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Barton Fink
John Turturro, John Goodman

Universal/DVD, 2004

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 15 Bewertungen
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Ein Film abseits des Mainstreams

Dies ist ein sehr bizarrer Film über den New Yorker Autor Barton Fink (John Turturro), der 1941 in einem Hotelzimmer in L.A. ein Drehbuch schreiben soll und unter Schreibblockade leidet. Der Druck wird immer größer, pathetisch. Die erste Film-Stunde passiert zunächst einmal fast gar nichts, bis eine Reihe von sonderbaren und im Verlauf immer surrealeren Ereignissen folgt.

Das Drehbuch könnte von Kafka sein, die Stimmung ist ruhig (vielleicht zu ruhig), aber irgendwie auch skurril und verdreht, ohne dass man es zunächst erklären kann. In einer Welt, in der alle in ihren Rollen perfekt funktionieren, ist der Autor der einzige, der seine Aufgabe nicht erfüllen kann. Doch dieses Bild wandelt sich schrittweise - und das war für mich der eigentliche Reiz des Films - in das genaue Gegenteil. Während Barton Fink am Ende schreibt wie noch nie in seinem Leben, zeigt sich bei fast allen Hauptfiguren, dass sie ganz anders sind, als der erste Eindruck erwarten ließ. Und das kann sehr düster sein...

"Barton Fink" ist ein absolut unüblicher Film, der nicht jedermanns Geschmack sein wird. Den Kritikern hat der Film gefallen, und auch in der internationalen Filmdatenbank ist er zu einem der besten Filme aller Zeiten gewählt worden. In Cannes war er 1991 der erste Film, der alle 3 Hauptpreise zugleich erhalten hat (Palme D'or, Best Director und Best Actor).



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Dieser Film atmet und schwitzt.

Immer wieder gern gesehen und gehört. Gehört? Ja, denn hier sitzt jedes Geräusch. Bedrohliche Stille war noch nie so hörbar. Jeder Luftzug, jedes Knarren und Knacken, so perfekt eingesetzt, das die Ohren Geisel werden,
und erst wieder nach dem Abspann die Freiheit erhalten. Optisch das gleiche. Die Farben, wie ein verschwitztes Unterhemd, baumeln
sie einem bedrohlich vor den Augen. Man glaubt, die Hitze zu spüren, alles riechen zu können. Dann Turturro. Seine Frisur, fast schon eine Hommage an "Eraserhead", seine Tragik, einer Figur eines Kafka-Romans ähnelnd. Feiner Humor, stetiges Unbehagen und ein Spannungsbogen, der im richtigen Moment, laut wie ein trockener Ast bricht. Genial. Das Schlussbild "berauscht" und wirkt wie das Standbild eines unangenehmen Traumes. Sollte man gesehen haben.


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Kein Film, den man sich nebenbei geben kann

Hier brillieren zwei sehr gute Schauspieler, die diesen Film einfach nur unschlagbar gut machen: John Turturro als der idealistische Drehbuchautor Barton Fink, der seine liebe Not hat ein Manuskript über ein Ringerfilm zu schreiben (wo er doch nichts über das Ringen weiß und mit einer Schreibblockade kämpft) und John Goodman in der Rolle des Hotelzimmernachbarn Charlie Meadows, den man charakterlich als hart aber herzlich beschreiben könnte. "Könnte" ... denn hinter Charlie steckt mehr, als man vermutet ;-)
Was ich an diesem Film faszinierend finde ist die gleichbleibende bedrückende Stimmung, die sich durch den ganzen Film zieht ohne das man zum Schluss deprimiert den Fernseher anschaut. Ganz im Gegenteil, der Film beweist Humor, Tiefe und Beklemmung in allen Schattierungen. Und er will den Zuschauer bewusst irritieren.
Übrigens lohnt es sich auch durchaus den Barton Fink im englischen Original zu schauen. Persönlich fand ich die Originalstimmen unterhaltsamer als die deutsche Syncro, aber das ist ja wie immer Geschmackssache :-) Als Extrahappen kann man sich auf der DVD noch nicht veröffentlichte Szenen anschauen und eine Fotogalerie durchforsten.

