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V wie Vendetta
Alan Moore, David Lloyd

Speed Comics, 2003 - 286 Seiten

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 12 Bewertungen
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Geniales Meisterwerk

Der Comic von V wie Vendetta ist herausragend und sehr lesenswert.Zunächst an alle Fans des Films:Ihr werdet einige Unterschiede beim Vergleich von Comic und Film fest stellen,jedoch lasst euch gesagt sein DER COMIC SCHLÄGT DEN FILM UM LÄNGEN.Der Comic bietet sehr viel mehr Hintergrund und wirft mehr kritische Fragen auf,die im Film aus Zeitgründen einfach weggelassen werden.So steht im Comic die Anarchie weit mehr im Vordergrund und die Partei ''Norsefire'' stellt mehr eine faschistische als eine religiöse dar.Auch die schönen Zeichnungen sollte man ansprechen ,da sie perfekt zum Comic passen und die nachcolorierung die erst später erfolgte ,da der Comic ursprünglich monochrom war,ist nicht wie bei vielen anderen Comics knall bunt ,sondern sehr dezent und gut passend.Das einzigste was an dieser Ausgabe des Comics auszusetzen wäre ,sind die zahlreichen Rechtschreibfehler ,für die sich der Verlag eigentlich schämen müsste.Alles im Allen kann ich euchs nur emfpehlen.


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beklemmende theorien

V wie vendetta zählt ohne frage zu dem besten was diese genre der weltliteratur jemals zu tage gefördert hat. ich bin mir sicher selbst der reine text, und das ist das entscheidende, wäre spannender als dieser lausige film der es auf keinen fall wert ist anzuschauen. da die botschaft die moore in seinem werk entwirft eigentlich radikaler und absoluter ist als kaum etwas was ich je gelesen habe, is es eigentlich verwunderlich dass eine derart große masse von menschen dieses buch verehrt.
man muss sich fragen ob unter diesen umständen oder anderen...nun ja

wenn ich mich recht erinnere, so empfand ich nach der letzten seite doch wirklich äußerst wiedersprüchlich. traurigkeit, große düsternis, erstaunen, aber alles nicht im bezug auf die letzten handlungsausläufer. im innersten fängt man an zu rebellieren, mit diesem ausgang mit dieser klarheit und wahrhaftigkeit nicht einverstanden zu sein. und doch holt es einen ein und man erkennt dass nichts einzuwenden ist und keine gegenargumente auch nur ansatzweise bestand hätten.-


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Ergänzungen zu allen Renzensionen

Nur kurz, da ich bezüglich des Inhalts dieses Meisterwerks nichts hinzufügen will: Neuerdings stellt amazon gern Renzensionen von verschiedenen Ausgaben (vergriffen, andere Ausgabe) zusammen. Das ist doch manchmal irreführend. Darum: DAS HIER ist die neueste, grundlegend überarbeitete Ausgabe. Komplett, in Farbe, gutem Lettering, ohne Rechtschreibfehler, mit Anhängen. Zeichner David Lloyd hat sie neben der amerikanischen Absolute Edition als die beste weltweit bezeichnet.


Der Ursprung

Sowohl der Film als auch das Buch zum Film basieren eigentlich auf diesem Comic, der in alter DC-Comics-Manier eher als Graphic Novell zu bezeichnen ist, damit sich Werke wie eben V wie Vendetta oder auch 300 von dem "normalen" Comics von z.B. Marvel abheben - was auch vollkommen richtig ist. Der Comic ist anstrengend zu lesen (wegen den Zeichnungen) und ist ganz anders als der Film/das Buch. Sicherlich sind Parallelen zu erkennen, doch merkt man schnell, dass man diesen Comic eins-zu-eins nicht hätte verfilmen können (wie so oft). Für Fans von V wie Vendetta aber doch lohnenswert!


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Atmossphärisches und ethnisches Meisterwerk

V wie Vendetta ist das berühmteste Werk des Zeichners David Lloyd und einer der ersten Versuche des Autors Alan Moore eine fortlaufende Serie zu verfassen.

Das Projekt begann ab 1981, konnte aber erst 1988 zu Ende geführt werden.

Der Comic zeigt einem eine sehr düstere Vision der Zukunft. Der dritte Weltkrieg ist geschlagen, ein atomarer Holocaust hat große Teile der Welt zerstört. England wird von einer nationalistischen Partei geführt, deren erste Handlung es war Ausländer, Homosexuelle und andersgläubige in diverse Konzentrationslager zu verfrachten und deren Besitz zu beschlagnahmen.

