Sein "Quintett für Streicher in C-Dur", das bei weitem das großartigste Werk für Streichquartett plus zusätzliches Cello darstellt, zeigt ihn auf seinem Höhepunkt. Unter Beweis gestellt wird dies insbesondere von dem ätherischen zweiten Satz, der an einigen Stellen jenes Gefühl von vorübergehender, spiritueller Lethargie vermittelt, das von vielen Minimalisten angestrebt, häufig aber nicht erreicht wird. Das Emerson Quartet mag einem im Vorfeld ein wenig zu nervös für diesen Auftrag erscheinen, statt dessen gibt es jedoch eine der besten Leistungen seiner Karriere ab. Anstatt von der lyrischen Verzückung der Musik einfach hinweggefegt zu werden, ergründet das Quartett ihre emotionale Tiefe und Bedeutung in konzentrierten, von Herzen kommenden Darbietungen. Das Werk ist offenkundig ein besonderes Lieblingsstück des Gastcellisten Mstislav Rostropovich (er hat es zuvor bereits mehrere Male aufgenommen), aber wie bei den meisten Kammermusikern ist seine Anwesenheit weniger hörbar als vielmehr spürbar. Vielleicht ist gerade er derjenige, der für die besondere Wärme dieser Darbietung verantwortlich ist. --David Patrick Stearns