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Der Schneider von Panama
Pierce Brosnan, Geoffrey Rush

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 16 Bewertungen
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Die Musik schlägt die Bilder....

Exil oder Auftrag?

Zum Film bin ich über die Musik gelangt - Ausschnitte davon wurden ab und an auf Klassikradio gespielt.

Der britische Agent Osnard (Pierce Brosnan) wird "abgeschoben" nach Panama...
Panama? ----> Abstellgleis, oder DIE ungeahnte Chance im Agentenleben? Osnard baut sich mit Hilfe des ortskundingen Schneiders Harry Pendel (gegen großzügige Bezahlung) ein Netzwerk auf - die Bereitschaft zu "informieren" wächst von finanzieller Zuwendung zu finanzieller Zuwendung...

Wie schafft man es nun, dass die Geldquelle erhalten bleibt und noch kräftiger sprudelt? Man nimmt es mit dem Wahrheitsgehalt der Informationen nicht ganz so ernst..., diese Einstellung zum "Geschäft" sorgt schnell dafür, dass es zu diplomatischen Verwicklungen kommt - Panama steuert auf eine Katastrophe zu...

Pierce Brosnan gibt bei dieser wenig anspruchsvollen Dramödie den sexistischen Agenten...

Fazit? Ich hätte besser bei der Musik alleine bleiben sollen...


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Ein Film,wie es ihn selten gibt

Als ich diesen Film zum ersten mal gesehen habe,viel es mir schwer,ein passendes genre zu finden.Es sind erstaunlich viele stilelemente,die diese film lustig,traurig,interessant machen und bewirken,dass man über ihn nachdenkt.Die Figuren in diesem Film sind auch sehr undurchsichitg gestaltet und die darstellung der charaktere wird hier vom duo brosnan-rush excellent gemacht.

Der Film bietet ein ganzes panoptikum an Lügen und Intrigen vor der wunderschönen kulisse Panamas.In dem Wirwarr der verschiedenen interessen verwischt die grenze zwieschen gut und böse und es gibt zum schluss eigentlich kaum einen charakter,den man noch als guten menschen bezeichnen könnte.

Der Film ist eine Parabel dafür,was Lügen für folgen haben können und welchen Schaden sie anrichten können,wie manipulierbar Menschen sind und wie wenig wir doch oft wissen.

Brosnan bietet hier eine wunderbare parodie auf sich selbst.

Mehr davon,bitte!!!


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"Der Schneider von Panama" - mal ein Geheimagenten-Drama

Zwar wird der Film als Spionage-Thriller nach dem Bestseller von John le Carre ausgewiesen, und er hat natürlich auch Thriller-Elemente, aber tatsächlich ist er ein hervorragend gespieltes Drama mit Pierce Brosnan als moralisch nicht ganz einwandfreier, nach Panama strafversetzter britischer Agent namens Osnard, der den eigentlich harmlosen Schneider Harry Pendel (Geoffrey Rush) anwirbt, um zu spionieren. (Harry stellt Maßanzüge für die Oberschicht her, und verwickelt die Leute in Gespräche, was ihn interessant macht.) Und natürlich macht sich Osnard an Harrys Frau (Jamie Lee Curtis) ran. Im Wesentlichen geht es hier also um Manipulation, das ungute Spiel eines Geheimagenten, dem andere Menschen nicht viel bedeuten.
Wer hier wegen Brosnan als Agent an James Bond denkt, liegt vollkommen falsch. Zwar kann sich Brosnan in seiner Gestik, Mimik usw. nicht wirklich von seiner Bond-Rolle lösen, aber er spielt hier dennoch eine völlig andere Art von Geheimagent. Action mit mit packenden Zweikämpfen und Schießereien spielt hier kaum eine Rolle. Das Bonusmaterial der DVD ist mäßig: Audiokommentar des Regisseurs, ein Gespräch mit Pierce Brosnan und Geoffrey Rush über ihre Rollen, Filmografien und Trailer sowie ein kleines Booklet mit einigen Informationen. D.h. man erfährt schon einiges mehr über den auch wirklich in Panama gedrehten Film, der an sich schon sehr sehenswert ist, weit abseits von dem, was bei James Bond unter Geheimagent verstanden wird.


