Suche Klassische Musik:   





Requiem
Karl Jenkins

EMI Classi (EMI), 2005

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 6 Bewertungen
großes Bild anzeigen
 für weitere Informationen klicken Sie hier







In Ansätzen gut

Jenkins im gleichen Atemzug mit Mozart, Bruckner etc. zu nennen, halte ich doch für etwas sehr gewagt (obwohl er ja fast wie Edvard Grieg aussieht!). Sicher: Auch ich fand einige der Stücke, besonders die ruhigen (Agnus dei!) besonders schön und hier blitzt auch große Komposition durch. Aber manche Stücke sind etwas "platt", so z.B. "Dies irae", das zu sehr auf einzelnen Phrasen rumreitet. Sicher: Der "Tag des Zorns" muss schon irgendwie weh tun, aber da kann ich auch in eine Disco gehen und mich zudröhnen lassen- da kommt auch Endzeitstimmung auf!
Die Japanischen Einlagen sind ungewöhnlich aber nicht uninteressant. Allein die Homogenität bzw. den eigentlichen Bezug zum "Requiem" vermisse ich irgendwie (ist das schon das Jenseits??).
Also, den Kauf habe ich nicht bereut aber bitte nicht mit dem wunderbaren Mozart- Requiem gleichstellen (bei Verdi könnte ich schon diskutieren...). Übrigens: Von Jenkins "The Armed man" ist deutlich besser gelungen, hier ein Messetext mit einer Mischung aus Pop und Klassik- sehr gut gelungen...


 für weitere Informationen klicken Sie hier


Großer Versuch - durchwachsenes Chorwerk

Karl Jenkins ist einer der umtriebigen gegenwärtigen Komponisten von neoklassicher Musik. Bekannter als sein Name ist allerdings sein Projekt "Adiemus". In letzter Zeit kam jedoch sein Stück "In Paradisum" bei diversen Klassiksendern auf Heavy-Rotation, und ließ viele Menschen aufhorchen.
Mit dem dazugehörigen "Reqiem" will er höher hinaus, nachdem sein bisheriges Schaffen eher im Regal von Vangelis und Enigma angesiedelt war. Hier streckt er seine Hände nun in Richtung der großen Chorwerke von Bach und Orff aus - was ihm zum Teil hervorrragend gelingt.
Schon das eröffnende "Introit" zeigt, dass er bei den großen Komponisten sorgsam zugehört hat, dabei aber zu mehr fähig ist als zu einem modernen Plagiat. Die Chorsätze sind von großer Wucht und Dynamik, und auch eine vielseitig geschichtete Orchesterpartitur bringt er zustande.
Leider zeigt schon das zweite Stück, wie schmal der Grat ist, auf dem er wandelt. Über einem stumpfen Four-To-The-Floor Beat ruft der Chor eine dröge unisono gesungene Gesangslinie und klingt dabei wie Rammstein in orchestral. "The Snow of Yesterday" ändert die Stimmung wiederum abrupt und springt beherzt in asiatische Gefilde. Hier schafft er eine unwirkliche, seidenzarte Atmosphäre mit einem delikaten Chorpart.
So wechseln sich Licht und Schatten ab. Dort wo er mit monotonen Galeeren-Beats und stakkato-geschmetterten Stimmen arbeitet wird er platt und banal wie Andrew Lloyd Webber, während er in sorgsam aufgebauten Stücken wie "Confutatis" tatsächlich an seine klassischen Vorbilder heranreicht.

Die vertonten Haikus mit ihrer asiatischen Klangwelt als drittes Element sind zwar delikat komponiert, stellen aber zum sonstigen Werk keine Verbindung her und wären auf einem eigenen Album möglicherweise besser aufgehoben.

In dem fehlenden roten Faden liegt denn auch das größte Problem seines Werks. Er kann griffige Melodien und verschiedene Stimmungen hervorrufen, schafft es aber nicht, aus den einzelnen Ideen ein großes Ganzes zusammenzusetzen.
Er greift zwar in dieses oder jenes Regal, um sich Versatzstücke diverser Kulturräume einzuverleiben wie er es bei "Adiemus" bereits getan hat, ihm fehlt aber die Disziplin, die Zügel des gesamten Werkes straff zu halten.
Anstatt das Werk als Ganzes zu erleben benutzt man häufiger als einem lieb ist die Skip-Taste, Jenkins ist auf Songlänge doch besser als über ein ganzes Requiem hinweg - also ist sein Ziel erst halb erreicht.


 für weitere Informationen klicken Sie hier






 für weitere Informationen klicken Sie hier


Durchwachsen

und teilweise leider auch eher trivial geraten finde ich dieses "Requiem", bei dem mir zu oft der Bezug Text-Musik und auch ein roter Faden fehlt. Nun muss ein Requiem vielleicht nicht immer schwere Musik beinhalten, der Tod kann ja auch heitere Seiten haben, aber auch die Sätze untereinander haben für mich zuwenig Zusammenhang. Für mich am berührendsten ist das "Pie Jesu", wobei die eher "plärrige" Art der Solisten das Ohr eher uncharmant trifft.
Schöne Momente, aber eben auch zu oft einfallslose Musik, die durch die ständigen Wiederholungen a la "Glass" auch nicht besser wird, sondern eher enervierend ist...


 für weitere Informationen klicken Sie hier


Unglaublich

Man muß kein Fan von Chormusik sein, um dieser einmaligen Interpretation des Requiems zu erliegen. Es gab bisher wenig klassische Musik, die mich sofort inne halten ließ und mich verleitete, ein paar Minuten dem Radio angespannt zu lauschen. Normalerweise erfährt man dann aber nie den Komponisten geschweige denn, dass man es jemals ein zweites Mal zu hören bekommt. Da aber viele Sender inzwischen ihr Tagesprogramm im Internet auflisten, bin ich dem einmal nachgegangen. Es hat sich gelohnt. Selbst Mozarts klassisches Requiem (von Karajan) verstaubt bei mir im Regal, denn es vermag mich nicht so mitzureißen und beim Zuhören von allem loszulassen, wie es mit Jenkins Komposition der Fall ist. Also kein typisches, schwerverdauliches Requiem mit männerdominierenden Chören, die einen aufwühlen aber irgendwie jeder Harmonie entbehren - aber auch bestimmt kein >Klassik meets Popguten< Stücke sind aber traumhaft arrangiert und das Orchester unterstreicht den ergreifenden Chor, ohne sich aufzudrängen. Wer sich darauf einlässt wird es nicht bereuen.


 für weitere Informationen klicken Sie hier


Meinungen: Seite 1, 2



gut oder schlecht?    Was ist Ihre Meinung?     Schreiben Sie eine Rezension!



Tracks
Introit | Dies Irae | The Snow Of Yesterday | Rex Tremendae | Confutatis | From Deep In My Heart | Lacrimosa | Now As A Spirit | Pie Jesu | Having Seen The Moon | Lux Aeterna | Farewell | In Paradisum | Agorawd (Overture) Part 1: Cân yr Alltud (The Exil | Agroawd (Overture) Part 2: Nawr! (Now). | Grey (Llwyd). | Eleni Ganed (Born This Year) | In These Stones Horizons Sing.



requiem

Agnus Dei - Himmlische Arien und Chöre
Requiem for a Dream
Requiem/Te Deum
Verdi, Giuseppe - Messa da Requiem
Luciano Pavarotti - Nessun dorma (Arien und Duette)



Suche nach klassischer Musik
requiem


Impressum / about us


Suche Klassische Musik:   



deutsch
Bücher  DVD  klassische Musik