An der Spitze sitzt der (im Comic nicht namentlich benannte) Führer, der mithilfe der verschiedenen Abteilungen seines Polizeiapparates(dem Ohr, dem Mund, das Auge, der Nase und dem Kopf) ein kaltes, brutales Regime führt und dabei vollkommen in seinem "Vorhersehung" genannten Supercomputer aufgeht.

Die Partei ist allgegenwärtig und nur ein Mann wagt sich dem Regime entgegenzustellen, mit dem Ziel es zu zerstören, England in Anarchie versinken zu lassen, damit aus dieser eine neue und hoffentlich bessere Ordnung entsteht.

So viel zum Hintergrund.

Die im Comic vorkommenden Figuren(V, seine "Schülerin" Evey, Inspektor Finch, der Führer und diverse andere) werden nach und nach, wie später von Moore gewohnt beleuchtet und nehmen, jeder auf seine Art, ihren Platz in dieser menschenfeindlichen Welt ein, erfüllen ihre Aufgabe die ihnen vorgesehen wurde, sie sind auch nur schmückendes Beiwerk, da der richtige Star einem stets frech, froh und munter dank seiner Maske anlächelt nämlich, jener der dem Comic seinen Namen gab: V.

V ist die komplexeste und widersprüchlichste, der dort vorkommenden Persönlichkeiten . Auf der einen Seite ein einfühlsamer, empfindsamer, hochintelligenter, begabter Mensch, auf der anderen Seite, ein kompromissloser Psychopath, dessen Methoden die Grenze dessen, was man als "menschlich" ansieht bei weitem überschreiten. So kümmert es ihn wenig wenn ein paar Unschuldige bei seinen Aktionen sterben.

Gleichzeitig, wirft er damit folgende Fragen auf: Heiligt der Zweck die Mittel? Haben es diese Menschen nicht verdient? Und ist eine Ordnung, egal wie schrecklich sie auch sei, tausendmal besser als das was V vorschwebt?

Diese Fragen kann man nur sich selbst beantworten, da der Revolutionär mit der Guy Fawkesmaske, sich dazu ausschweigt um jedem seine eigene Meinung sich darüber bilden zu lassen.

V wie Vendetta ist für zwanzig Euro, als Comicroman erhältlich, enthält einige Anmerkungen seiner beiden Schöpfer, insgesamt alle Kapitel, mit doch geradezu meisterhaft gezeichneten und colorierten Zeichnungen, die mit ihrem, naja ich sag mal schmutzigen Look sich perfekt zur düsteren und unheilvollen Atmossphäre des Comics ergänzen.



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Meinungen: Seite 1, 2, 3



Um das Jahr 1990, während sich in Europa der eiserne Vorhang verflüchtigte, war in der US-amerikanischen Comicszene alles andere als Tauwetter angesagt. Von einer ?britischen Invasion? war dort die Rede, und gemeint waren damit bis heute bedeutende Szenaristen wie Neal Gaiman, Grant Morrison und vor allem Alan Moore. Auch wenn Moore sich damals bescheiden als ?Einäugiger unter Blinden? bezeichnete, revolutionierte seine neue, anspruchsvolle Erzählweise binnen weniger Jahre die angloamerikanische Comic-Kultur.

Der Durchbruch gelang Moore mit den heute schon zu Klassikern gewordenen Serien Swamp Thing und Watchmen. Seine ersten beiden großen Serien waren zuvor bereits im englischen Magazin ?Warrior? erschienen: der Superheldenepos Marvelman (heute Miracleman) und die Dystopie V for Vendetta. Letztere zeichnet ganz in der Tradition George Orwells das Bild eines faschistischen Großbritanniens. Moore schildert in zahlreichen kurzen Kapiteln das Schicksal von Tätern und Opfern in einem totalitären System. Hauptfigur ist der mysteriöse ?V?, der einzige Überlebende von Experimenten an Menschen in einem britischen Konzentrationslager.

Dank Moores poetischer Sprache und der düster-eindrucksvollen Visionen von Zeichner David Lloyd ist V wie Vendetta auch ein Vierteljahrhundert nach dem Erscheinen des ersten Kapitels noch eine packende, nervenaufreibende Lektüre. Die aktuelle Verfilmung durch die Wachowski-Brüder wird dafür sorgen, dass dieser Klassiker der neunten Kunst wieder in den Blick des Lesepublikums gerückt wird. Allerdings hätte man sich gewünscht, dass das für die vorliegende Ausgabe viel zu kleine Lettering überarbeitet wird, und auch die Übersetzung knirscht und rumpelt an vielen Stellen. Doch trotz dieser Kritikpunkte gehört V in jede repräsentative Bibliothek der Literatur des 20. Jahrhunderts. --Felix Darwin


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