Vinny und seine Frau Dionna (Mira Sorvino) entfliehen ihrer unglücklichen Ehe in den Diskos der Umgebung. Ritchie kehrt in sein Viertel zurück, ausgestattet mit einer Punkfrisur, Punkklamotten und einem britischen Akzent, was die Jungs der Nachbarschaft, in denen es vor Testosteron nur so brodelt, sofort auf die Palme bringt. Die Cops, die örtlichen Bandenchefs und die Typen auf der Straße haben alle so ihre eigenen Vorstellungen davon, wer der Killer sein könnte. Auf ihren fehlgeleiteten Listen von Verdächtigen befinden sich nicht nur Einzelgänger aus der Nachbarschaft, sondern auch Leute wie Reggie Jackson.
Es ist Regisseur Spike Lee mit seiner energischen Kameraarbeit und seinem Pop-Soundtrack vorzüglich gelungen, die Menschen einzufangen, wie sie mit dieser angstvollen Zeit umgehen. Bei den häuslichen Dramen dagegen ist der Film schlicht eher banal. Er unternimmt unnötige Umwege durch Vinnys Sexleben im ehelichen Bett sowie durch Ritchies außereheliche Eskapaden. Eine der Ehestreitigkeiten ist derart lang und klischeebehaftet -- wenn auch realistisch und hervorragend gespielt -- dass man sich fragt, ob da wohl jemand im Schneideraum eingeschlafen war. Wenn man dann noch die Todesschüsse aus nächster Nähe und die endlose Vulgarität hinzuzählt, haben wir es hier mit Lees unangenehmstem Film zu tun. --Doug Thomas