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Bellini, Vincenzo - Beatrice di Tenda (2 DVDs)
Edita Gruberova, Michael Volle

TDK, 2003

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 2 Bewertungen
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Höchste Klasse exzellenten Gesangs!

Die Inszenierung ist wenig ergreifend. Die Szene ist durchgängig dunkel gehalten. Der Chor steht meist auf der Stelle. Die Hauptdarsteller laufen mal ein Treppe hinauf, dann wieder eine herunter, mal verschwinden sie hinter einer Requisite und tauchen schließlich wieder auf. Die Drehbühne kommt auch zum Einsatz. Im Finale des ersten Akts ist aber nicht mehr ganz klar, ob es nicht doch eine konzertante Aufführung werde sollte. Alle Vier stehen aufgereiht an der Rampe und, das freilich ist die Hauptsache, singen in allerbester Manier. Im Ganzen kann man diese Inszenierung also getrost wieder vergessen, weil sie weder aufregend, empörend, noch gelungen ist; sie ist schlicht langweilig, - ein Konzert in Kostümen. Das ist immer noch besser als manch peinlicher Regieeinfall, der das Stück entstellt und der Musik entgegenläuft.

Warum aber diese DVD kaufen, hören und auch ansehen? Zunächst einmal erwirbt man eine Gesamteinspielung dieser recht unbekannten Oper in sehr guter Tonqualität. Darüber hinaus wird die Hauptpartie von der besten Belcanto-Sängerin der letzten Jahrzehnte interpretiert. Edita Gruberova gelingt hier eine ganz außergewöhnliche Leistung. Nach einem Live-Erlebnis ihrer Stimme kommt lange nichts. Dann aber folgen ihre auf DVD gebannten Aufnahmen, weil es schlicht ergreifend ist, der Hervorbringung dieser Musik auch visuell beizuwohnen. Gott sei Dank existieren gut ein Dutzend veröffentlichter Mitschnitte.

Die anderen Sänger sind gut. Sie erreichen zwar das Niveau der Gruberova nicht ganz, machen aber auch nichts kaputt. Die Rolle des Filippo hat durchaus das Potential zur zweiten Hauptrolle neben der Primadonna. Michael Volle gelingt dies zwar nicht ganz; insgesamt aber liefert er eine hörenswerte Interpretation des mordlustigen, im zweiten Akt auch großes Gefühl zeigenden Gatten.

Dritter, eigenständiger Star dieser Aufnahme könnte die Musik an sich sein. Dafür aber ist das Dirigat Marcello Viottis zu sehr auf einen homogenen Orchesterklang ausgerichtet, was zwar wuchtig klingt, aber viele Akzente der Musik verschluckt.

So ist der alles überragende Star dieser Inszenierung die erwähnte Edita Gruberova. Allein ihre alle anderen verfügbaren Aufnahmen weit überbietende Interpretation der großen Arie am Ende, in der sie, bevor sie aufrecht in den Tod geht, um das Seelenheil ihres sie mordenden Gatten betet, ist 5 Sterne und mehr wert.

2 DVD; DTS 5.1, Special Feature: Interview mit M. Viotti.



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Evviva Gruberova

Gruberova singt die Partie zweifellos besser als andere Operndiven (Joan Sutherland, Beverly Sills), was sich in begeisterten Publikumszurufen manifestiert. Auch Michael Volle alias Filippo finde ich ausdrucksstark. Weniger beeindruckt war ich von der blassen Stefania Kaluza, welche in der Rolle der Agnese nicht annähernd so brillieren konnte, wie seinerzeit Marilyn Horne, welche damit ihren künstlerischen Durchbruch schaffte. Durch die Inszenierung fühlt man sich in einen amerikanischen Gangsterfilm der Zwischenkriegszeit versetzt, was zur intrigenreichen Handlung gut passt.


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