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Die Macht des Wortes

Wenn man die Worte 'englischer Spion' und 'Pierce Brosnan' hört, denkt man automatisch an James Bond. Wer allerdings einen actiongeladenen Agentenfilm erwartet wird wohl enttäuscht werden.
Beim Schneider von Panama geht es um Lügen, Intrigen, Profilierungssucht und Ängste. Das eine ergibt das andere und so schaukelt sich die Situation in dem kleinen mittelamerikanischen Land immer höher bis das wackelige Kartenhaus schließlich in sich zusammenfällt.
Der Film kommt fast ohne Getöse aus, was stellenweise etwas langatmig wirkt. Die Schauspieler sind durchweg bekannte Gesichter und beweisen durch gute Leistung ihre Erfahrung.


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4



In den 80er-Jahren war er Remington Steele in der gleichnamigen Krimiserie, aber erst in den 90er-Jahren ist Pierce Brosnan als der fünfte Darsteller des legendären Geheimagenten James Bond wirklich berühmt geworden. Diese beiden Rollen verbindet einiges, zusammen ergeben sie ein Bild, dem Pierce Brosnan meist auch in seinen anderen Auftritten gerecht wird. Der Privatdetektiv mit der mysteriösen Vergangenheit und der Spion mit der Lizenz zum Töten leben beide von ihrer äußeren Erscheinung, von der nahezu magnetischen Ausstrahlung, die von ihnen ausgeht. Brosnans ganz eigener Charme macht sie unwiderstehlich. Mit diesem Charme spielt er auch in John Boormans Verfilmung des John-le-Carré-Bestsellers Der Schneider von Panama, doch der Effekt ist ein ganz anderer.

Der britische Geheimagent Andy Osnard (Pierce Brosnan) war in einen Skandal zu viel verwickelt. Deswegen versetzen ihn seine Vorgesetzten zur Strafe nach Panama. Hier soll er ein Auge auf die politischen Entwicklungen rund um den so bedeutenden Kanal werfen. Um Zugang zu den maßgeblichen Kreisen zu erhalten, macht Andy den in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Schneider und geborenen Geschichtenerzähler Harry Pendel (Geoffrey Rush) zu seinem Informanten. In dem Wissen, dass das ganze Spionagegeschäft an sich nur noch ein einziges Lügengebäude ist, benutzt Andy die abenteuerlichen Berichte Pendels allein zu seinem eigenen Vorteil und provoziert fast eine politische und militärische Katastrophe.

So wie Pierce Brosnan den windigen Spion Andy Osnard spielt wirkt er wie die dunkle Seite von James Bond. Von dem strahlenden Heroismus des Geheimagenten im Dienste Ihrer Majestät bleibt nichts mehr übrig. Brosnans Charme wirkt hier höchstens schmierig und aufdringlich. Der Agent offenbart sich als skrupelloser Betrüger, der die Welt nicht rettet, sondern sie an den Rand eines Abgrunds bringt.

John Boorman hat kein Vertrauen in die Kräfte, die unser Leben bestimmen. In einem noch stärkeren Maß als bei Der General, seinem vorherigen Film, zielt er mit dieser Satire auf sämtliche Repräsentanten der Macht. Er entlarvt auf ungemein unterhaltsame Weise ihre Unfähigkeit und ihre Verkommenheit. Ihnen stellt er mit dem von Geoffrey Rush gespielten Harry Pendel einen Träumer und Fantasten entgegen, der auch einiges falsch macht, aber wenigstens immer nur das Beste will. So wird diese satirische Abrechnung mit den Machenschaften der Geheimdienste und Militärs zugleich zu einer Hymne auf einen im Grunde anarchischen Lebenskünstler. --Sascha Westphal


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