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12 Monkeys (Remastered)
Bruce Willis, Madeleine Stowe

Concorde Video, 2004

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 23 Bewertungen
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Mindestens ein Dutzend mal...

... kann man sich diesen Film reinziehen. Der Drehbuchautor/der Regisseur
hätten den "Über"-Oscar bekommen müssen; denn zweifellos, auch wenn man
mit diesem Genre nichts anfangen kann, ist dies einer der am intelli-
gentesten gemachten Filme aller Zeiten. Nein, DER intelligenteste !
Wo ist hier der Button für ultimate 10 Sterne ?


Kunst oder Kommerz, frei oder unfrei ?

Der Film "Twelve Monkeys" ist 1995 entstanden und basiert auf dem Kurzfilm "La Jetée" (deutscher Titel: Am Rande des Rollfelds), den Chris Marker 1962 während des Kalten Krieges gedreht hatte. Markers Film handelt von einem Mann, der nach dem dritten Weltkrieg mit Hilfe einer Zeitmaschine in die Vergangenheit geschickt wird, um Lebensmittel und Gebrauchsgüter aus der Zeit vor dem Krieg zu beschaffen. Dabei verliebt er sich und möchte nicht mehr in die trostlose Zukunft zurückkehren. Der Film ist nur 26 Minuten lang und besteht visuell nur aus einer Folge von Standbildern in schwarz/weiss.

David Peoples, Drehbuchautor von Filmen wie "Blade Runner" und "Erbarmungslos", hat Anfang der Neunziger mit seiner Frau Janet das Script zu "Twelve Monkeys" geschrieben, bei dem ihm "La Jetee" als Inspirationsquelle gedient hat. Dem Regisseur Terry Gilliam ("Brothers Grimm", "Brazil") gefiel das Drehbuch auf Anhieb und realisierte den Film.

Handlung: Im Gegensatz zu dem Kurzfilm spielt "Twelve Monkeys" nach einer biologischen Katastrophe im Jahr 2035. Ein geheimnisvoller Virus hat mehr als fünf Milliarden Menschen in den Jahren 1996/97 dahingerafft. Die Überlebenden haben sich unter die Erdoberfläche zurückgezogen und leben nun seit über 30 Jahren im Untergrund. Die von einer immer wiederkehrenden Kindheitserinnerung albträumende Haupfigur James Cole (Bruce Willis), ein Strafgefangener in einem der unterirdischen Gefängnisse, soll mit Hilfe einer Zeitmaschine in das Jahr 1996 geschickt werden, damit er Informationen über den Virus sammeln kann. Wissenschaftler wollen mit Hilfe dieser Informationen ein mögliches Gegenmittel entwickeln. Als er bei seiner Reise in der Vergangenheit der Psychiaterin Kathryn Railly (Madeleine Stowe) begegnet, verliebt er sich in sie. Er findet heraus, dass die Freisetzung des Virus im Zusammenhang mit Jeffrey Goines (Brad Pitt) steht, welcher der Anführer einer radikalen Umweltgruppe namens "Twelve Monkeys" ist. Cole wird auf seinen Reisen in die Vergangenheit immer süchtiger nach dieser Epoche und möchte nicht mehr in die menschenfeindliche Zukunft zurückkehren.

Gilliam stellt die Umgebung des Jahres 2035 auf sehr bizarre und abstruse Weise dar. Die Gerätschaften, die die Menschen benutzen, scheinen direkt aus einem Albtraum zu stammen. Die Farben, die der Kameramann verwendet, sind überwiegend schmutzig-braun sowie gelb und rostfarben. Die Vergangenheit der Neunziger wird dagegen in einem Blau-Ton gehalten, der im Gegensatz zur Zukunft die saubere Luft assoziieren soll.

Auch in der Vergangenheit wird James Cole von den Behörden gejagt, die ihn für verrückt halten und ihn zunächst erfolgreich in eine Psychiatrie einsperren. So verliert James immer mehr den Boden unter den Füßen. Schließlich ist er soweit, dass er nicht mehr weiss, ob er nicht vielleicht doch gestört ist und es in Wirklichkeit gar keine Virus-Infektionen gegeben hat und er sich das alles nur einbildet. Erst gegen Ende des Films erkennt er, dass er sich nicht gegen seine Bestimmung auflehnen kann und in dem Moment, wo sich sein Schicksal erfüllt, erfaßt er die Bedeutung seiner Kindheitserinnerung, was schließlich zu seiner Erlösung führt.

