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Bruce Lee - Der Mann mit der Todeskralle (Ungekürzte Originalversion)
Bruce Lee, John Saxon

Warner Home Video - DVD, 2004

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 7 Bewertungen
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Nostalgie pur

Suchen sie bei diesem Film nicht nach einer guten Story, sie ist nicht zu finden. Auch nicht nach den schauspielerischen Fähigkeiten einiger Protagonisten, sie sind teilweise erschreckend schlecht. Die Tatsache, dass Tennisplätze für diesen Film erst in aller Eile zu Kampfflächen umfunktioniert werden mussten, spricht Bände über die Herstellungsgeschichte dieses Films. Freuen sie sie sich vielmehr auf einige Kampf-Kultszenen, die in ihrer Geschichte einmalig sind und sich zu ihrer Zeit von der nervösen, pseudolustigen asiatischen Importmassenware an Kampfkunstfilmen wohltuend abhoben. Die Spiegelsaalszene kann man im Repeatmodus gucken, und der Kampf gegen den Mörder (naja mehr oder weniger) seiner Schwester lässt einen für einen Moment wieder an Gerechtigkeit auf dieser Welt glauben, wenn auch etwas brachial, zugegeben. Bruce's Kicks zum Kopf seiner Gegner sind nach wie vor eine Augenweide, weil so elegant, wie die eines Baletttänzers. Überhaupt: Man muss ihn mögen, auch wenn er sicher manchmal mit seinem Perfektionismus für seine Crew unausstehlich war. Bruce Lee ist ein Held, immer jung, immer dynamisch, immer der Sieger. Das tut gut. Mehr ist nicht zu erwarten und auch nicht wesentlich.
Ein Ausflug in meine früheste Jugend, wo das Gute noch siegte und den tapferen und edlen Kämpfern die Welt gehörte.


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Die einzige lohnende DVD-Ausgabe!

Zum Hauptfilm "Der Mann mit der Todeskralle" (Enter the Dragon) muss nicht viel gesagt werden, dass kann man im Internet (Wikipedia) nachsehen. Dieser Film, Lees bester, liegt hier in der ungekürzten Fassung vor.
Was diese Ausgabe aber besonders wertvoll macht, ist die Bonus-DVD! Neben diversen Boni (auch auf der HauptDVD) glänzt diese durch zwei einmalige Dokumentationen:
In "Der Fluch des Drachens" wird der Lebens- und Leidensweg Lees dokumentiert, hauptsächlich durch Aussagen von Zeitzeugen und Weggefährten, unterlegt mit zahllosen Aufnahmen Lees. Der zweite Film "Der Weg des Kämpfers" ist indes ein echter Leckerbissen! In ihm wird nicht nur die Geschichte des Kämpfers Lee und seiner Kunst "Jeet Kune Do" dargestellt, sondern dieser Film erzählt auch die Entdeckung von bislang unbekannten Filmmaterials aus "Game of Death". Lee starb während der Dreharbeiten, und aus den bis da bekannten 11 Minuten Film wurde in Unkenntnis dessen, was Lee eigentlich in Szene setzen wollte, ein krudes Trash-Machwerk! Mitte der Neunziger Jahre allerdings wurde zusätzliches Filmmaterial entdeckt, und Anfang 2000 schließlich detaillierte Aufzeichungen Lees über seinen Film: Drehbücher, Dialoge, Kameraeinstellungen und die präzise Choreographie der Kampfszenen. Nun konnte das vorhandene Materials erstmals sinnvoll und im Sinne Lees (der Produzent, Regisseur, Hauptdarsteller, Stuntkoordinator usw. in Personalunion war) zusammengesetzt werden. Dieser Film zeigt dies erstmals und bisher als Einziger: Das wahre "Game of Death"!
Schon dieses wirklich einzigartige Feauturette macht dieses DVD-Set lohnend!
Mit dieser DVD hat man alles, was sich von Bruce Lee lohnt: Seinen besten Film ungeschnitten, und dazu Dokus, die weder Fragen noch Wünsche offen lassen.
Bild und Ton sind in Top-Qualität: Man mag gar nicht glauben, dass es sich um einen Film aus den 70ern handelt.
Zugreifen, so lange es sie noch gibt.


