DVDs:
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Sein Mädchen für besondere Fälle
Cary Grant
,
Rosalind Russell
Sony Pictures Home Entertainment, 2003
durchschnittliche Kundenbewertung:
basierend auf 7 Bewertungen
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empfohlen!
Cary Grant spielt spitzenmäßig!
Da ich Cary Grant verehre, habe ich mir diesen Film gekauft, ohne genau zu wissen, worum es eigentlich geht. Ich habe den Kauf nicht eine Minute bereut. Grant glänzt durch Sprüche, Mimik und Gestik und beweißt wieder einmal, was für ein hervoragender Komödiant er ist! Man muss den Film unbedingt 2x sehen, da man beim ersten Mal vieles nicht mitbekommt, weil der Film ein hohes Tempo hat - und man außerdem so laut lachen muss, dass man nichts mehr hört ;-)
Die Geschichte ist tatsächlich eher banal. Cary Grant, als Chef einer Zeitung möchte mit allen Mitteln seine geschiedene Ehefrau zurück, die am nächsten Tag einen anderen Mann heiraten will. Vor der Trennung hat sie bei ihm als Journalistin gearbeitet und mit vielen Tricks gelingt es ihm, sie für eine Story über eine Hinrichtung zu begeistern. So viel zur Story.
Man sieht dem Film an, dass er "mal ein Theaterstück war". Es gibt nur wenige Sets, der Film lebt eindeutig von seinen Dialogen. Ich kann den Film sehr empfehlen - aber dabei bitte nichts trinken, sonst besteht die Gefahr, dass man alles ausprustet! :)
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Nicht gerade Cary Grant's bester Film !!!
Zuerst wollte ich mir nach entsprechender Lektüre den Film ja gar nicht auf DVD kaufen, tat es dann aus reiner Neugier aber trotzdem.
Was ich dann allerdings zu sehen bekam, hat mich doch sehr enttäuscht, hatte ich mir doch irgendwie mehr von dem Film versprochen !!!
Der Film ist zwar vom Tempo her sehr flott, aber die Schnelligkeit ist in dem Fall nicht gerade ein Vorteil, deckt sie doch den nicht gerade interessanten Plot nicht zu, mit anderen Worten, der Film ist trotz seines Tempo's nicht gerade mit einer spannenden oder gar interessanten Handlung "gesegnet".
Cary Grant in seiner Rolle als Chefredakteur einer Zeitung will seine Exfrau wieder zurückgewinnen in einem Zeitraum, der mehr als kurz bemessen ist u. das über ihre Ehre als Reporterin, was schon sehr "an den Haaren herbeigezogen ist".
Mehr möchte ich zu der Handlung selbst nicht verraten.
Cary Grant selber spielt in einer "aufgekratzten" Art u. Weise wie man sie sonst von ihm in der Form gar nicht kennt, was auch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.
Und die arme Rosalind Russell müht sich redlich aus der nicht gerade "atemberaubenden" Vorlage noch etwas zu machen, was aufgrund des restlichen "Drumherum" leider auch mehr oder weniger nicht mehr viel hilft.
Was mir bei dem Film auch sehr mißfällt, ist die Tatsache wie lässig innerhalb des Films mit dem Thema "Todesstrafe" umgegangen wird, mag sein, daß das für damalige Verhältnisse nicht so "stark" herüberkam, aber gerade in der heutigen Zeit der Political Correctness wirkt es doch etwas befremdlich, auch wenn es "satirisch" gemeint sein soll.
Alles in allem würde ich sagen, wer ein echter Cary Grant Fan oder Rosalind Russell Fan ist, sollte sich den Film ruhig einmal anschauen, aber für alle anderen gilt, muß nicht unbedingt sein, dann lieber das Geld in einen "besseren" Film investieren, den man sich gerne öfter anschauen kann !!!
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Großer Klassiker der Screwball-Komödie
HIS GIRLS FRIDAY - SEIN MÄDCHEN FÜR
BESONDERE FÄLLE
gehört zu den großen klassischen Screwballs der 40er, und er weiß auch heute noch zu überzeugen. Das liegt zum einen an einem fantastischen Drehbuch, das nur so von intelligenten Dialogen strotzt, zum anderen an dem wahnsinnigen Tempo, das Regisseur Howard Hawks in Inszenierung, Schnitt und Schauspielführung an den Tag legt. Die Worte fliegen nur so durch den Raum, die Dialoge überlappen, alle Darsteller fallen sich ununterbrochen ins Wort. Das hört man sogar heute noch selten (außer natürlich bei Woody Allen), seinerzeit war es sensationell. Die Story, basierend auf dem Theaterstück THE FRONT PAGE, wurde mehrfach verfilmt, u.a. 1974 von Billy Wilder (als EXTRABLATT mit Jack Lemmon und Walter Matthau in den Rollen von Grant und Russell) und 1988 als SWITCHING CHANNELS mit Kathleen Turner und Burt Reynolds, doch keine der Neuverfilmungen kommt an den Charme und das Tempo von Hawks' Version heran. Im Stück übrigens ist Rosalind Russells Figur eine Männerrolle, die auch ursprünglich so besetzt werden sollte. Doch als bei Leseproben eine Sekretärin die Dialoge einsprach, kam Regisseur Hawks die geniale Idee, eine Frau zu besetzen. Die Rolle wurde von mehreren Stars wie Carole Lombard und Jean Arthur abgelehnt. Rosalind Russell nahm an und kreierte den Prototyp einer starken, intelligenten und selbstbewussten Frau. Dies ist ihre beste Rolle. Schon ihr erster Auftritt, wie sie durch die Zeitungsredaktion marschiert, links und rechts Kommentare abgibt und alles in der Hand hat, das hat Klasse. Dass sie am Ende des Films auf ihren Verlobten verzichtet, liegt weniger an Gary Grants Verführungskünsten, sondern an der Einsicht, dass die Ehe ein Fehler wäre und sie auf keinen Fall ihren Beruf aufgeben will. Das ist moderner und erwachsener als viele heutige Hollywood-Komödien. Cary Grant - wie immer zeitlos elegant - spielt das charmante Ekel, das jeden hinterhältigen Trick benutzt, um die Frau seines Herzens wieder für sich zu gewinnen, mit sichtlichem Vergnügen und begnügt sich sehr entspannt mit der zweiten Geige.