Insgesamt gesehen: Wer Barton Fink nicht kennt, hat etwas verpasst.


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Ansehen - verwirrt sein - nachdenken - überwältigt sein.Punkt

Ich kenne von den Coenbrüdern "O Brother, Where Art Thou?, Hudsucker, The Big Lebowski und Miller's Crossing.

Ich find diese Filme unglaublich gut. Sie begeisternten mich immer wieder durch geniale Kameraeinstellungen, traumhafte Farben und eine gut durchdachte und auch fordernde, hintergründige Handlung.

Ich habe mir gerade eben Barton Fink angesehen und weiß nicht so recht....
Der Sound ist super (bis auf die ungewohnte, deutsche Stimme von John Turturro) und die Bilder/Kamerafahrten sind beeindruckend.

Leider hat mir die Story selbst, nein eher die Aufmachung der Story nicht gefallen. Die Storry war eigentlich super, diese beklemmende und bedrückende Stimmung war unglaublich, aber irgendwie hätten die Coenbrüder alles doch etwas mehr aufklären können. Ich mag es wenn Filme im ungewissen enden, Fragen aufwerfen und zum Nachdenken anregen, aber irgendwie war mir das hier zuviel.

SPOILER



Mir kam es so vor als hätte Mr. Fink nach dem bemerken der Leiche den verstand verloren und der Rest ist ein Traum. Der Studienchef plötzlich beim Militär? Der nette (unglaublichbegabte Schauspieler, ich würde sagen er spielt hier die Rolle seines Lebens) Charlie ein Shotgunkiller? Diese merkwürdige und doch geniale Tanz-Szene? Obwohl, die hat mir doch sehr gut gefallen, unglaublich witzig. Aber was ist nun in der Kiste? Eigentlich, denke ich, will ich das garnicht wissen. Je mehr ich über diesen Film Nachdenke und schreibe :) desto besser finde ich ihn. Es ist aufjedenfall keine DVD-Abend-Film wie Big Lebowski aber man muss ja nicht alles auf einen Film reduzieren.

Jetzt hat sich meine Meinung über den Film wärend dieser Rezension um 180 Grad gedreht. Da haben es die Coen-Brüder mal wieder geschaft mich zum Grübeln zu bringen und das war auch wohl ihre Absicht.

Keine leichte Kost die sich aber langsam entfaltet und einen angenehmen Geschmak im Abgang hat :)


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Meinungen: Seite 1, 2, 3



Nach dem Überraschungserfolg seines Theaterstücks über den "gemeinen Mann" folgt Autor Barton Fink nur widerwillig dem Ruf Hollywoods. Isoliert in einem stickigen Hotelzimmer soll er einem Ringerfilm mit Wallace Beery das Barton-Fink-Feeling verpassen. Doch nicht einmal die Besuche seines kumpelhaften Nachbarn Charlie, eines Vertreters, helfen Fink über seine Schreibblockade hinweg. Am Morgen nach einer Liebesnacht mit Audrey, der Geliebten und Sekretärin des Autors Mayhew, findet er ihre Leiche grausam verstümmelt neben sich. Während Charlie sich um sie kümmert, beginnt Barton wie entfesselt das Stück seines Lebens zu schreiben. Doch der Studiochef läßt Barton auflaufen, und der einzige Freund erweist sich als Massenmörder... In seinem vierten Film sprengt das geniale Brüderpaar Ethan und Joel Coen nach Ausflügen in die Terrains Thriller "Blood Simple", Komödie "Arizona Junior" und Gangsterfilm "Millers Crossing" alle Genrekonventionen. In mannigfaltig deutbaren Szenen voller schwarzem Humor, in unglaublichen Kamerafahrten und detailverliebt wie eh und je beschreiben die beiden die Seelenqualen eines an Schreibblockade leidenden Autors und rechnen gleichzeitig bitterböse mit den Mechanismen Hollywoods ab. John Turturro, John Goodman "King Ralph" und Michael Lerner, der für einen Oscar nominiert wurde, liefern Galavorstellungen in dem düster surrealen Gewinner der goldenen Palme von Cannes 1991.


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