Der Film beschreibt zunächst eine Straftat. Eine Frau wird im Wald vergewaltigt, ihr Ehemann ermordet. Der Täter steht fest. Jedoch wie ist die Tat abgelaufen? Nach uns nach läßt Kurosawa Zeugen, Täter und Opfer auftreten, doch die Geschichten, die diese erzählen sind so unterschiedlich, "als ob sie von anderen Menschen handeln würden". Meisterhaftig versteht es Kurosawa die verschiedenen Schilderungen darzustellen, die jedes Mal von dem Charakter des Erzählers geprägt sind und webt diese in eine Rahmenhandlung ein, wo drei sehr unterschiedliche Personen die jeweiligen Geschichten - natürlich auf ihre eigene Art und Weise - bewerten.
Kurosawa wagt sich an große Themen heran: "Was ist Moral?", "Kann der Mensch moralisch sein?", "Was ist Wahrheit?" ("Sie erzählen alle die Wahrheit - ihre eigene Wahrheit") und vielleicht macht Ihn genau das zu einem der besten Regisseure, die jemals gelebt haben.