Zwei großartige Insider-Gags gibt es in HIS GIRL FRIDAY: als Cary Grant Russells Verlobten beschreiben soll, sagt er "sieht aus wie Ralph Bellamy" (welcher ihn tatsächlich spielt), und an anderer Stelle erzählt Grant von einem Bekannten namens Archie Leach - so hieß Cary Grant, bevor er Cary Grant wurde.
Es gibt keine Film-Bestenliste, auf denen HIS GIRL FRIDAY nicht auftaucht. Er steht stellevertretend für exakt das, was die Hollywood-Screwball-Komödie war: anspruchsvolle Unterhaltung mit fantastischen Ensembles, skurrilen Charakteren, ebenbürtigen Geschlechterrollen (mit leichten Vorteilen für die Frauen) und sprühendem Wortwitz. Sehr empfohlen!
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1939 war der Film vielleicht noch witziger
Der Film beruht auf einem Theaterstück, eine großartige Komödie mit vielen hinreißenden Dialogen, die extrem erfolgreich war und deshalb mindestens dreimal verfilmt worden ist. Diese Verfilmung hat aber eine Besonderheit. Während sich im Stück und den anderen Verfilmungen der Chefredakteur und sein Lieblingsreporter in der Wolle haben, ist es hier ein Exehepaar, also Mann und Frau, die sich sowohl beruflich als auch privat nahe stehen oder zumindest standen.
Der Film profitiert von dieser Idee. Er erhält dadurch noch ein kleines bisschen mehr Dynamik, auch mehr Witz als die anderen Versionen. Vor allem, weil sich mit Cary Grant und Rosalind Russell hier zwei großartige Schauspieler gegenseitig die Bälle zuschieben. Für Cary Grant ist es noch aus einem anderen Grund eine
besondere Rolle
. Er spielt einen intriganten, unsympathischen Bösewicht, den Chefredakteur, der bereit ist, alles für seine Karriere und seine Zeitung zu opfern. Nicht sehr nett und deshalb ganz anders als in seinen üblichen Rollen. Aber auch die Russell spielt eine ambivalente Persönlichkeit. Sie ist zwischen dem neuen, sie liebenden Verlobten und dem manipulativen Exehemann hin und her gerissen. Und obwohl sie die Spielchen des letzteren immer sofort durchschaut, kommt sie schließlich zu der Erkenntnis, dass ein gutes Leben auch ein sehr langweiliges Leben sein kann.
Diese durchaus spannende Beziehungsgeschichte findet vor einem für heutige Verhältnisse ernsten Hintergrund statt. Ein Mann soll für den Mord an einem Polizisten gehenkt werden. Korrupte Politiker versuchen, sich durch eine harte Haltung gegen das Verbrechen einen Wahlsieg zu sichern. Der vermeintliche Mörder erweist sich aber als ein harmloses, armes Schwein. Schließlich springt sogar eine Frau aus dem Fenster, um dem Mörder zu helfen und kommt dabei ums Leben. Nett, dass wir in der Komödie noch ein wenig Gesellschaftskritik bekommen, aber der Ernst dieser Nebenhandlung wirkt dennoch im Format des Films irritierend. Auch die Darstellung der Presse ist das Gegenteil von freundlich. So wird der Krieg in Europa (der Film ist 1939 gedreht) mal schnell für eine gute Schlagzeile auf Seite 3 verschoben. Passen die ernsten Elemente noch in die Komödie? Damals schon. Und vielleicht deshalb sind die besten, schwarzen Komödien wie Arsen mit Spitzenhäubchen oder The Trouble with Harry eher damals entstanden als heute. Es waren härtere Zeiten.
Ja, ich habe trotzdem beim Sehen des Films viel gelacht, und auch ich habe mit dem Mörder und seiner Freundin gelitten. So ist der Film heute immer noch gut anzusehen. Für die damalige Zeit war es aber ein genialer Film, mit vielen, einmaligen Dialogen und exzellenten Leistungen der Darsteller. Er wurde auch entsprechend vom Publikum und der Kritik aufgenommen.
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