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Cecilia Bartoli - Opera Proibita (Händel · Scarlatti · Caldara) / Minkowski · Les Musiciens du Louvre
Cecilia Bartoli, Jory Vinikour, ...

Decca (Universal), 2005

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 16 Bewertungen
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Wie immer: "Voller Hingabe!"

Ich bin überhaupt nicht der vernichtenden Ansicht von "BRAVOOO", ganz im Gegenteil. Auch dies ist ein längst weithin anerkanntes Beispiel, mit welcher Hingabe und Leidenschaft Cecilia Bartoli ihre stimmlichen Qualitäten aus"spielt", grandios und über jeden Zweifel erhaben. Ich habe fast alle Bartoli-Produktionen in meinem Archiv. Es ist immer wieder eine Freude, sie zu hören, sich in diese wunderbare Stimme und die einzigartigen Interpretationen dieser Sängerin zu vertiefen. Allerdings sollte man mit der gleichen Hingabe, mit der Cecilia Bartoli singt, auch dieser Interpretation auch mal vorurteilsfrei folgen, sich mitreissen lassen! Dann sind vielschichtige Hör-Genüsse sicher.


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Grandios!

Mich hat lange keine Musik mehr so erfüllt wie diese. Cecilia Bartolis seidigweiche Stimme (bei der ich es übrigens völlig nebensächlich und unwichtig finde, ob sie angeblich "klein" sei, wie oft zu lesen ist) und die Musik, die zwischen lustbetonter Oper und getragener geistlicher Musik liegt, Oratorien von Opernkomponisten aus einer Zeit, als die katholische Kirche Opern verbot. Was mich darüber hinaus an Bartoli überzeugt, ist die Tatsache, dass sie kein Gesangsautomat ist, der eine Arien-CD nach der nächsten aufnimmt, sondern kluge Konzeptalben macht, für die sie recherchiert. Hören Sie ihre Stimme und erfreuen Sie sich ebenso an ihrem Intellekt!


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Danke.

Über Stimmen lässt sich bekanntlich streiten.

Was den einen als "Manierismus" mißkling,
findet in den Ohren anderer willkommenene Aufnahme,
als "Lebendigkeit".
Eine gewisse Übersteigerung einzelner Passagen,
erscheint sowohl Epoche als auch Gattung
der interpretierten Werke angemessen.

Vom ersten Hören an,
begeisterte mich diese Aufnahme.

Allerdings gehöre ich zu denen,
die natürliche Künstlichkeit,
jederzeit jener künstlichen Natürlichkeit vorziehen,
in deren Plastikhülle heute so oft
Bezauberndes erstickt wird.


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Gold in der Kehle

Cecilia Bartoli ist für mich eine angenehme Ausnahmeerscheinung in der heutigen Musikszenerie. Eine hervorragende Künstlerin, aber nicht künstlich aufgeblasen ... Sie verstehen was ich meine?

Einmal mehr stellt Bartoli auf dieser CD mit Arien von Händel, Scarlatti und Caldera ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Wenn sich die Rezensenten hier überschlagen, tun sie es zu Recht. Auch ich bin begeistert von ihrer förmlich physischen Präsenz, ihren brillanten Kolleraturen, die bravourös aus ihrer Kehle strömen, und der vollendeten Phrasierung. Hier tönt und trällert es gewaltig. Für mich ist die »Opera Proibita« so etwas wie Wärme, ein Feuer, das einem umhüllt und von dem man sich gerne verschlingen lässt.

Für diese phänomenale Aufnahme vergebe ich gerne 5 Sterne und mehr, denn Bartolis Können und ihr spürbares Temperament ist für mich die schönste Verbindung zwischen zwei Noten.





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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4



Wenn etwas verboten wird, führt man die verbotene Sache eben heimlich weiter oder man wendet sich wohl oder übel anderen Beschäftigungen zu. Das Letztere taten die Komponisten G. F. Händel, Alessandro Scarlatti und Antonio Caldera Anfang des 18. Jahrhunderts in Rom, als politische Unruhen Papst Innozent XII. veranlassten, Opern zu verbieten. Sie wendeten sich nun der heiligen (und damit erlaubten!) Musik zu und schufen (paradoxerweise!) meist opernhafte und dramatische Werke, eingehüllt im Deckmäntelchen des Oratoriums.

Diese Thematik bietet der Mezzosopranistin Cecilia Bartoli paradiesische Möglichkeiten. Ausdrucksfähigkeit und Koloratursicherheit sind gefragt, nicht aber unbedingt großes Volumen. Scarlattis „All´arme si accesi guerrieri“ gestaltet sie elegant und traumwandlerisch sicher, sein „Mentro io godo in dolce oblio“ mit großer Innigkeit. Händels „Un pensiero nemico di pace“ wird zum Koloraturfestival, eigentlich eine Opernarie per excellence, mit zartem Mittelteil und fulminantem Schluss. Bartoli setzt alles auf eine Karte und betont die Gegensätze, was die Dramatik noch verstärkt. Calderas eher schwerblütige Kompositionen, darunter „Ahi quanto cieca... Come foco alla sua sfera“ werden von der Sängerin eher etwas übertrieben effektvoll dargeboten, was der Schönheit aber keinen Abbruch tut.

„Les Musiciens du Louvre“ lassen sich von Marc Minkowski zu mal affektiertem, mal zurückhaltendem, immer aber sängerfreundlichem Spiel animieren. Bartoli genießt es hörbar, diesem Orchester ihre Stimme anzuvertrauen, eine Stimme, deren Entwicklung man bei aller Bewunderung eher bescheiden nennen muss. Aber Entwicklung hin oder her: immensen Erfolg hat sie immer noch. Rudolf Kamm


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Tracks
"All'arme si accesi guerrieri" Aria dell Pace (Performing Edition by Claudio Osele) | "Mentre io godo" Aria della Speranza (Performing Edition by Claudio Osele) | "Un pensiero nemico di pace" (Original Version) | "Vanne pentita a piangere" (Performing Edition by Claudio Osele) | "Sparga il senso lascivo veleno" (Performing Edition by Claudio Osele) | "Caldo Sangue" (Performing Edition by Claudio Osele) | "Come nembo che fugge col vento" (Original Version) | "Ecco negl'orti tuoi...Che dolce simpatica" (Performing Edition by Claudio Osele) | "Qui resta...L'alta Roma" (Performing Edition by Claudio Osele) | "Lascia la spina cogli la rosa" (Original Version) | "Ahi qual cordoglio...Doppio affetto" (Performing Edition by Claudio Osele) | "Si piangete pupille dolente" (Performing Edition by Claudio Osele) | "Ahi quanto cieca...Come foco allo splendore" (Performing Edition by Claudio Osele) | "Disserratevi oh porte d'Averno" (Edition Clifford Bartlett) | "Notte funesta...Ferma l'ali" (Edition Clifford Bartlett)



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