Der Film beginnt, ähnlich dem Buch, in einem Fischerdorf, wo die kleine Chiyo eine Unterhaltung zwischen Herrn Tanaka und ihrem Vater beobachten kann. Im nächsten Moment wird sie aus ihrer Familie gerissen, zusammen mit ihrer Schwester, denn die Eltern haben beide Kinder verkauft. Chiyo, verängstigt und irrtiert von den vielen Eindrücken, die auf sie während der Fahrt in einer dunklen Nacht einwirken, klammert sich hilflos an die ältere Schwester Satsu. Doch schon im nächsten Moment wird sie von ihrer Schwester fortgerissen, als die Kutsche vor einer Okiya (das Haus, in dem Geishas wohnen/leben) hält und Chiyo reingezerrt wird. Sie hat keine Wahl.Kürbisköpfchen ist ein anderes Mädchen, das auch in der Okiya lebt und bereits auf die Gesiha-Schule geschickt wird. Zusammen gehen sie zur Schule, lernen und freunden sich dann auch an. Allerdings gibt es ein großes Problem: Die bekannteste Geisha in ganz Gion ist Hatsumomo, der das größte Zimmer im Haus gehört. Sie wittert in Chiyo mögliche Konkurrenz, die sie von Anfang an ausschalten will. Da kommt es ihr gerade recht, dass sie erfährt, wo Chiyos Schwester ist. Nachdem sie Chiyo das Versprechen abverlangt, alles zu tun, was sie will, sagt sie ihr, wo Satsu ist. Da Satsu in einem Vergnügungsvirtel als Prostituierte arbeiten muss, hat sie vor zu fliehen, doch Chiyo schafft es nicht bis zum Treffpunkt.
Alle Hoffnungen, dass aus Chiyo mal eine Geisha wird, scheinen damit zunichte gemacht. Doch Hatsumomo hat eine starke Konkurrenz draußen in den Teehäusern: Mameha. Keine Geisha hat jemals so viel Geld mit ihrer Mizuage (Verlust der Jungfräulichkeit an den Höchstbietenden) verdient wie Mameha. Sie erbarmt sich der kleinen Chiyo und nimmt sie als ihre Schwester auf.
Als aus Chiyo die Geisha Sayuri wird, hat sich vieles verändert: Sie wird berühmt, bringt ihrer Okiya viel Geld. So wird durch ihre Adoption durch die Mutter der Okiya ihre Freundschaft zu Kürbisköpfchen (die nun die Schwester von Hatsumomo ist) zerstört. Sayuri erduldet alle Qualen mit viel Kraft, die sie aus der heimlichen Liebe zum Direktor bezieht, der ihr als kleines Kind auf der Brücke Mut machte. Diese Hoffnung gibt ihr immer wieder Stärke. Doch Memeha hatte sie eindringlich gewarnt, sich nie der Leidenschaft zu einem Mann hinzugeben, erst recht nicht, wenn er nicht ihr danna (Gönner) ist. So muss Sayuri über Jahre hinweg ihre Gefühle verbergen...
Dieser Film räumt endlich endgültig auf mit der westlichen Vorstellung einer Geisha. Denn Geisha bedeutet eigentlich nichts anderes als "Künstlerin" und das waren diese Frauen auch. Sie hatten Einfluss auf die größten männlichen Persönlichkeiten ihrer Zeit und waren äußerst gebildet und künstlerisch begabt, sowohl in Konversation, als auch Tanz und Musik. Wahrscheinlich wurde die westliche Vorstellung, dass Geishas so etwas wie Edelhuren seien, von der Nachkriegszeit geprägt, in der sich alle Frauen auf der Straße in seidenen Kimonos Geisha nennen konnten. Denn solche Frauen "unterhielten" dann die Amerikaner, bei denen wohl diese Art der Unterhaltung durch unechte Geishas den Endruck hinterließ, Geishas wären Vergnügungs-Spielzeuge.
Wirklich, der Film überzeugt bis zum Ende, ist kein bisschen langweilig. Sogar meinem Freund hat er gefallen und das will was heißen, nämlich dass es kein "Weiberfilm" ist, sondern einer, der jeden begeistern kann.