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Troja (Director's Cut, 2 DVDs)
Brad Pitt, Eric Bana

Warner Home Video - DVD, 2007

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 44 Bewertungen
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Digitale Monumentalkulissenschieberei

Petersen ist ein würdiger Vertreter Wylers und de Mills. Er gibt dem Monumentalgenre sein neues angemessenes Gesicht und schafft es in "Troja" auch wie Scott in "Gladiator" einen beziehungsreichen Spannungsbogen für die Figuren zu erstellen. Bravo! Und was noch? Ja was erwartet man denn von Monumentalfilmen seit Ben Hur, Quo Vadis und Konsorten?
Dieses Filmgenre ist wegen seiner "Totalen" zwangsweise voller Pathos, Leidenschaft und schicksalhafter Fallhöhe. Warum sollte man da den "Frevel" begehen und das Rad neu erfinden wollen. Und genau da muß man aber auch mit der Kritik ansetzen.
Mit der modernen Computeranimation können Massenszenen aus neuen Perspektiven effektvoll dargestellt werden und was sonst noch? Was gibt es neues zur Ilias zu erzählen. Nischt!
Denn "Troja" ist keine filmische Nacherzählung Homers Werk. Das ethnische Intrigenspiel und der Zwist der Götter spielt keine Rolle mehr, die Traditionen und Verantwortungen sind rausgeschmissen worden. Der Corpus der Erzählung wird nur noch ein reines
Beziehungsdrama der Figuren mit Massenschlachten und Heldenpathos alla "Existenz im Sinnlosen". Ein übler größenwahnsinniger Agamemnon trifft auf einen kriegerkastigen Sinnfindungskiller namens Achilles (Brad Pitt). Ihre Motive sind alt und hausbackend, quasi selbstredend und nicht mal treu der Ilias nacherzählt. Nur Priamos (Monumentalveteran Peter O`Tool) zeigt eine wirklich klassische Größe.
Da gibt es nichts Neues und Spannendes zu berichten. Ich habe eine Menge Filme über Troja verköstigt, die spannungsreicher und tiefsinniger waren.
Was Petersen gut kann ist Kulissenschnitt: Er verschiebt die Schauplätze so geschickt, dass ein handlungsreicher Fluss entsteht. Und was soll das? Hat das eine Bedeutung?
Ja es ist schön anzuschauen und dann kann man "erlebnisreicher" zu Bett gehen.



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Popcornkino von epischen Ausmaßen

Der Directors Cut von Wolfang Petersens "Troja" bietet zahlreiche neue Szenen (insgesamt rund 30 Minuten mehr Film), die dem Zuschauer einen ganz neuen Eindruck vom Film und der Handlung vermitteln.

Vor allem wird hier an brutalen Schlachtszenen nicht gespart, so dass bsw. die Griechen sich als wahrlich brutales und verbrecherisches Völkchen mausern (siehe auch die Szenen bei der Erstürmung der Stadt). Insgesamt fließt im Directors Cut ordentlich viel Blut und unzählige Gliedmaßen fliegen durch die Gegend. So wirkt der Film realitätsnäher, als in der vorherigen Version. Vor allem sind nun sämtliche Handlungsstränge verknüpft und man bekommt ein noch klareres Bild vom Geschehen auf der Leinwand.
Nichtsdestotrotz wirkt der Film hier und da immer noch ein wenig sterril, so dass man sich nicht so Recht vorstellen kann hier einen Monumental- und Schlachtepos á la Braveheart oder Spartacus zu sehen.

Insgesamt aber ist "Troja - Directors Cut" definitiv der ursprünglichen Kinoversion vorzuziehen, weil vor allem die Handlung tiefgründiger wird. 4 Sterne.


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Besserer Film - aber schwächerer Soundtrack...

Eine Tatsache möchte ich hier wirklich nicht bestreiten: Nämlich dass die nun vorliegende Director's Cut - Version von Wolfgang Petersens Mammutwerk der Kinofassung eindeutig vorzuziehen ist.

Durch die neu eingefügten Szenen (immerhin mehr als 30 Minuten) wird der Film deutlich aufgewertet. Der listenreiche Odysseus, der gnadenlose Ajax oder die wunderschöne Helena - durch die neuen Szenen gewinnen vor allem diese Charaktere an Präsenz. Und natürlich gibt es auch mehr Gewalt zu sehen: Die Schlachten sind noch erbarmungsloser und der Überfall auf Troja wird mit all seinen schonungslosen Details gezeigt.

