Klassische Musik:
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Die Winterreise
Peter Schreier
,
Andras Schiff
Decca (Universal), 2006
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Pianist wunderbar, Sänger nicht mein Fall
1994 machten Schreier und Schiff diese Produktion der
Winterreise
.
Um mit dem Pianisten anzufangen. Schiff hat -wie immer- einen delikaten Anschlag, und versteht, die unterschiedliche Charakteristik der Lieder wunderbar auf dem Klavier zu entwickeln, den lyrischen Frühlingstraum, die jenseitige Stimmung des Leiermanns.
Da es inzwischen verschiedene Bearbeitungen der Winterreise gibt ( Zender, Srreichquartett, Bläserensemble) kann man beim Klavier auf die Idee kommen, das klinge ein wenig eintönig. Nicht so bei Schiff.
Mehr Probleme habe ich mit Peter Schreier. Bei den einzelnen Lieder steht jeweils dabei Originalversion. In der Tat Vogl , der Sänger der Uraufführung, war ein Tenor. Und für seine Stimme sind die Lieder original geschrieben. Aber wenn man den Zyklus von Baritonen wie Fischer-Dieskau und Souzay oder Bässen wie Hotter oder Quasthoff hört, stellt sich das Gefühl ein, die tiefere Lage sei dem Zyklus durchaus angemessener.
Zweitens kommt hinzu, dass die tiefen Töne bei der Tenör-Version für diese die Herausforderung sind. In die tiefsten Felsengründe, klingt bei einem Bass überzeugend, bei Tenören meist ziemlich diffus, weil die Stimme erst in höheren Lagen "anspringt".
Peter Schreier hat zudem einen hellen Tenor und färbt die Stimme fast gar nicht ein ( eine Technik, die Fischer-Dieskau so meisterlich beherrschte). Dadurch ist grundsätzlich eine Härte im Vortrag ( dabei kann Schreier es anders, wie er bei einer Schönen Müllerin, begleitet von einer Laute bewiesen hat). Den ganzen Zyklus kann man allein mit der Brust-Stimme singen, aber dadurch geht viel verloren, auch an Traurigkeit. Es sind nun einmal schauerliche Lieder.
Ich räume ein, das die Stimme auf jede Person unterschiedlich wirkt. Und will keinesfalls in Abrede stellen, dass Peter Schreier u.a. ein grossartiger Liedersänger war.
Aber mir sagt diese Interpretation der Winterreise nicht zu.
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Sehr gute Aufnahme
Es ist ein Hochgenuß, der wunderbaren Stimme Peter Schreiers zu lauschen!
Er singt kultiviert, stilsicher und geschmackvoll! - Winzige (!) Einschränkung: In Nr. 6 der "
Winterreise
" spielt der Pianist einen etwas simplifizierten Rhythmus, dem die Spritzigkeit einer "Wasserflut" fehlt. Haben die Pianisten Demus, Moore und Weissenborn sich bei Ihren Einspielungen geirrt?
Volker Wehrmeyer
DIE
WINTERREISE
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Tracks
1. Gute Nacht (Original Version) | 2. Die Wetterfahne (Original Version) | 3. Gefrorne Tränen (Original Version) | 4. Erstarrung (Original Version) | 5. Der Lindenbaum (Original Version) | 6. Wasserflut (Original Version) | 7. Auf dem Flusse (Original Version) | 8. Rückblick (Original Version) | 9. Irrlicht (Original Version) | 10. Rast (Original Version) | 11. Frühlingstraum (Original Version) | 12. Einsamkeit (Original Version) | 13. Die Post (Original Version) | 14. Der greise Kopf (Original Version) | 15. Die Krähe (Original Version) | 16. Letzte Hoffnung (Original Version) | 17. Im Dorfe (Original Version) | 18. Der stürmische Morgen (Original Version) | 19. Täuschung (Original Version) | 20. Der Wegweiser (Original Version) | 21. Das Wirtshaus (Original Version) | 22. Mut (Original Version) | 23. Die Nebensonnen (Original Version) | 24. Der Leiermann (Original Version)
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