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Weill/Brecht - Die Dreigroschenoper
Nina Hagen, Kurt Weill, ...

Rca Red S. (Sony BMG), 1999

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 7 Bewertungen
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Hörenswert

Auch ich zähle mich zur großen Schar der Fans der Dreigroschenoper, die sicher zu den meist aufgeführten und interpretierten Stücken der Neuzeit gehört. Diese Popularität bringt es mit sich, dass es kaum einen bekannten Namen aus der Theaterwelt gibt, der nicht schon mal in irgendeiner Aufführung aufgetaucht wäre. Nit Max Raabe und Nina Hagen indes war nicht zwingend zu rechnen. Aber es hat sich gelohnt! Selten habe ich eine unterhaltsamere Interpretation der Dreigroschenoper gehört. Wie von anderen Rezensenten schon erwähnt, passt Raabe mit seiner speziellen Art zu singen hervorragend zur Atmosphäre dieses Stückes. Und mit Nina Hagen hätte die Celia Peachum kaum besser besetzt werden können. Macht sie doch mit der unglaublichen Bandbreite ihrer Gesangsstimme die Intreganz der Figur plastisch.

Fazit: Diese CD ist ohne Abstriche empfehlenswert und auch für alte Fans von Brechts Meisterstück eine Bereicherung der CD-Sammlung.



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Ein Gustostück!

Die Vertonung der Dreigroschenoper durch das Ensemble Modern ist wohl die stimmigste und stimmungsreichste Vertonung, die ich bislang gehört habe. Aber Vorsicht, ich erinnere mich bei der Lektüre immer an diese Version! Die künstlerische Freiheit, den gesprochenen Zwischentext in kurzen Zusammenfassungen vor das Lied zu stellen, ermöglicht übrigens ein Hören ohne Begleitlektüre.

Max Raabes Stimme passt - wie von seinen anderen Platten gewohnt - in die Zeit und zu dem bourgeoisen, intreganten Maceath. Meisterhaft ist das klare, schnelle Stakkato - vor allem im "Ruf aus der Gruft". Nina Hagen ist extravagant, schneidend, scharf, teils erbarmungslos hoch und kreischend - und trifft damit ebenso grandios die Anforderungen, die das Milieu der Dreigroschenoper fordert (außerdem auch zum Anspruch, eine "Oper für Bettler" zu sein). Auch bei den anderen SängerInnen, finde ich keine Fehlbesetzung!

Für einen guten Eindruck empfehle ich die Hörproben von: Ruf aus der Gruft, Eifersuchts-Duett, Salomon-Song, Seeräuber-Jenny.

Definitiv das Geld wert!


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Moderne Interpretation in tollem Klang.

Diese Fassung der Dreigroschenoper muß man als Weill/Brecht Freund einfach haben. Zunächst einmal wegen des Orchesters. Wie nicht anders zu erwarten spielt das Ensemble Modern perfekt auf den Punkt. Es zeigt auf, daß Weills Musik vom Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts keinen Staub angesetzt hat. Das Ensemble Modern zielt (und trifft) gleichermaßen auf den Bauch wie auf den Kopf. Dazu die hochkarätigen Interpreten. Der Ausrufer, J. Holz, schafft den Rahmen in dem der Rest der Truppe die Geschichte glaubhaft in die Gegenwart transformiert. Ein Meisterstück and dem nur ein kleines 'Aber' anzufügen ist. Dieses 'Aber' ist der ansonsten hoch geschätzten Nina Hagen zu verdanken. Mit einer überzogenen Exaltiertheit fällt sie doch arg aus der 'Rolle'(Celia Peachum). Zum Schluß noch der Hinweis, daß es sich um eine hervorragend klingende und plastisch auflösende Aufnahme handelt, die den musikalischen Genuß perfekt macht.


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Neuartige Fassung Brechts bekanntestem Werk

Losgelößt von der Ursprungsfassung und ihren Nachfolgern ist diese Fassung eine völlig neue Version der Dreigroschenoper. Zum einem ist der Klang gegenüber den älteren Fassungen, besonders gegenüber der Urfassung von 1930 auf Venyl, sehr gut, die Liedtextesind verständlich, einzelne Orchesterbesetzungen heraushörbar, die Melodie der Stücke ist wesendlich klarer verständlich. Auch die Besetzung ist gut gewählt. Die Stimme des Herrn Peachum (Gruber) stellt die zynischen Verhaltensweisen und Bestrebungen, seinem ungebremsten Kapitalismus und der von den Verhältnissen klar geprägten Logik heraus. Eben diese Verhältnisse prangert und verdeutlicht Nina Haagen (als Frau Peachum) mit ihrer penetranten Stimme besonders in den Liedern "Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit" und im zweitem Dreigroschenfinale ("Denn wovon lebt der Mensch"). Sona MacDonald (als Polly Peachum) macht das unterschwellige Wesen der Figur Polly klar. Auch die anderen Besetzungen sind gut gewählt. Das Esemble, bestehend aus dem Esemble modern und den Sängern, machen die Bestrebungen der Figuren, aber noch vielmehr die Intention der Oper deutlich, die einen kritischen Blick vom Zuschauer auf die kapitalistische Welt und die Bourgeousie fordert. Somit kommt diese Fassung Brechts Dreigroschenoper am nächsten.


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Grandios

Eine großartige Einspielung.
Bis auf eine Fehlbesetzung passen die Sänger - die ja teilweise Amateure sind oder jedenfalls nicht dem üblichen Klassik-Betrieb entstammen - sehr gut für diese Musik.
Und Ensemble Modern ist natürlich eine Klasse für sich.
Der Dirigent dieser Aufnahme, der Komponist H.K.Gruber, ist übrigens ein grandioser Chansonniere und Nina Hagen eine geniale Besetzung.


Meinungen: Seite 1, 2



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Tracks
Ouvertüre | Die Moritat von Mackie Messer | Morgenchoral des Peachum | Anstatt-Dass-Song | Moritat als Motiv | Hochzeitslied | Seeräuberjenny | Kanonengesang | Liebeslied | Kanonensong für Orchester | Barbarasong | Erstes Dreigroschenfinale | Melodram: Polly's Lied | Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit | Liebeslied für Orchester | Zuhälterballade | Zuhälgerballade für Orchester | Ballade vom angenehmen Leben | Eifersuchtsduett | Moritat als Walzer | Zweites Dreigroschenfinale | Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens | Salomon-Song | Ruf aus der Gruft | Grabschrift | Gang zum Galgen | Drittes Dreigroschenfinale | Arie der Lucy



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