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James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug
Pierce Brosnan, Sophie Marceau

MGM Home Entertainment GmbH (dt.), 2007

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 4 Bewertungen
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Klasse Bond - Klasse Story

Für mich ist dieser Bond der beste nach Goldfinger.

Gute Stunts, sehr viel Action, worunter aber die Storyline keineswegs leiden muss.

Brosnan zeigt sich in Bestform, und lässt einen wie immer liebevollen, aber auch harten Bond in sich aufleben.


Ein Bond zwischen zwei Frauen

Im Rückblick betrachtet war Brosnans Karriere wohl doch eher ein Auf und Ab, als dass durchgehend starke und überzeugende Filme entstanden wären. So beginnt seine Zeit mit "Goldeneye", in dem er einen eleganten und agilen Eindruck hinterlässt und manchmal sogar an Roger Moores Humor anknüpfen kann. Danach folgte mit "Der Morgen stirbt nie" ein Tiefpunkt, in dem Brosnan etwas hilflos durch ein schlechtes Drehbuch irrt. Mit "Die Welt ist nicht genug" folgt aber dann einer der stärksten Bondfilme.

Diesmal macht Brosnan wieder eine gute Figur. Schon in der Eröffnungssequenz, die mit einer furiosen Jagd zweier Boote auf der Themse in London endet, sehen wir wieder den Geheimagenten, den wir alle lieben: Physisch stark, dynamisch, nie um eine schnelle, kreative Lösung verlegen und mit mehr als einer Spur von Selbstironie ausgestattet (die Krawatte wird auch unter Wasser gerichtet). Und nicht viel später wird das eigentliche Thema eingeführt. Bond darf sich verlieben. Nein, nicht nur eine Bettgeschichte. Er ist richtig verknallt, und seine rationale Seite weis auch noch, dass diese Liebe schlecht für ihn sein wird. Und natürlich hilft ihm dieses Wissen nicht weiter. Gezwungenermaßen handelt er dann auch gegen den Befehl vom M. Und natürlich macht Liebe blind und Bond durchschaut daher nicht die Spiele der Bösen in diesem Drama.

Die Böse, soviel sei hier verraten, wird von Sophie Marceau ebenfalls überzeugend gespielt. Kaum etwas erinnert hier noch an "La Boom", in dem Sie als 14-jährige ihre erste Liebe erleben durfte. Nein, als Electra King ist sie ganz Frau, extrem erotisch, wundervoll angezogen, selbstbewusst und unberechenbar. Kein Wunder, dass Bond sich verliebt. Ich hätte es auch getan. Und wie sie sich nackt unter der Bettdecke räkelt, ohne dass man auch nur eine kritische Stelle Haut sehen kann, ist auch eine Kunst. Als es schließlich am Schluss zu einer Art Folterszene kommt, weis man nicht, was Bond mehr weh tut, der komische Stuhl oder die Tatsache, dass Sie vor dem Stuhl steht. Aber selbst das ist alles nicht ohne eine gewisse Erotik dargestellt.

Der Witz des Films besteht nun darin, dass mit dem All-American-Girl Denise Richards das maximale Kontrastprogramm zu Sophie Marceau gefahren wird. Statt der geheimnisvollen, unberechenbaren Europäerin spielt die Richards den Sexy-Kumpeltyp, statt hautengen, eleganten Abendkleidern sehen wir Hot Pants und Wet T-Shirt. Sie ist nett, sie ist ein Partner, sie ist einfach die Gute. Aber wir wissen, dass Bond zwar am Ende des Films eine Nacht mit ihr verbringen wird, vielleicht auch mehrere, aber sie sein Leben nicht wirklich beeinflussen wird. Eine Ablenkung auf Zeit, so schön sie auch sein mag.

Neben diesem Dreiergespann sehen wir noch einen für Bondverhältnisse eher durchschnittlichen Bösen. Leider liegen die Zeiten eines Curt Jürgens oder eines Gert Fröbes als Goldfinger ja schon lange hinter uns. Dafür gibt es einige herausragende Tricks, so darf hier eine Kaviarfabrik durch einen Hubschrauber überzeugend zerlegt werden. Ein BMW Z8, wirklich ein wunderschönes Auto, darf auch eine Rolle spielen. Ein Glück, dass man hier auf die Computertricks des nachfolgenden Films weitgehend verzichtet hat.

Kurz: Ich habe mich großartig unterhalten.


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Pierce Vorletzter

Dieser Film ist schon wieder besser als sein Vorgänger.

Die Handlung ist gut, aber insgesamt nicht sehr fesselnd.



Brosnans bester Bond!

