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Lawrence von Arabien (2 Discs)
Peter O'Toole, Sir Alec Guinness

Sony Pictures Home Entertainment, 2002

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 39 Bewertungen
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Ein wunderschöner Film

Der Film orientiert sich an dem Kriegsklassiker "Die sieben Säulen der Weisheit", nimmt es aber mit der Vorlage nicht so ganau. Vielmehr verändert er die dort beschriebenen Begebenheiten aus Gründen der filmischen Dramaturgie, und gerade durch diese Vorgehensweise ist ein Meisterwerk entstanden, welches das Rätsel der Persönlichkeit Lawrence auf eigene, eben filmische Weise interpretiert und überhöht. Schon bei persönlichen Details nimmt sich das Meisterwerk künstlerische Freiheit. So war der echte T. E. Lawrence klein und unscheinbar, gerade mal 1.65m, während der Strahlemann O Toole fast 1,90m misst. Ein Hüne in der Hauptrolle erregt eben mehr Interesse wie ein Zwerg.
Wunderbar sind die langen Einstellungen in diesem Wüstenepos. Hier denke ich an die berühmte Brunnenszene: Lawrence Begleiter, ein Masruh-Krieger, schöpft Wasser an der Harith-Quelle, als sich ein kleiner Punkt am Horizont abzeichnet, der sich nach und nach als Reiter entpuppt. Mimik, Gestik und Körperhaltung der beiden Protagonisten deuten an, das gleich etwas geschehen wird. Als der Masruh-Mann zum Revolver greift, fällt ein Schuss. Tötlich getroffen fällt er zu Boden. Sherif Ali, so heisst der Reiter auf dem Kamel, gehört zum Stamm der Harith. Den Harith, so erklärt er Lawrence, gehöre der Brunnen, und die Masruh, ihre Todfeinde, dürften nicht daraus trinken. Mit filmischen Mitteln und in Echtzeit wird hier Wucht und Wirkung erzielt, und der Zuschauer begreift schlagartig die harten Gesetze der Wüste und den ewigen Zwist zwischen den Beduinenstämmen
Bei dieser Szene spielt, wie im ganzen Film, die Wüste eine tragende Rolle. Grosse Teile des Films wurden im Wadi Rumm gedreht, eine grandiose Felslandschaft in Süd- Jordanien, die auch T. E. Lawrence mehrmals durchquerte und von der er hingerissen war, wie man in seinem obengenannten Werk nachlesen kann. In dem Film gibt es wunderschöne Wüstenaufnahmen und die Wüste verweist in ihrer nackten Schönheit auf das romantische und abenteuerliche, aber auch das tötliche Element in Lawrence Leben und Persönlichkeit.
Toll finde ich auch die Szene, in der Lawrence das erste Mal arabische Kleidung trägt. Im Burnus und vor einer grandiosen Felskulisse führt er ein regelrechten Tanz auf. Eine tolle Idee die Initation des Helden in die Beduinengesellschaft auf diese Weise filmisch/choreographisch umzusetzen.
Die Spielweise von Lawrence ist sicherlich etwas affektiert und übertrieben, manchmal auch ziemlich tuntig, aber eben doch auch unnachahmlich und brilliant. Der Zuschauer identifiziert sich mit ihm, freut sich und leidet mit ihm. Die übrigen Schauspieler sind auch grosse Klasse, besonders Allec Guiness als Feisal, aber auch Anthony Quinn (Auda) und Omar Sharif (Ali Sherif). Man schaut ihrem Spiel gebannt zu, glaubt ihnen jede Geste und jedes Wort.
Die visuellen Eindrücke werden kongenial von der Musik ergänzt, die dem Film erst das rechte romantische Pathos gibt. Befremdlich finde ich nur, dass es am Anfang, in der Mitte und am Ende des Opus lange Musikpassagen ohne Bild gibt, ein Einfall David Leans, der eine Art "movie opera" machen wollte. Hier sollte man die Disk einfach vorspulen.


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Bewertung von Bild und Ton


Zum Film selbst ist Alles gesagt.

Zur Bildqualität:
In der hier vorliegenden überarbeiteten Fassung ist die Bildqualität für einen Film aus dem Jahre 1962, dank heutiger Bildbearbeitungstechnik, ausgesprochen gut!

Ton:
Ein paar Rezensenten weiter unten haben sich über den Wechsel zwischen deutschen und englischen Ton beschwert und meinten irrtümlich die DVD wäre defekt. - Das Problem ist ganz einfach, damals war die Kinofassung einfach kürzer. Als man den Film dann jetzt restauriert und neue Szenen (welche man nicht missen möchte) eingefügt hat, gab es aufgrund der Tatsache, dass der Film aus dem Jahr 1962 ist, die deutschen Synchronsprecher nicht mehr und so entschied man, sich mit Untertiteln zu behelfen, welche auch nur dann eingeblendet werden, wenn der Ton ins Englische wechselt (gefällt mir persönlich auch nicht besonders, evtl. wären ähnlich klingende Synchronstimmen besser gewesen, deshalb 1 Stern Abzug!). Dieses Übel tritt aber hauptsächlich in den ersten Kapiteln der DVD und hier auch nur in einem Teistück sehr deutlich auf, später nur noch vereinzelt und schädigt den Film nicht wirklich. Am Anfang denkt man sich aber schon, wenn dass immer so weiter geht, dann schalte ich ab! Aber wie gesagt, ist wirklich nur am Anfang in einem Teilstück von einigen Minuten sehr extrem, danach nur noch vereinzelt!

