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Babel
Brad Pitt, Cate Blanchett

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 90 Bewertungen
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Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Ein kalifornisches Ehepaar (Brad Pitt und Cate Blanchet) befindet sich auf einer Busreise durch Marokko. Dort wird die junge Frau im Bus von einer Kugel getroffen. Täter ist ein etwa 10 jähriges Kind, das aus Mutwillen mit dem Gewehr seines Vaters auf den Bus gezielt hat. Verletzungs- bzw. Tötungsabsicht lagen nicht vor. Der Junge spielte und war sich der Tragweite seines Tuns nicht bewusst.
Da die Kalifornier zunächst nicht wissen, wer geschossen hat, vermuten sie, dass Terroristen es waren und reagieren mit Angst vor weiteren Anschlägen. Im Bus ist kein Arzt. Ein solcher wird aber dringend benötigt, weil die Frau zu verbluten droht. Der Busfahrer fährt eines der archaischen Dörfer in der kargen marokkanischen Landschaft an, damit man die Behörden anrufen und Hilfe herbeiholen kann. Die Behörden bemühen sich, arbeiten aber so langsam, wie überall auf dieser Welt. Der Arzt im Dorf verfügt über nur wenige medizinische Geräte und näht die Schusswunde der Frau ohne Narkose provisorisch zu, damit sie nicht verblutet. Zuvor hatte eine alte Marokkanerin mit ihrer bloßen Hand die Wunde am bluten gehindert und sich rührend um die fremde Frau gekümmert. Die Dorfbewohner erweisen sich als überaus hilfsbereit. Diese Hilfsbereitschaft haben die Kalifornier im Bus nicht, sie lassen das Ehepaar im Stich. Sie wollen weiter, weil sie Angst vor Terroristen haben. Es mangelt ihnen an Mitgefühl und Zivilcourage.
Während das Ehepaar auf einen Hubschrauber wartet, damit die Frau in einem Krankenhaus operiert werden kann, ihr Leben hängt an einem seidenen Faden, ereignen sich aufgrund des Geschehens in Kalifornien, in Mexiko und in Japan Dinge, die im kausalen Zusammenhang zu den Geschehnissen stehen...
Ein illegal in Kalifornien lebendes , sehr hilfsbereites und liebvolles Kindermädchen verliert ihre Aufenthaltsgenehmigung, weil es allen gerecht werden wollte, ein taubstummes japanisches Mädchen, das über den Tod ihrer Mutter nicht hinwegkommt und das gerne so leben möchte wie alle anderen jungen Menschen, versucht ihren Vater vor der Polizei zu schützen , weil es glaubt er habe ihre Mutter umgebracht. In Wahrheit recherchiert der Polizeibeamte jedoch wegen der Waffe, mit dem die kalifornische Frau angeschossen wurde und die der Vater des japanischen Mädchens, während einer Marokko-Reise aus Dankbarkeit dem Vater des zehnjährigen Täters geschenkt hat, weil dieser sich als guter Jagdführer erwies...

Was sind Zufälle? Weshalb ergibt sich so häufig aus positiv Gemeintem Negatives?

Mich haben die unterschiedlichen Welten beeindruckt: Die archaische Welt der Marokkaner, die Lebensfreude in der Welt der Mexikaner, die Verbitterung in der Welt der jungen Menschen Tokios, die in einem surrealen, völlig technisierten Umfeld nicht mehr fühlen, dass sie noch leben, die Welt der hochmütigen, satten Amerikaner, die die Bevölkerung armer Länder durch die Scheiben eines klimatisierten Reisbusses wie Affen im Zoo betrachten, obschon sie von diesen Menschen viel lernen könnten im Hinblick auf Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft , wie dieser wunderbare Film deutlich macht.


In " Babel " wird kaum gesprochen. Es sind die Bilder, die erzählen und nachdenklich stimmen. " Babel " macht deutlich, dass Sprache nicht notwendig ist, um seinem Nächsten, egal wo auf dieser Welt, Empathie entgegenzubringen.

