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Der Smaragdwald
Powers Boothe, Meg Foster

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Starker Film, atemberaubende Bilder

Die Geschichte ist schnell erzählt: Bill Markham ist Ingeneur eines riesigen Staudammes im Amazonas und damit mit verantwortlich für die Abholzung des Regenwaldes. Als er eben kurz mit seinem siebenjährigen Sohn Tommy ein wenig die Grenzen des Waldes erforscht und nur wenige Sekunden unachtsam ist, geschieht ihm etwas, das alle Eltern fürchten: sein Sohn verschwindet spurlos! 10 Jahre später hat Bill die Suche nach seinem Sohn noch immer nicht aufgegeben. Dem Zufall verdankt er es, dass er seinen Sohn wiederfindet: als Krieder eines Indianerstammes, die sich selbst das "unsichtbare Volk" nennen, damit brechen zwei Welten aufeinander.

Okay, manchmal dachte ich mir schon, da spielt die Phantasie des Regiseurs aber gewaltige Töne. Aber, was soll's, das nimmt man den Film dank der tollen Darsteller gar nicht übel. Der Film hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen; einerseits fühle ich sehr mit dem Vater mit, der einen jungen Mann wiederfindet - sein eigen Fleisch und Blut - dieser aber nicht mehr mit zurück in die sog. "zilisierte" Welt gehen möchte. Tommy - im Stamm wird er Tomme gerufen - führt längst ein anderes Leben. Trotz seiner Herkunft; er ist ein Indianer und wird es ewig bleiben, egal, wie sehr der Vater wünscht, seinen Sohn mit "nach Hause" zu nehmen.
Der Film hat also ohne Zweifel zwei Intentionen:

die erste: Holzen wir weiterhin den Regenwald ab, greifen weiter und weiter in die Natur ein, wird es eines Tages keine Wälder mehr geben... Vielleicht werden wir Menschen das überleben, aber die Natur stirbt aus... ganz allmählich...

zweite Intention: Manchmal ist es besser, wenn man seine Kinder einfach selbst entscheiden lässt, wie sie ihr Leben leben möchten. Gerne gebe ich zu, dass ich nicht wüsste, wie ich als Vater in so einer Situation handeln würde, und jeder von Ihnen, der den Film sieht, steht am Ende des Films selbst vor dieser "tragischen" Frage... Ich meine, fragen Sie sich doch mal selbst: würden Sie Ihr Kind, das 10 Jahre verloren geglaubt war, einfach so gehen lassen, wenn sie es plötzlich wieder fänden???

Keine Frage, der Film ist toll, die Bilder sind gewaltig und man bekommt eine Welt zu sehen, die viele von uns so nie erleben werden. Was mich an dem Film aber etwas gestört hat, ist, dass der Film doch einen sehr "phantasievollen" Touch hat. Okay, hin und her überlegt, ob ich dem Film nun 4 oder 5 Sterne gebe, schließlich entschied ich mich für 5 Sterne, denn langweilig wird einem gar nicht und das Ende rührte mich echt so sehr, dass ich den Tränen nahe war ;-)

Also, wer die Natur liebt, aber auch jemand der so wie ich gerne in der "Zivilisation" lebt, wird den Film sicher mögen; mir gefiel er ausgesprochen gut...


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