Die vertonten Haikus mit ihrer asiatischen Klangwelt als drittes Element sind zwar delikat komponiert, stellen aber zum sonstigen Werk keine Verbindung her und wären auf einem eigenen Album möglicherweise besser aufgehoben.
In dem fehlenden roten Faden liegt denn auch das größte Problem seines Werks. Er kann griffige Melodien und verschiedene Stimmungen hervorrufen, schafft es aber nicht, aus den einzelnen Ideen ein großes Ganzes zusammenzusetzen.Er greift zwar in dieses oder jenes Regal, um sich Versatzstücke diverser Kulturräume einzuverleiben wie er es bei "Adiemus" bereits getan hat, ihm fehlt aber die Disziplin, die Zügel des gesamten Werkes straff zu halten. Anstatt das Werk als Ganzes zu erleben benutzt man häufiger als einem lieb ist die Skip-Taste, Jenkins ist auf Songlänge doch besser als über ein ganzes Requiem hinweg - also ist sein Ziel erst halb erreicht.