Empfehlenwert.






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Schaut endlich genau hin!

Was für ein Film! Was für eine Musik!

In jeder Sekunde sagt der Film, schaut endlich genauer hin. Bewertet nicht nach dem ersten Eindruck, bewertet nicht nach Medienberichten, sondern hört zu, was man euch zu erzählen hat. Und das mit einer emotionalen Dichte, die ihresgleichen sucht, wenn man mit offenen Dramaturgien leben kann.






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Gänsehaut für die Seele!

Für mich ist BABEL neben 21 gramm einer der spannendsten Filme. Großes Kino, großes Schauspiel, große Musik und große Bilder durch perfekte Kameraführung. Mir stockt der Atem, wenn ich daran zurückdenke, wie ich nach dem Abspann nicht mehr aus dem Kinosessel kam. Die Musik - sie ist Droge!




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Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



Brillant konzipiert, herausragend inszeniert und wundervoll geschauspielert ist Babel unbestreitbar einer der besten Filme des Jahres 2006. Regisseur Alejandro Gonzáles Inárritu und sein Co-Autor Guillermo Arriaga (die zwei arbeiteten auch schon bei Amores Perros und 21 Gramm zusammen) weben die unterschiedlichen Fäden ihrer Geschichte zu einem fein gesponnenen Ganzen zusammen, bei dem es nur scheinbar um grundverschiedene Menschen geht, die nichts miteinander zu tun haben: Ein amerikanisches Ehepaar (Brad Pitt und Cate Blanchett) wird während eines Urlaubs in Marokko zum Mittelpunkt eines internationalen Zwischenfalls, der die Familie eines armen ortsansässigen Bauern (Mustapha Rachidi) zu zerreißen droht. Ein kalifornisches Kindermädchen (Adriana Barraza), deren Arbeitgeber nicht rechtzeitig zurückkommen können, trifft die folgenschwere Entscheidung, ihre beiden kleinen Schützlinge mit nach Mexiko zur Hochzeit ihres Sohnes zu nehmen. Und ein taubstummes japanisches Teenie-Mädchen (die außergewöhnliche Rinko Kikuchi) versucht nach dem tragischen Tod ihrer Mutter mit ihrem Verhältnis zu ihrem Vater und der Welt im Allgemeinen klar zu kommen.

Es ist vielleicht nicht überraschend oder besonders originell, dass ein Gewehr das Verbindungsglied zwischen all diesen Menschen und ihren Geschichten ist. Doch Babel ist nicht bloß ein Film über Gewalt und ihre tragischen Konsequenzen. Es geht hier um Kommunikation, und ganz besonders das Fehlen davon ? sowohl zwischen den Kulturen, indem Themen wie Terrorismus und Immigration behandelt werden, als auch innerhalb einer Kultur, wo Ehemänner nicht richtig mit ihren Frauen reden können und Eltern ihre Kinder nicht verstehen. Inárritus handwerklicher Umgang mit seinem Medium ist in Bild und Ton meisterhaft. Die Kameraarbeit ist mal zurückhaltend, mal sprüht sie vor kinetischer Energie; die Musik passt stets hervorragend zu den Szenen; der Schnitt ist dicht aber nicht verwirrend, und so füllt sich der Film (immerhin mit einer beachtlichen Lauflänge von 143 Minuten) mit einer ganzen Reihe von unvergesslichen Momenten. Viele davon sind karg und trostlos, und kaum jemand wird behaupten, dass dies alles zu einem ?Happy End? führt, aber dennoch gibt es am Schluss ein Gefühl der Versöhnung, vielleicht sogar mit guten Vorsätzen. ?Wenn du verstanden werden willst ... hör zu", so sagt die Werbezeile des Films. Und wenn du einen Film willst, der dich zum Nachdenken anregt, dann ist Babel unverzichtbar. -- Sam Graham


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