Insgesamt ein überzeugender Bondfilm, der sein Potenzial jedoch nicht ganz ausspielt.
Brosnan gibt sich viel mühe, Bond sowohl Härte als auch Emotionalität zu verleihen, was ihm größtenteils auch gelingt. Einzig in den direkten Konfrontationsszenen mit Robert Carlyles Renard entsteht ein echtes Spannungsverhältnis, dass sich nicht nur auf der Handlungsebene abzuspielen scheint. Brosnans Konzentration ist nicht zu übersehen, wenn er in der Bunkerszene damit kämpft, dem herausragenden Spiel Carlyles den scheinbar kompromisslosen, jedoch innerlich zerrissenen von persönlichen Gefühlen erfüllten Agenten entgegenzustellen. Eine besonders reizvolle Szene, da Bond tatsächlich droht, die Beherrschung zu verlieren...
Auch in den Szenen mit Sophie Marceau gibt er einen glaubwürdigen zunächst verliebten und schließlich bitter enttäuschten Bond, der immer wieder Probleme hat, seine Emotionalität zu unterdrücken. Folgt man dem Film bis zur Liebesszene zwischen Marceau und Brosnan, scheint klar zu sein, dass man es hier mit einem zutiefst verwundbaren Bond zu tun hat, der mit seinen Gefühlen ringt und von einem Extrem zum anderen (der Liebe zu Elektra und dem damit verbundenen Hass auf Renard) getrieben wird. Der Film scheint geradezu darauf angelegt, diese Linie weiterzuverfolgen, Bonds Ambivalenz noch deutlicher zu zeichnen und ihn erst im abschliessenden Showdown zu sich selbst zurückfinden zu lassen. Zu dem, was James Bond wirklich ist. Charmant und kompromisslos zugleich, doch niemals emotional (zumindest nicht expressiv). Man wollte also versuchen, das altbekannte Bond-Schema durch persönliche Eingebundenheit aufzubrechen und einen "psychologisierten" 007 zu erschaffen. Doch hat man sich leztendlich doch gegen eine konsequente Fortführung dieser Linie entschieden. Bond macht plötzlich einen Rückzieher, versteckt seine persönliche Seite und erlangt seine Beherrschung wieder noch bevor er sich (von seiner empfundenen Schuld) "gereinigt" hat. Das mag ein Grund sein, warum der Film zum Ende hin abbaut. Die Fronten sind bereits zur Hälfte des Films geklärt, die begehrte Frau schon zu diesem Zeitpunkt verloren. Der von Denise Richards verkörperte Christmas Jones Charakter erhält dadurch eine undankbare reine Statistenrolle. Sie zur Kernphysikerin zu machen, spricht schon für den Humor der Drehbuchautoren, doch ist dieser humorvolle Kontrast auch der einzige Akzent, den sie zu setzen vermag. Am Ende ist sie die "Trösterin" für den zur Tagesordnung zurückgekehrten Bond, der natürlich mit einer Frau im Bett die Bühne verlassen muss.
Ein gewagter Ansatz also, welchen man sich nicht konsequent zuendezuführen getraut hat und für meinen Geschmack zu früh der Konventionalität des "Bond-Schemas" gewichen ist. Die Action ist wie gewohnt höchstklassig, auch wenn die Ski-Szene sehr schwach (wohl primär durch den schlechten Schnitt) anmutet. Mit Kameramann Adrian Biddle und Vic Armstrong als 2nd Unit Director, standen Michael Apted zwei erstklassige Kollegen zur Seite, die dem actionunerfahrenen Regisseur den Weg zur Welt von James Bond ebneten, in welcher dieser sich dann ganz auf die Gestaltung der Charaktere konzentrieren konnte. Das ist ihm mit Bond und Elektra eindrucksvoll gelungen, auch wenn er zum Ende dem Willen der Produzenten nachgeben musste. Ms Personalisierung geht allerdings doch ein wenig zu weit und nimmt ihr Autorität und Glaubwürdigkeit (was sie in Realität vermutlich den Job gekostet hätte). Sieht man sie jedoch als Verkörperung des britischen Geheimdienstes, der parallel zu Bond auf einer höheren (politischen) Ebene ebenso persönlich involviert ist, kann man damit leben... John Cleese steuert ein wenig Monty Python-Feeling bei und Desmond Llewelyns Q hat einen tragischen Abgang, da er kurz nach Ende der Dreharbeiten bei einem Autounfall ums Leben kam.
"The World is not enough" stellt also einen weiteren Schritt auf dem Weg des "persönlich-psychologischen" Bondfilms dar, welcher durch "On Her Majesty's Secret Service" eingeleitet, durch die beiden Dalton-Auftritte fortgesetzt und schließlich in "Casino Royale" vollends verwirklicht wurde... Empfehlenswert!


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Fox James Bond Die Welt ist nicht genug Ultimate Singl, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 01.10.07



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