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Der Goldene Kompass (Special Edition, 2 DVDs)
Daniel Craig, Dakota Blue Richards

Warner Home Video - DVD, 2008

durchschnittliche Kundenbewertung:basierend auf 120 Bewertungen
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Bezauberndes Wintermärchen im "Steam-Outfit"

In diesem Fantasyfilm gibt es ausnahmsweise mal keine Elfen, Orks, Zwerge, Drachen oder langbärtige Zauberer!
Dies ist eine Geschichte, die in einer Parallelwelt spielt, in einem industrialisierten Zeitalter, das wie eine Mischung aus viktorianischer Zeit und den 30er Jahren wirkt. Dort beherrschen hochentwickelte Dampfmaschinen jeder Art Wasser und Land. Zeppeline und Heißluftballons bevölkern die Luft. Eine weitere Besonderheit dieser Welt ist, dass die menschlichen Seelen Tiergestalt haben und als sogenannten Dämonen die Begleiter und Freunde ihrer Menschen sind. Geschieht einem Dämonen ein Unheil trifft es auch den Menschen und umgekehrt.

Das Waisenmädchen Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) wächst am Jordan-College auf. Ihr Onkel Lord Asriel (Daniel Craig) ist ein namhafter Forscher an diesem College, der auf der Suche nach "Staub" ist. "Staub" durchdringt das gesamte Universum und verschafft Zugang zu anderen Welten, und diesen Staub hofft Asriel am Nordpol zu finden. Das allgegenwärtige Magisterium, eine Art religiöse Überinstanz, will das mit allen Mitteln verhindern. Als Lord Asriel zum Nordpol aufbricht hinterlässt er Lyra einen goldenen Kompass auch Aletheometer genannt, der Lyra auf magische Weise Antworten auf alle Fragen gibt. Lyra ist aber frustriert, weil sie ihren Onkel nicht begleiten durfte und wendet sich der schillernden Mrs. Coulter (Nicole Kidman) zu. Leider verfolgt Marisa Coulter ziemlich unredliche Ziele und Lyra gerät in große Gefahr.

Mir hat's gefallen:
Dieser Film ist ein unterhaltsames und spannendes Familien-Weihnachtsmärchen geworden, das es mit den vergleichsweise naiven Chroniken von Narnia und dem leider sehr einfallslosen Eragon leicht aufnehmen kann.
Hier sieht man in einem einfallsreichen und überbordenden Bilderopus mal etwas ganz Neues, eine andere Welt und andere Helden in einer Story, die sich sehr angenehm vom Elfen-Orks-Drachen-Einheitsbrei abhebt. Die Animationen sind hochkarätig und atemberaubend echt. Besonders Iorek der Panzerbär und die verschiedenen Tierdämonen sind fantastisch gelungen. Die Schlachten und Kämpfe können sich ebenfalls sehen lassen. Auch wenn sie nicht halb so erbittert, brutal oder gar pathetisch sind, wie das kleinste Scharmützel bei Herr der Ringe. Dafür sieht man hier keinen Tropfen Blut fließen. Da zerbersten stattdessen hunderte von Dämonen der Gefallenen wie Silvesterraketen im Schlachtengetümmel. Diese Idee ist doch wirklich ein extra Lob und einen zweiten Blick wert.
Aber bei allem Lob, "Der goldene Kompass" kommt halt nicht über das Niveau eines Kinder- und Familienfilm hinaus, auch wenn das Buch durchaus Ansätze dafür geboten hätte. Das Ziel, das sich Regisseur Chris Weitz und New Line Cinema angeblich gesetzt haben, einen vergleichbaren, epochalen Dreiteiler wie Herr der Ringe zu schaffen, ist mit diesem ersten Teil meilenweit verfehlt worden. Zu harmlos und vereinfacht sind Handlung und Charaktere. Und die Fantasy-Welt der Geschichte gewinnt nicht einmal ansatzweise die Tiefe eines Mittelerde-Sumpflandes. Wer sich also mehr als einen Kinderfilm erhofft wird bitter enttäuscht werden.

Die Darsteller:
Dakota Blue Richards als Lyra wurde extra für diesen Film unter Beisein des Autors Pullman gecastet, und sie ist eine Wucht. Ihre Figur ist allerdings auch das Zentralgestirn des Films, das kaum andere Darsteller neben sich aufkommen lässt. Selbst eine Hammerfrau wie Nicole Kidman erblasst beinahe neben Dakota Blue Richards, und auch trotz anderer hochgradiger Schauspieler, bleibt das Mädchen Lyra (eingehüllt in selbstgestrickte Mützen, Schals und Handschuhe) die "Überfrau" dieses ersten Teils.
Viele andere wichtige Charaktere tauchen in zu kurzen Abständen auf, ohne eingeführt zu werden. So tritt Sam Elliott, als Luftschiff fahrender Cowboy Scoresby völlig unvermittelt, dafür aber erst sehr spät auf und Daniel Craig als Asriel tritt viel zu früh ab. Beide kriegen kaum einen darstellerischen Fuß auf den Boden. Ebenso die Hexe Serafina Pekala, der König der Gypter oder Ma Costa - sie bleiben letztlich völlig belanglose Figuren neben Lyra. Nur Marisa Coulter und der Eisbär Iorek, im Englischen mit der Stimme von Ian Mc Kellen, erhalten Zeit und Raum genug um ihre interessanten Persönlichkeiten zu entfalten.