Die Aussage des Films ist, dass kein Mensch wirklich frei ist. Wahre Freiheit ist unerreichbar. Auch die Zeit zwängt uns in ein starres Korsett, aus dem es kein Entrinnen gibt. Nur in unserer Phantasie können wir uns selbst verwirklichen, ansonsten sind wir, genau wie der bemitleidenswerte Protagonist James Cole, einem totalitären System aus Zeit, Umwelt und menschlicher Politik ausgeliefert.

Bonusmaterial: Auf der DVD befindet sich eine interessante Dokumentation zu den Dreharbeiten, die Gilliam eigens produzieren ließ, um den Reifeprozess des Projektes zu dokumentieren. Der Titel lautet der "Der Hamster-Faktor" und spielt auf Gilliams Perfektionismus beim Filmemachen an. Wohltuend bei diesem MakingOf ist, dass es sehr offen auf den Produktions-Prozess der Filmentstehung eingeht und dabei Hollywood als rein auf Gewinn orientiertes System entlarvt.

Fazit: Kunst oder Kommerz? Dieser Film ist beides! Terry Gilliam ist meines Erachtens sein bester Film gelungen. Durch die gelungene Symbiose von Anspruch und Unterhaltung ist "Twelve Monkeys" ein Meilenstein des fantastischen Films. Vielleicht der beste Film zum Thema Zeitreisen überhaupt.



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Einer der besten Science-Fiction-Filme des letzten Jahrhunderts

Für mich der spannendste und gleichzeitig intelligenteste Sci-Fi-Film, den ich bis jetzt gesehen habe. Zugleich der einzigste Film neben 'The Sixth Sense', in dem ich Bruce Willis als Schauspieler tolerieren kann - in dem Sinne, dass er eben mal nicht nur sich selbst spielt.
Filme die Zeitreisen zum Thema haben, driften relativ leicht ins Lächerliche ab. Aber das Drehbuch ist sehr stark und Terry Gilliam ist ein Meister seines Fachs: Hier hat er möglichweise sein Meisterwerk abgeliefert - auch wenn man das genau so gut auch über 'Brazil' sagen könnte.
Diesen Film kann ich mir immer wieder ansehen und jedes Mal nimmt mich die düstere Athmospäre und die packende Handlung gefangen. Es gibt praktisch keine Durchhänger, sondern eine gute Szene nach der anderen. Darüber hinaus bietet der Film genug Tiefe für eigene Interpretationen, besonders im Bezug auf das Ende.
Jeder sollte sich einen Gefallen tun und diesen modernen Klassiker in seine DVD-Sammlung aufnehmen.



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Ein Meisterwerk der 90er

"Twelve Monkeys" gehört ganz klar zu den besten Filmen der
90er Jahre.
Der Film bietet neben einer genialen und absolut logischen
Story sensationelle Schauspieler, die in diesem Film beweisen,
dass sie zu Hollywoods Elite gehören.

Bruce Willis spielt absolut überzeugend den leicht verwirrten
"Zeitreisenden", der nach und nach selbst daran zweifelt ob er
verrückt ist oder nicht.
Neben Bruce Willis glänzt vor allem Brad Pitt als absolut durch-
geknallter Geisteskranker.

Die Rollen sind ohne Zweifel mehr als anspruchsvoll zu spielen,
doch sowohl Willis als auch Pitt meistern dies brillant und es
macht Spaß ihnen dabei zuzusehen.

Die Story ist sowohl hintergründig als auch logisch durchdacht,
was selten ist in diesem Genre.
Doch es macht Spaß am Ende alles logisch erklären zu können und
zu verstehen.
Während des Films über die Handlungsereignisse nachzudenken ist
kaum möglich. Der Film ist so straff inszeniert, dass man
dauerhaft mit neuen Geschehnissen konfrontiert wird.

Doch im Abspann kann man zu dem wunderschönen Song
"What a wonderful World" von Louis Armstrong den gesamten
Film nocheinmal Revue passieren lassen und feststellen,
dass "Twelve Monkeys" ein kleines Meisterwerk ist.


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Was passiert...