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Meisterwerk

Entgegen der Artikelbeschreibung hat Bruce Lee die Premiere dieses Filmes erlebt.
Es gibt 4,5 Filme von und mit Bruce Lee:
1. The Big Boss (Die Todesfaust des Cheng Li)1971
2. Fist of fury (Todesgrüße aus Shanghai)1971
3. Way of the Dragon (Die Todeskralle schlägt wieder zu)1972
4. Enter the dragon (Der Mann mit der Todeskralle)1973
4,5. Nur fragmentarisch erhalten: Game of Death.(Mein letzter Kampf)1978

Vor der Fertigstellung des letzten Films starb er (im Juli 1973) an Epilepsie.

Dieser Film ist ein Leckerbissen für alle Kampfsport-Freunde. Obwohl er Züge eines B-Movies zeigt, ist er besonders was die Kampfsequenzen anbelangt um Längen besser als die allermeisten anderen Eastern dieser Zeit (wobei das natürlich auch Geschmackssache ist). Bei der Beurteilung von Eastern muß man sich mit der Geschichte der Eastern (Kampfsportfilme) beschäftigen.
Er ist meiner Ansicht nach von den VIER vollendeten Filmen des Bruce Lee der zweitbeste (nach Big Boss).
Er hat die Premiere des Filmes zwar nicht gesehen da er drei Wochen vor der Premiere starb, aber das ändert nichts an der hervorragenden Qualität des Films.


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Der Mann mit der Todeskralle - Special Edition

"Der Mann mit der Todeskralle" war Bruce Lees vierter und letzter Martial-Arts-Film, dessen enormen Erfolg er leider nicht mehr erlebte, da er einige Wochen vor der Premiere starb. Nach seinen drei Hongkong-Filmen war dies die erste Hollywood Koproduktion eines Kung-Fu-Films. Der mit einem Budget von 500.000 Dollar entstandene Klassiker, spielte insgesamt etwa 150 Millionen Dollar ein, und war damit einer der größten Kassenschlager der 70er Jahre, der eine wahre Lawine von Kung-Fu-Filmen ins Rollen brachte. Erst im Zuge dieses Erfolges kamen Bruce Lees frühere Filme weltweit in die Kinos. Mit seinen beiden ersten Filmen: "Die Todesfaust des Cheng Li" und "Todesgrüße aus Shanghai" war er derart unzufrieden, das er sich mit deren Regisseur Lo Wei verkrachte, und in seinem dritten Film "Die Todeskralle schlägt wieder zu" selbst die Regie übernahm. Danach begann er mit dem ambitionierten Projekt "Game of Death", die Dreharbeiten wurden jedoch unterbrochen, als von Warner Brothers das Angebot kam, einen von Hollywood finanzierten Martial-Arts-Film zu produzieren.

Da "Der Mann mit der Todeskralle" ebenfalls in Hongkong gedreht wurde, kam es zwischen der amerikanischen Crew und den chinesischen Filmtechnikern zu erheblichen Kommunikationsproblemen, so dass die Dreharbeiten nur sehr schleppend vorankamen. Zudem erschien Bruce Lee erst nach Wochen auf dem Set und wirkte anfangs so unsicher das man später einige Szenen wiederholen musste. Als dann aber die ersten Kampfszenen anstanden, kam er langsam in Fahrt und steigerte sich dann soweit, dass er für den Rest der Dreharbeiten wie ein Besessener ohne jegliche Erholungsphasen arbeitete. Die Folge waren Kreislaufprobleme, starker Gewichtsverlust sowie mehrere Verletzungen. Außerdem wurde er zunehmend ungeduldiger und starrsinniger. Am Ende wurde der Umgang mit ihm so schwer, dass viele Gespräche nur noch über seine Frau Linda stattfanden, die zu diesem Zeitpunkt der einzige Mensch war dem er noch vertraute.

Trotz aller Probleme wurde "Der Mann mit der Todeskralle" zu DEM überragenden Martial-Arts-Film überhaupt, und zu einer absolut authentischen Darstellung vollendeter Kampfkunst, so wie es Bruce selbst immer angestrebt hatte. Bruce Lees extreme Fitness und Körperbeherrschung, seine umfassende Kenntnis aller Kampfstile, sowie seine außerordentliche Fähigkeit zu höchster Konzentration und Präzision, ermöglichten es ihm, seine einzigartige Kampfkunst: diesen vollkommenen physischen Ausdruck von Wut und Entschlossenheit, auf so ehrliche und wahrhaftige Weise darzustellen, das der Film auch nach 30 Jahren nichts von seiner elektrisierenden Anziehungskraft verloren hat.

