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ER - Emergency Room, Staffel 09 (3 DVDs)
Noah Wyle, Laura Innes

Warner Home Video - DVD, 2007

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 6 Bewertungen
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Dr. Greene's Erbe enttäuscht...

Durch das Verlassen von Anthony Edwards alias Dr. Greene in der letzten Staffel war ich skeptisch, ob die Serie denn ohne diese tragende Figur überhaupt noch funktionieren kann. Ehrlich gesagt hatte ich angenommen, dass die Serie nun darunter zu leiden hat. Und so war ich nun wenig überrascht, dass sich die Befürchtung bewahrheitet hat.

Dr. Carter (Noah Wyle) nimmt die Stelle von Dr. Greene ein - sowohl von der Position als Oberarzt, als auch in der Bedeutung der Haupthandlung. Meistens drehen sich die Geschehnisse in dieser Staffel um ihn und seine Beziehung zu Abby Lockhart (Maura Tierney). Diese ist zwar nett anzusehen, erreicht aber bei weitem nicht die Qualität von Dr. Greene und Dr. Corday (Alex Kingston) aus Staffel 7. Zudem hat es Abby wieder mit ihrer an manisch-depressiver Krankheit leidenden Familie zu tun, in der nun auch ihr Bruder erkrankt ist. Mich hat dieser Handlungsstrang ziemlich gelangweilt, da er quasi noch einmal das gleiche Thema aufrollt. Die in der letzten Staffel wieder auf der Bildfläche aufgetauchte Dr. Susan Lewis (Sherry Stringfield), welche die Serie in den Anfängen wirklich bereichert hat, ist nunmehr nur noch ein Blickfang und trägt kaum zu den Geschichten bei. Ihre Schwester bzw. Nichte spielen leider auch keine Rolle, obwohl sich in der letzten Staffel neue Probleme ergeben haben. Dr. Kovac (Goran Visnjic) verkommt zu einer unsympathischen Nebenfigur, die von einem Bett ins andere hüpft und den Job nicht nur vernachlässigt, sondern sich auch von Arbeit und Kollegen angewidert fühlt. Dr. Romano (Paul McCrane) bekommt gleich zu Beginn seinen Arm abgetrennt und verliert somit seine Fähigkeiten eines Chirurgs, was Dr. Weaver (Laura Innes) Tür und Tor für seine Position öffnet. Schade, dass das interessante Privatleben von Weaver kaum weiter beleuchtet wird und auch ihre Schwangerschaft nur so nebenläufig erfolgt, sodass sie kaum an Wichtigkeit gewinnt bzw. zur Dramaturgie beiträgt. Und Dr. Pratt (Mekhi Phifer) wie auch Jing-Mei Chen (Ming-Na) fand ich von vornherein eher nervig und deplatziert anstatt eine Bereicherung für die Serie zu sein, was sich in der Staffel wieder bestätigt. Einzig der Praktikant Gallant (Sharif Atkins) zeigt sich etwas sympathischer als zuvor.

Ich will nicht sagen, dass die Staffel total schlecht ist, aber sie lässt den Charme und die Qualität vermissen, die man mit "Emergency Room" in Verbindung gebracht hat. Es gibt auch einige gute Folgen wie etwa die Final-Episode "Kinsangani", die spannend in Szene gesetzt wurde und Dr. Kovac endlich wieder in positivem Licht erstrahlen lässt. Aber Dr. Greene fehlt einfach. Man scheint sich zwar bemüht zu haben, dafür andere "große" Dinge zu zeigen wie etwa die Epidemie am Ende der letzten bzw. zu Anfang dieser Staffel (die auch - abgesehen von Romanos Unfall - ziemlich unspektakulär aufhört und keine Erwähnung mehr findet) bzw. das Zurückholen von Susan Lewis. Aber die Lücke durch das Fehlen von Greene ist zu groß, als dass man diese durch andere Schauwerte wieder füllen könnte. Evtl. gelingt es ja der 10. Staffel, wieder Boden gut zu machen. Diese Staffel hat das Ziel jedoch verfehlt. Schade.


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Weiter hohes Niveau, aber 'nur' routiniert!

Mit den ersten Staffeln hat ER einen Maßstab gelegt, den es auf diesem Level kaum einhalten konnte. Das war nicht zu erwarten. Im Vergleich dazu ist die Staffel 9 als 'routiniert' zu bezeichnen. Das bedeutet aber immer noch TV auf allerhöchstem Niveau. Das wahnsinnig hohe Tempo, das manchmal zwar etwas holprige, aber im ganzen doch meist perfekte, Ineinander von parallelen Geschichten ist schon hohe Kunst.

Carter füllt die Rolle von Greene und wenn er auch nicht ganz dessen Ausstrahlung hat, so füllt er sie doch reht gut. Kovac nimmt die Ross-Rolle als Womanizer mit Gewissensbissen ein. Das tut er manchmal beeindruckend und interessant, aber im ganzen bleibt die Figur z.T. zu konturlos und wenig erklärt. Chen May ist m.E. ein eher schwacher Charakter, Pratt dafür ein sehr interessanter, der die Serie bereichert. Und eigentlich bin ich ein großer Fan von Romano, aber die dramaturgische Idee mit dem abgetrennten Arm fand ich eher dämlich und ich finde es schade, dass die Autoren ihm neben wenigen lichten Momenten meist nur sein eintöniges Geschimpfe gönnen.