Doch trotzdem trübt eine Tatsache das Gesamtbild: Denn Wolfgang Petersen hat sich für eine Überarbeitung des Soundtracks entschieden. Und so kommt es, dass Hector und Achilles sich plötzlich zur Musik von "Planet der Affen" duellieren oder dass der Abspann nicht mehr mit dem Song "Remember" von Josh Groban unterlegt ist, wie das noch in der Kinofassung der Fall war. Natürlich ist das auch eine Sache des persönlichen Geschmacks, aber mir hat der Soundtrack der Kinofassung einfach bedeutend besser gefallen.

Fazit:
Trotz der - meiner Meinung nach den Gesamteindruck trübenden - Änderungen am Soundtrack ist der Director's Cut die bessere Wahl. Vor allem zu diesem günstigen Preis sollten Fans - aber auch Kritiker der Kinofassung - zuschlagen.


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Aus einem anderen Blickwinkel.

Die Friedensverhandlungen zwischen Menelaos und Hector wären ein Erfolg gewesen. Doch Paris entführt Helena nach Troja. Menelaos bittet seinen Bruder Agamemnon mit Hilfe und der wittert ein neues unterworfenes Königreich. Odysseus findet einen Weg, den eigenwilligen Achill zu überzeugen, ebenfalls teilzunehmen. Alsbald stehen die Griechen vor Trojas Toren. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf.

Nach anfänglich schnellen Erfolgen überwirft sich Agamemnon mit Achill und der nimmt fortan nicht mehr am Kampfgeschehen teil. Die Lage gleicht einem Patt. Rache bringt Achill wieder aufs Kriegsfeld und diesmal stellt er Hector und bezwingt ihn. Dennoch bedarf es der List des Odysseus, um in die Stadt einzudringen.

Der Schwerpunkt der Erzählung liegt auf der Figur des Achill. Fernab aller Politik kämpft er für seinen Ruhm und seine Unsterblichkeit in der Geschichte. Neu Facetten, pittoreske Szenenbilder und beinharte Dialoge lassen aus Homers Epos eine neue individuelle Geschichte entstehen.



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Ganz o.k.

"Troja" gehört für mich zu den Filmen, die man sich zwar ansehen kann und man sich dabei auch nicht unbedingt langweilt, doch wenn man es lässt, verpasst man nicht wirklich etwas.
Damit der Film nämlich wirklich gut wird, fehlt es hier einfach an zu vielen Ecken und Enden und es fängt schon damit an, dass die Figuren einfach zu flach und zu unsympathisch ausfallen. Hector war der Einzige, den ich wirklich mochte, doch leider drehte sich das Geschehen nur zum Teil um ihn.
Paris dagegen, auch wenn sehr glaubhaft und gut gespielt von Orlando Bloom, war nicht gerade jemand, der beeindruckt, weil er leider zu sehr als Weichei daher kommt.
Das war Achilles, gespielt von Brad Pitt zwar nicht, doch deshalb war er nicht wirklich sympathischer. Er war einfach ein arroganter Muskelprotz, der noch nicht mal durch die kleine Liebschaft zu der Priesterin an Sympathie oder Menschlichkeit gewann. Diese war nämlich leider viel zu oberflächlich abgehandelt, als dass sie hätte nachvollziehbar oder mitreißend werden können. Das lag meiner Meinung nach auch an Brad Pitts Spiel, denn in seiner Rolle gab es durchaus Ansätze wie z.B. sein Verhältnis zu der Priesterin oder auch seine Beziehung zu seinem Vetter, mit denen er den Zuschauer trotz seiner "harten Schale" hätte seinen "weichen Kern" erkennen lassen können und für sich einnehmen können, was er jedoch leider nicht schaffte. Das lag sicher zum Teil auch an seiner grauenvollen Synchronstimme, die so gar nicht passte und ihn noch unsympathischer machte.
Wer außerdem so gar nicht überzeugte, war Diane Kruger. Gespielt hat sie gerade noch so o.k. aber ich glaube sie hat sich selbst synchronisiert (wenn nicht dann gilt meine Kritik der Synchronstimme) und das so grausam gemacht, weil sie einfach nur ganz nervtötend genuschelt hat, dass das ihr ganzes Spiel mit herunter gezogen hat.
Wenn man also all das Schlechte abzieht, bleibt leider nicht mehr viel, das einen begeistern könnte, bis auf ein paar gute Kampfszenen und Kulissen, die jedoch nicht mehr als 3 Sterne verdienen.


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TROJA D.C.



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