...wenn man einen "Mindfuck", einen Sciene Fiction Film, jede Menge Verschwörungstheorien, Surrealismus, einen Albtraum und einen Thriller in einen großen Topf wirft und miteinander verrührt?
Heraus kommt ein bizarres Meisterwerk mit dem Titel "Twelve Monkeys".
Der Strafgefangene James Cole lebt in einer trostlosen Zukunft. Ein Virus hat die Meinschheit fast komplett vernichtet. Eingeschlossen unter der Erdoberfläsche kämpfen die Rudimente der Bevölkerung ums Überleben.
Um einen Straferlass zu bewirken willigt Cole ein an einem Experiment teilzunehmen. Er soll in die Vergangenheit reisen und Informationen über die sogennante Arme der Twelve Monkeys sammeln, die mit der Freisetzung des tödlichen Virus' in Verbindung gebracht werden.
Nach einigen Fehlschlägen kommt Cole endlich in dem Jahr an, in dem er landen sollte. Völlig verwirrt wird er in eine Psychatrie eingeliefert. Wider Willen wird seine behandelnde Ärztin Kathryn Railly mit hineingezogen in Coles Untersuchungen, da sie für ihn die einzige Bezugsperson darstellt. Nach und nach verschiebt sich allerdings der Fokus der beiden Charaktere. Während Railly langsam beginnt zu glauben, Cole sei tatsächlixh aus der Zukunft, beginnt Cole zu akzeptieren, dass er verrückt ist und Zeitreisen nur in seinem Kopf existieren. Auf der Suche nach dem völlig durchgeknallten Jeffrey Goines (gernial gespielt von Brad Pitt) versuchen die Wissenschaftler aus der Zukunft Kontakt zu dem geistig völlig zerstörten Cole aufzunehmen. Die Grenzen zwischen Realität und Psychose verschwimmen immer mehr.
Der Grund warum "Twelve Monkeys" für mich ein Meisterwerk ist, liegt in der Virtuosität mit der hier die verschiedensten filmischen Stile vermischt werden, aber über allem liegt dieses Düsterre, Abstrakte das das ganze Gefüge zusammen hält. Die komplexen Strukturen der Zeitreisenlogik in Zusammenhang mit der morbiden und grotesken Optik lassen den Zuschauer die Verwiirung des James Cole nachempfinden und verschaffen dem ganzen Film eine mulmige Atmosphäre.
Wer also der leichten Kinokost nichts abgewinnen kann und etwas für düster,surreale Science Fiction übrig hat, ist hier bestens bedient.


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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5



12 Monkeys kombiniert, inspiriert durch Chris Markers viel gelobten Kurzfilm La Jetée, vielschichtiges, intelligentes Geschichtenerzählen mit der einzigartigen und einfallsreichen visionären Kraft des Regisseurs Terry Gilliam.

Die Geschichte beginnt in einer winterliche Ödlandschaft im Jahr 2035, in dem die Menschen aufgrund einer tödlichen Seuche gezwungen sind, in Verwahrlosung und Unterdrückung im Untergrund zu leben. Bruce Willis spielt einen Außenseiter, dem die Chance gegeben wird, sich von seinem Strafregister zu befreien. Er unternimmt eine Zeitreise in die Vergangenheit, um an eine Probe des tödlichen Virus zu gelangen, mit deren Hilfe die Wissenschaftler der Zukunft ein Heilmittel zu finden hoffen. Seine Zeitsprünge von 1918 in die frühen bzw. Mitte der 90er Jahre werden für ihn zu einer Tortur, die ihn seine eigene Wahrnehmung der Realität in Frage stellen läßt. Verstrickt in die Gefahren der Vergangenheit und die Trostlosigkeit der Zukunft trifft er auf eine Psychiaterin (Madeleine Stowe), die ihn anfangs für verrückt hält. Des Weiteren begegnet er einem Patienten der Psychiatrie (gespielt von Brad Pitt, der für diese kantige Rolle für den Oscar nominiert wurde), der Beziehungen zu einer radikalen Gruppe unterhält, die eventuell das Virus auf die Menschheit losgelassen hat.

12 Monkeys vereint Krimi, Drama, Psycho-Thriller und apokalyptische Science Fiction und ist dank Bruce Willis, der hier die beste Darbietung seiner Karriere liefert, und Gilliams visueller Genialität einer der besten Science-Fiction-Filme nicht nur der 90er Jahre. --Jeff Shannon


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