Insgesamt ein sehenswerter "alter Schinken", bei welchen ich froh bin diesen in jener Bildqualität zu haben!


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Tonwechsel normal, da Directors Cut

Bei dieser DVD handelt es sich um den Directors Cut. Hier wurde in der Nachbearbeitung von Steven Spielberg (siehe auch beiligende Dokumentation) die Bild- und Tonqualität wesentlich zur original Kinofassung verbessert und etliche Minuten zusätzliches Filmmaterial in den Film eingefügt. Diese zusätzlichen Szenen wurden jedoch nicht nachsynchronisiert. Deshalb springt der Ton einige Male von deutsch ins englische. Eine Nachsynchronisation wäre für diesen Film auf Grund des Alters schwierig gesesen, da einige Synchronsprecher sicherlich nicht mehr zur Verfügung stehen.
Die Doppel-DVD lässt für mich keine Wünsche offen. Für einen Film seines Alters hat er eine TOP Bild- und Tonqualität und verfügt über reichlich Extras. Für mich kann es nur 5 Sterne geben!


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Das muss mal gesagt werden

Zum Film selbst ist hier schon genug geschrieben worden! ER IST EIN KLASSIKER!

Eines möchte ich noch loswerden:

Die Fantastischen Vier rappten eins in Ihrem Hit "Sie ist weg"

"Ich möchte wissen welcher Film auf dieser Welt einen Oscar erhält,
in dem die weibliche Hauptrolle fehlt?"

Die Antwort ist: Lawrence von Arabien (und nicht nur einen Oscar!!)

Unglaublich aber wahr!

VIEL SPASS MIT DIESEM GROßARTIGEN FILM!


10 Sterne !!!!

Dieser Film ist schlicht und ergreifend ein Meisterwerk! Ich gebe sogar zu, dass ich ihn mir deshalb regelmäßig einmal im Jahr ansehe .. er wird mir einfach nicht langweilig. Ich finde es sagenhaft, wie historisch korrekt die Umsetzung erfolgt ist. Sogar die gewählten Schauspieler orientieren sich optisch sehr nah an den Originalen. Es sei den echten Fans empfohlen, die Biografie von T.E. Lawrence, "Die sieben Säulen der Weisheit" zu lesen. Hier beschreibt Lawrence von Arabien in seinen eigenen Worten die damaligen Ereignisse.


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8



Um eine einfache Wahrheit kommen Sie nicht herum: egal in welchem Format Sie sich Lawence von Arabien zu Hause anschauen, es wird immer ein Kompromiss sein. Es gibt keinen besseren Weg, sich dieses epische biographische Abenteuer anzuschauen, als im Breitwandformat auf eine große Leinwand projiziert (der Film wurde in Super Panavision 70 gedreht). Doch davon abgesehen ist David Leans meisterlicher "Wüstenklassiker" immer noch gut im Heimkino anzuschauen, besonders im Kinoformat. (Falls Ihre einzige Möglichkeit in einer Vollbild-Version besteht, sollten Sie sich den Film besser nicht anschauen. Dies ist ein Film, für den das Kinoformat ein absolutes Muss ist.)

Peter O'Toole (Der lange Tod des Stuntman Cameron, Casino Royale) gibt eine brillante Vorstellung als T.E. Lawrence, den exzentrischen britischen Offizier, der die Wüstenstämme Arabiens gegen die Türkei im Ersten Weltkrieg vereinte. Dabei machte er sich so mächtige Führer wie Sherif Ali (Omar Sharif), Prinz Feisal (Alec Guinness) und Auda Abu Tayi (Anthony Quinn) zu Verbündeten.

Lean orchestriert umfassende Schlachtszenen und atemberaubende Action, aber der Film dreht sich in Wirklichkeit um die Abenteuer und Versuchungen, die Lawrence zu einem legendären Mann der Wüste machen. Lean spürt dieser Wandlung auf einer großen Leinwand mit furchteinflößender Größe nach. (Lawrence von Arabien war einer der letzten Filme, die in 70mm gedreht wurden.) Kein anderer Film hat die Weiten der Wüste mit solcher Weite und Erhabenheit eingefangen. Genauso wichtig ist die Psyche von Lawrence, die uns ein Rätsel bleibt, sogar wenn wir seine Identifizierung mit der Wüste verstehen.

Der vielleicht größte Triumph dieses Meisterwerks ist die körperliche und gefühlvolle Kraft, mit der Lean die Romantik, Gefahr und Verlockung der Wüste vermittelt. Dieser Film handelt von einem Mann, der ein Leben lebt, aber unwiderstehlich zu einem anderen hingezogen ist, wo seine Größe und seine geheimnisvolle Art in gleichem Maß die Möglichkeit hätten, sich zu entwickeln. Lawrence von Arabien erhielt sieben Oscars, unter anderem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie und Beste Kamera. T.E. Lawrence war außerdem O'Tooles erste Hauptrolle. --Jeff Shannon


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