Fazit:
Mit wunderschönen Bildern, atemberaubenden Animationen und Weltklasse Darstellern hat man einen netten und harmlosen Film geschaffen, der eine ungewöhnliche wenn auch deutlich entschärfte Geschichte erzählt.

DVD 9:
Laufzeit ca. 109 min, Amaray Case, Bildformat 16:9 (2.40:1) anamorph
Ton: Deutsch: Dolby Digital 5.1, Englisch: Dolby Digital 5.1 EX, Untertitel: Deutsch und Englisch, Untertitel für Hörgeschädigte Deutsch, Ausstattung: Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, Menü mit Soundeffekten, Audiokommentar von Regisseur Chris Weitz.



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Sehenswert

Mit dem goldenen Kompass ist den Filmemachern seit langem endlich mal wieder eine gute Buchverfilmung gelungen. Gelungen deshalb:

1) Der Film hält sich im Handlungsstrang sehr eng an das Buch und die Handlung wurde kaum gekürzt (anders als bei Harry Potter, wo die Hälfte fehlt). Dies ist leider auch ein Nachteil, wenn man erst kurz zuvor das Buch gelesen hat, weiß man immer ganz genau, was als nächstes kommen wird und die Spannung bleibt daher ein wenig auf der Strecke.

2) Die Welt, die Philipp Pullman in seinen Büchern beschreibt wurde glaubwürdig und animationstechnisch überzeugend umgesetzt

3) Die Charaktere des Buches wurden von den Schauspielern ebenfalls glaubhaft umgesetzt (Lyra ist mir im Film sogar noch unsympathischer als im Buch!).

Punkteabzug gibt es nur dafür, dass der Film ruhig einen Tick länger und etwas ausführlicher hätte sein können. Vor allem die Schlußszene fand ich im Buch durchaus einprägsamer als im Film.

Ansonsten kann ich mich den negativen Bewertungen in keinster Weise anschließen, da die Geschichte in keinem Fall platte Fantasy oder Kinderkram darstellt. - Ich würde auch niemandem raten, mit seinen Kindern in einen Film zu gehen, in dem abgerissene Gliedmaßen durch die Gegend fliegen. - Wer sich diesen Film ansieht, sollte bedenken, dass es sich um den Auftakt zu einer Trilogie handelt, deshalb natürlich auch der offene Schluß und die vielen offenen Fragen.
Sollten noch die anderen Teile - Das magische Messer und Das Bernsteinteleskop - verfilmt werden, werden sich diese Fragen auch klären und die Geschichte wird etwas mehr Tiefgang erhalten. Und sollten dann immer noch Unklarheiten vorhanden sein, empfehle ich meine Generallösung: Die Bücher lesen.

Zum Schluß noch ein Wort: Fantasy ist Geschmackssache. Jedem gefällt etwas anderes besser. Der eine mag schmalztriefende Romantik, der nächste platten Einheitsbrei, ein anderer hochgestochene Epik und der nächste mag wieder handlungsfreie Erotik.
Jeder Autor bedient nun mal einen anderen Geschmack, teilweise auch mehrere auf einmal und Mr. Pullman hat sich nun einmal für Fantasy mit mittelschwerem Tiefgang entschieden. Das macht ihn aber nicht gleich zu einem schlechten Autoren - wie man durch manche Rezensionen hier vermuten könnte.
Wer die Geschichte als einfallslos bezeichnet, der soll sich erst mal selbst so etwas ausdenken und merken, wie schwer es ist, eine Geschichte zu schreiben und etwas völlig neues zu entwickeln. Und mir fällt ehrlich gesagt nichts ein, dass mit Pullmans Büchern zu vergleichen wäre, weil sie auf ihre Art einzigartig sind und nicht wie bei einem gewissen Herrn Paolini wie ein Tolkien-Re-Write wirken.

Ich würde jedem raten, dem Film eine Chance zu geben (Kann man sich ja auch ausleihen). Ein Film ist erst dann schlecht, wenn es der Zuschauer keine 5Minuten erträgt, ihn anzusehen (=meine Meinung).


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nur nach den büchern ( der goldenen kompass

auch ich habe mir den film angesehen und kann jedem nur emphelen! " zuerst die bücher zu lesen !!!" denn ohne hintergrundwissen begreift man viele teile des film bzw. der handlung gar nicht...LEIDER !!!!!!! auch das aprupte ende ist ziemlich unverständlich, sodass man nur hoffen kann, dass im 2ten teil gut daran angeschlossen wird.....


Compass

Der Goldene Compass ist echt Klasse!
Wer die Bücher gelesen hat, wird merken das der Film etwas anders ist :-(
Aber die Special Edition hat ja noch eine extra CD und somit wird alles wieder gut gemacht!


Meinungen: Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



DER GOLDENE KOMPASS S.E.


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