Die Erzählung des alten Seebären in der Eingangssequenz erweckt auch auf dem Bildschirm mühelos den authentischen Schauder von Gespenstergeschichten am Lagerfeuer. Die ruhigen Bilder der wabernden Dunstschleier, die durch die verlassenen Straßen fließen, die plötzlichen Geschehnisse mit scheinbar belebten Gegenständen, das alles hat das Flair der "Hammer" und Roger Corman-Produktionen aus den Sechzigerjahren. Sicher, der Stoff der Handlung kommt so klassisch daher, dass er schon abgegriffen ist und der Plot von der Gruppe isolierter Personen, die verbarrikadiert gegen das Unheimliche zu bestehen hat, ist ein Klischee. Aber der Film rettet sich mit Bravour durch das, was bei einem Gruselfilm im Grunde alles bedeutet: die Stimmung und die anschließende Überzeugung des Zuschauers, ein Klopfen an der Tür um Mitternacht doch nicht zu beantworten. --Alexander Röder