Die Abteilung "Privatleben der Charaktere" ist diesmal hauptsächlich durch die Beziehung von Carter und Abbey geprägt bzw. Abbey's Familiengeschichte. Darunter leidet sie etwas, v.a. da Abbey's Verhalten in der Geschichte doch recht eintönig und annähernd nervtötend ist.

Im ganzen eine Staffel ohne besondere Höhen, aber routinierte TV-Kost auf sehr hohem Niveau.


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Tempo und Niveau gehalten

Wie bei den vorherigen Staffeln: rasante Schnitte, straffe Handlung, ausdauernde komplexe Kameraschwenks für die ER seit jeher berühmt ist, glaubwürdige Charaktere. Bei einigen besonders temporeichen Folgen verliert man ein wenig den Anschluss (vor allem bei denen, mit häufigen Rückblenden); etwas weniger Blut und weniger detailversessene Großaufnahmen wären mit lieber gewesen. Ich vermisse außerdem Bonusmaterial (zu den Outtakes). Dennoch: 5 Sterne für eine der besten TV-Serien. Besonders interessant bei den Outtakes: ohne Soundeffekte und ohne dramatisierende Musik wirken einige Szenen fast schon harmlos. Da sieht man, wie gekonnt die Macher mit den Stilelementen spielen, die so unterschwellig wirsam werden.
Woran kann einen Dr. Carter erinnern? Eine Patientin hat es ausgesprochen: Gustav Gans (Vetter von Donald Duck). Ist was dran, oder?
PS: Bei einigen Rezensenten wundere ich mich, dass sie glauben, hier gleich die Handlung verraten zu müssen. Denen wünsche ich, dass ihnen beim Eingang zum nächsten Kinobesuch die Herauskommenden gleich alles verraten. Hier sollte es um Meinungsbilder und Empfehlungen (bestenfalls um Andeutungen der Handlung) gehen - nicht um komplette Inhaltsangaben.


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Da begann der Abstieg

Nicht, dass ich ER nicht mehr gern gucken würde, aber vor ein paar Jahren, da war der Zeitpunkt gekommen, dass ER immer mehr enttäuschte und anfing, mich zu langweilen. Und nach dem Kauf der 9. Season fiel mir nun auch wieder ein, wann und wie das geschah. Leider mit der 9.Staffel, da beginnt es, dass man ganze Strecken seiner Lieblingsserie doch gern mal im Schnelldurchlauf ansieht, da eben langweilig. Die 9. Staffel weist noch Highlights auf, der "appe" Arm z.b., aber mehr und mehr kommen die neuen und viel weniger interessanten Charaktere ans Tageslicht, denen mehr oder weniger uninteressante Dinge zustoßen.
Sehr öde, und das zeichnet sich gegen Ende dieser Season ab, danach wird es noch schlimmer, die ganze Afrika-Chose. Wenn ich ER einschalte, will ich ER sehen, das im ER spielt (überwiegend zumindest) und nicht mir Elend in Afrika angucken und mutige tolle (meist weiße) Leute, die den armen Afrikanern helfen.
Auch ein erstmaliger Dauertiefpunkt: Abbys sehr langweiliger Bruder, der leider eine große Rolle spielt; an sich interessiert es doch keine tote Sau, was mit Eric passiert, oder?
Nun ja, angucken kann man sich es noch, aber es steht fest, dass mit der 9. Staffel der Niedergang anfing, was sich ja wohl quotentechnisch auch verifizierte.


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ER geht in eine neue Runde Staffel 9

Auch die Neunte Staffel von ER bietet ein reichhaltiges Programm:
Dr. Corday, die sich seit dem Tod ihres Mannes in London aufhält, kehrt zu Beginn der neunten Staffel nach Chicago zurück, weil sie in London nicht zurecht kommt. Carter und Lockhart haben die durch einen Pockenalarm ausgelöste Quarantäne der Notaufnahme unbeschadet überstanden und sich dabei ineinander verliebt. Dr. Romano wird durch den Heckrotor eines wartenden Rettungshubschraubers der linke Unterarm abgetrennt und kommt mit der Behinderung nur schwer zurecht. Weaver erleidet eine
Fehlgeburt lernt aber in Sandy Lopez ihre Traumpartnerin zu schätzen. Zwischen den neuen Ärzten Pratt und Gallant kommt es zu einem eskalierenden Streit, der das gesamte Klima in der Notaufnahme beeinflusst. Die erst kurz zuvor von ihrer Trinksucht genesene Abby
Lockhart beginnt wieder mit dem Alkoholtrinken. Auch Dr.
Lewis überrascht: sie heiratet während eines Kurzurlaubs. Bei einem
Autounfall wird Kovacs Beifahrerin schwer verletzt.
Kovac beschließt, im Rahmen eines Projekts der Ärzte ohne Grenzen im afrikanischen Kongo zu arbeiten, wo er und Carter in politische Machtkämpfe und in Lebensgefahr geraten.
Der Kauf der DVD lohnt sich, zumal das Ende der neunten Staffel einen guten inhaltlichen neuen Bezug aufbaut und die Unantastbarkeit von Ärzte ohne Grenzen berechtigt in Frage stellt. Trotzdem fehlt mit Tony Edwards eine Persönlichkeit, die durch Noah Whyle nicht ersetzt werden konnte.
Verpatzte Szenen und Outtakes von etwa 30 Minuten bieten zudem die Möglichkeit zum Schmunzeln und runden die Box gut ab.



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Meinungen: Seite 1, 2



ER-EMERGENCY ROOM S.9



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