band dichteste Essenz zu bieten und überzeugen kann, ohne sich dabei auf Autoritäten zu berufen, Grundsätze zu formulieren oder sich in irgend einer Form im Kreis zu drehen. Daher würde ich das Buch auch jedem als erste Wahl empfehlen, der sich mit Krishnamurti oder seinem Denken beschäftigen will. Bei "jokers.de" gibt es eine 16-stündige DVD-Reihe von Krishnamurti und es gibt auch sonst wohl viel umfassende und längere Bücher von oder über Krishnamurti. Aber dieser Denker bietet schon innerhalb weniger Zeilen eine solche Radikalität und Essenz, dass ich schon im vorliegenden Buch nie mehr als 2 oder 3 Seiten am Stück lesen kann.



Inhalt

Das Buch basiert auf letzten Vorträgen, die er in der Endphase seines Lebens gehalten hat. Es deckt auch so ziehmlich alle Themen ab, die ich mir so vorstellen kann:

- Der Mensch und die Welt
- Selbsterkenntnis
- Achtsamkeit
- Glückseligkeit
- Egozentrik
- Furcht
- Gewalt
- Abhängigkeit
- Freiheit
- Zeit
- Tod
- Liebe
- Schönheit
- Leitbilder
- Trennender Raum
- Der Beobachter und das Beobachtete
- Das Denken
- Das Schweigen
- Erfahrung
- Meditation
- Religiöse Revolution - Leidenschaft



Meine eigene Meinung und Philosphie

Ich selbst vertraue immer wieder gern auf andere Menschen und folge ihnen bzw. ihren Ideen. Krishnamurti ist wohl jemand, mit dem sich jeder mal beschäftigt haben sollte. Ganz so radikal wie er zu denken oder zu handeln... naja. Darüber kann man sicher streiten. Ich bin der Meinung, dass ich mich kaum jemandem folge oder mich von jemandem beeinflussen lasse, wenn ich z. B. ein Buch zur Systemischen Strukturaufstellung lese, Fragen daraus beantworte und Dinge auf einem Blatt so aufmale, wie ich ihr Verhältnis zueinander empfinde oder sie dort nach eigenem Belieben verschiebe. Der "Konstruktivismus", dem ich mich verschrieben habe, ist auch eine relativ "offene" Philosophie, die garnicht erst behauptet, absolute Wahrheiten oder Erkenntnisse liefern zu können und sich auch selbst in Frage stellt. Der Konstruktivismus ist einfach eine Denkrichtung, die sich für mich als "passend", "hilfreich" sowie im zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Bereich sehr angebracht erwies("passend" ist hier nicht zu verwechseln mit "wahr" oder "richtig" - Die Bezeichung "passend" habe ich hier ganz bewusst gewählt). Manche Menschen werfen mir auch vor, ich solle mich nicht so auf Konstruktivismus festlegen und auch offen sein für andere Richtungen. Letzteres aber erhöht der Konstruktivismus gerade: Er ist weniger eine Philosophie als eine "Meta-Philosphie" und macht sehr offen und kritisch zugleich...


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Etwas zäh...

Nach den vielen positiven Rezensionen hatte ich mir sehr viel mehr erhofft. Nicht immer konnte ich den Äußerungen des Autors folgen, wodurch das Lesen stellenweise recht zäh wurde. Nicht, dass sie zu kompliziert gewesen wären, sondern vielmehr zu belanglos. Tiefe Erkenntnisse abgewechselt mit reiner Menschenkenntniss. Die Aussagen treffen zwar den Nagel auf den Kopf, kommen aber bei mir nicht richtig an und sind schnell vergessen. Da gibt es bessere Literatur!


unverschämt

In dieser Zusammenstellung einflussreicher Texte des Inders Jiddu Krishnamurti (1895-1986) erfährt der Leser den Kern seines revolutionären Denkens in konzentriertester Form. Wichtige Themen des Lebens, wie Liebe, Tod, Freude, usw. beleuchtet der Autor in unverschämt frischer Weise, die jeden Verfechter des Status Quo auf die Palme bringen würde. Es werden keine abgedroschenen Phrasen gepredigt, nach dem Motto: Entsage allen weltlichen Dingen, sondern in unvoreingenommenen, kühnen Gedankengängen wird den Tatsachen auf den Grund gegangen. Warum ist es so, wie es ist und nicht anders. Schon beim Lesen ertappt sich der Rezipient, wie er sich seines ganzen Dilemma bewusst wird, und allein aus der Gewahrwerdung heraus evtl. sein Leben ändert, bzw. automatisch eine andere Sicht auf die Dinge bekommt. Dies ist Literatur für`s Leben!


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Ein Klassiker, radikal, nobel, zeitlos und frisch ...

... ist dieses Bändchen, das innere Wahrheit von enormem Potential enthält.

Der Autor Jiddu Krishnamurti, geboren 1895, wurde bereits als Sechzehnjähriger zum geistigen Führer einer begeisterten und rasch erstarkenden religiösen Bewegung auserwählt. Er erhielt eine besonders sorgfältige Erziehung und Ausbildung. Doch Krishnamurti löste den eigens um ihn gegründeten Orden im Alter von 35 Jahren in aller Form auf. Für seine Anhänger brach eine Welt zusammen. Krishnamurti hatte aber damit der ungeheuren Versuchung widerstanden, ein mächtiges Religionsoberhaupt und angebeteter Guru zu werden. Stattdessen verkündet Krishnamurti fortan, daß die Wahrheit ein grenzenloses Gebiet ist, in der es keine vorgegebenen Pfade gibt. Weder Religionen noch Ideale und erst recht keine Führer können uns unseren höchstpersönlichen Weg zur Erleuchtung weisen. Auch unsere liebgewordenen Denkgewohnheiten können uns in die Irre leiten. Niemand kann uns die Verantwortung für unser Leben abnehmen, denn damit werden wir unfrei und abhängig. Man hüte sich beonders vor denen, die behaupten, den sicheren Pfad zum Seelenheil genau zu kennen. Jiddu Krishnamurtis Ansatz ist besonders ehrenwert, da er selbst seine Aussagen lebte indem er keine Vorteile aus seiner Lebenssituation gezogen hat und sich auch von großer Macht nicht korrumpieren ließ.

Kern von Krishnamurtis Aussage ist, daß jeder Einzelne persönliche innere Freiheit erlangen kann - durch Achtsamkeit.
Die strikte Ablehnung von Vorgaben, Ritualen, mystischen Handlungen und Traditionen macht das Buch zeitlos und zugleich radikal modern. Krishnamurtis Aussagen kommen leise und eindringlich, sind dabei unverbraucht und frisch und sie haben eine geistige Sprengkraft, die heute noch wirkt. Darum ist dies auch ein politisches Buch.


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4



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