Warum nun will der erwähnte Genetikkonzern Menschen klonen? Wie passt der sanftmütige Wissenschaftler (Robert Duvall, Nur noch 60 Sekunden, Bullitt) in dieses Bild? Was für ein Geheimnis steckt hinter dem glatten Milliardär, der die ganze Sache am Laufen hält? All das ist am Ende recht unerheblich, solange daraus die Möglichkeit erwächst, dass Arnold sich in energiegeladene Zerstörungsorgien und explosive Action stürzen kann. Was The Sixth Day auszeichnet, ist sein hinterlistiger, humorvoller -- aber auch abschreckender -- Blick in die nahe Zukunft. Hier werden die technischen Gegebenheiten des heutigen Alltags ein paar Stufen hoch geschraubt und so entsteht ein Zeitalter der geklonten Haustiere, der virtuellen Freundinnen und selbstständig steuernden Computertechnik, in nahezu jedem Bereich: vom Kühlschrank bis zum Automobil. Arnold soll hier einen kleinen Rückschritt in die "richtige" Welt darstellen -- was man an seinem historischen Cadillac ohne jegliches Navigationssystem erkennt -- doch wie gewöhnlich bringt er nur seine gigantische Präsenz in die Rolle ein und nicht viel mehr. Dennoch ist er als Held sympathisch genug und er ist bis zum Ende des Films durchaus schlagfertig -- in beiderlei Sinn. Zu dumm, dass der Film etwa eine halbe Stunde über das rechte Maß hinaus schießt -- ein wenig kürzer und er hätte eine frische Sci-Fi- bzw. Action-Balgerei werden können. Einiges an Schau stehlen sich Michael Rooker, Sarah Wynter und Rod Rowland als das Trio der geklonten Meuchelmörder, die immer wiederkehren -- und wieder und wieder. --Mark Englehart