Mit dieser Special Edition aus dem Jahr 2004 ist der Film in Deutschland zum ersten mal in der ungekürzten Originalversion erhältlich. Alle Szenen die in der bisherigen deutschen Fassung fehlten, wurden mit anderen Stimmen nachsynchronisiert. Die deutsche Synchronisation verfälscht die Dialoge aber teilweise erheblich, so das es empfehlenswert ist den Film in englisch anzusehen, auch weil dies der einzige Film ist in dem Bruce Lee mit seiner charismatischen Originalstimme zu hören ist. Die Bildqualität ist auf höchstem Niveau und mit Bonusmaterial ist dieses 2-DVD-Set sehr gut ausgestattet. Enthalten sind im Einzelnen:

- "Der Fluch des Drachen" (88 Minuten) Dokumentation von 1993
Die bisher beste Dokumentation über Bruce Lee basiert auf Interviews mit Personen die ihn persönlich kannten und zeichnet ein sehr realistisches Bild des Kampfsport-Idols.
- "Der Weg eines Kämpfers" (100 Minuten) Dokumentation von 2000
Enthält neben einem kurzen Abriss seiner Lebensgeschichte das komplette von Bruce Lee gedrehte Material zum unvollendeten Film "Game of Death". Der postum entstandene und ziemlich missratene Film "Mein letzter Kampf" hat mit Bruce Lees ursprünglicher Idee fast nichts mehr zu tun.
- "Blut und Stahl" (31 Minuten) Making Of von 2003
- "Interview Galerie" (16 Minuten) Interviews mit Linda Lee
- "Mit seinen eigenen Worten" (20 Minuten) Interview-Dokumentation von 1998
- "Die Höhle des Drachen" (8 Minuten) Originaldokumentation von 1973
- "Workout im Garten" (2 Minuten) Kung Fu Training
- 11 Kino- & Fernsehtrailer

Wer sich noch für die anderen Bruce Lee Filme interessiert, dem kann man das in England erschienene "30th Anniversary Commemorative Box Set" empfehlen, es enthält auf 6 DVDs alle anderen originalen Bruce Lee Filme in ungeschnittener Fassung und in brillanter Bild- und Tonqualität. Die deutschen Versionen seiner Hongkong-Filme sind nicht besonders empfehlenswert, sie sind bis heute allesamt zensiert und mittelmäßig überspielt.


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ungeschnitten

auf eine ungeschnittene Fassung dieses Films mußte man recht lange warten, erst der Privatsender PRO7 strahlte erstmalig eine wenigstens in den Kampfszenen ungeschnittene Version aus.
Diese Version nun ist um eine Anfangsszene erweitert und es sind viele Extras enthalten.
Es ist schade, dass dies der einzige von insgesamt 4 bzw. 6 echten Bruce Lee Filmen ist, der Uncut auf DVD derzeit in Deutschland erhältlich ist. Leider wurden zur damaligen Zeit sehr viele Mandarin-Filme stark verstümmelt.
Eine weitere Uncut-Version von "The Way of the Dragon", bzw. "die Todeskralle schlägt wieder zu" wurde vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen ZDF in einer restaurierten, vervollständigten und neu synchronisierten Fassung als "die Faust des Drachen" in den frühen 90er Jahren spätabends 2mal ausgestrahlt und ich bin zum Glück noch Besitzer eines solchen VHS-Mitschnitts. Leider hat das ZDF auf weitere Ausstrahlungen in der Uncut-Version verzichtet und stattdessen haben private Sender zwar diese restaurierte Version gesendet, aber unter dem alten Kinotitel und in der alten FSK-16 Version. Ebenfalls wurde vom ZDF eine restaurierte, aber leicht geschnittene Fassung von "Todesgrüsse aus Shanghai" unter dem Titel "die Faust des Rächers" ausgestrahlt.
Von einer echten DVD-Collectors-Box mit sämtlichen Filmen von Bruce Lee dürfen Fans wohl vorerst nur Träumen. Das wären insgesamt 6 Filme:
-die Todesfaust des Cheng Li
-Todesgrüsse aus Shanghei
-der Mann mit der Todeskralle
-die Todeskralle schlägt wieder zu
-Mein Letzter Kampf
-der letzte Kampf der Todeskralle.


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Meinungen: Seite 1, 2



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